RE: Der zweite Katzenstrang... -
CarpeDiem - 28.12.12
Ich habe ja erst gelernt, mit Katzen zu leben.
Bezugsperson bin ich schon, aber bei meinen bedeutet das nicht so ein starkes Vertrauen, dass ich mit ihnen so viel machen kann, die lassen sich ja immer noch nicht anfassen, auch wenn ich sie eigentlich sehr "zahm" empfinde.
Trotzdem konnte GG mit Polly schimpfen und sie hat ihn angeschaut, als würde es blitzen. (ich konnte leider nicht Ernst bleiben und habe wohl die Autorität zu nichte gemacht, weil ich mich vor Lachen ausgeschüttet habe). Sie hat ja versucht die Lichter unterm Weihnachtsbaum zu fangen

Unglaublich aufmerksam ist unser Stummel, der ja Abends gerne - Bauch nach oben - neben mit liegt.
Ein "nein" und schon hört er auf - mit was auch immer. den geklauten Puschel vom Weihnachtsbaum hat er sofort liegen lassen. Stan guckt dagegen erst mal, um dann noch einen Versuch zu wagen und hört erst beim dritten "Nein" und das auch nicht immer.....
Glücklicherweise wohnen wir recht ruhig, aber vor Autos haben alle 4 großen Respekt. Ich kenne ja auch nicht ihre Geschichte und einen "Invalidenschein" können sie allesamt jeder vorlegen. Wer weiß, was denen schon passiert ist.
Und ursprünglich war auch nur geplant, dass sie draussen und im Stall leben. Die Katzenklappe haben wir erst nach einem Jahr angebracht und nun lebt die Meute bis auf Stummel schon 2 Jahre bei uns.
Draussen rennen die Katzen vor Besuchern weg, wenn die zu nahe kommen, drinnen werden Besucher gerne beäugt, könnte ja sein, dass jemand "Leckerlis" mitbringt.
Ich habe mal mit angesehen, wie meine erste Katze unter ein Auto gekommen ist. Das sie auch eine wilde zugelaufene war, kam sie erst nach 3 Tagen aus ihrem Versteck gekrochen. Glücklicherweise waren es nur wahnsinnig viele Prellungen, aber sie sah ganz schön schlimm aus und wir hatten irre Glück.
RE: Der zweite Katzenstrang... - Raphaela - 29.12.12
Unser Haus steht direkt an einer früher sehr ruhigen, inzwischen stark frequentierten Straße und hier sind schon sehr viele Katzen überfahren worden...Daher hab ich JEDEN Tag Angst, daß es wieder passiert. Der Kompromiss zwischen Sicherheit und Freiheit ist, daß abends alle reinmüssen und erst nach dem morgendlichen Berufs-Raser-Verkehr wieder raus dürfen. Da sie abends Weichfutter (tagsüber nur Trockenfutter) bekommen und diesen Rhythmus von klein auf kennen (bzw. Miro, der Zugelaufene, sich schon seit Jahren dran gewöhnt hat) gibt es meist auch kein Problem (außer bei Vollmond da wollen sie abends nicht so recht rein).
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Acinos Arvensis - 29.12.12
tja dann bin ich hier wohl die böse, die ihre katzen einsperrt..
sie haben den kleinen auslauf direkt am zimmer und einen großen hinten im garten. seltsamerweise wollen aber die meisten spätestens nach ein zwei stunden wieder aus dem garten zurück in die sicherheit des hauses. einige weigern sich aber auch, überhaupt rauszugehen. das kleine außenzimmer wird allerdings immer benutzt, da können sie auch rein und raus wie sie wollen, im auslauf haben sie zwar auch häuschen und verstecke, tisch und bank zum sonnen, aber so ganz geheuer ist ihnen das doch nicht auf dauer. sobald ich die tür nach innen öffne, rast die ganze kolonne geschlossen an mir vorbei Richtung Katzenzimmer.
wenn eine mal ausbüxt, was leider passieren kann wenn man mit der außentür nicht aufpasst, dann gehen sie zwar auf pirsch durch die gärten, aber sind dann ebenso heilfroh wie ich, wenn sie wieder in "ihren" vier wänden sind.
ich verstehe ja was ihr damit meint, wenn ihr sagt, qualität geht vor quantität. aber ob eine angefahrene katze, die stundenlang im graben oder gebüsch liegt und wartet, bis sie von ihren qualen erlöst wird, das genauso empfindet?
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Montebello - 29.12.12
Annie, das hat doch nichts mit böse-sein zu tun.
Gesicherter Auslauf ist natürlich optimal.Aber es ist nicht möglich, jeden Garten katzensicher zu bekommen, und bei großen Gärten dazu schier unerschwinglich.
Klar gibt es auch reine Wohnungskatzen, die sich pudelwohl fühlen. Meine könnte ich aber nicht in reiner Wohnungshaltung halten. Bei Peludo aus dem Tierschutz war z.B. sogar Freilauf Bedingung und eine der Vermittlungsgrundlagen. Auch mein ehem. Wildfang aus dem Fischereihafen wäre nur im Haus totunglücklich und würde mir alles vollpinkeln. Gut, jetzt, mit 14 verlässt er kaum noch das Grundstück, - geht aber bei jedem Wetter raus und liegt dann im Garten und pennt.
Nun ja, - und an dem Thema Freigang scheiden sich die meisten Geister.
RE: Der zweite Katzenstrang... -
tzoing - 29.12.12
Hallo miteinander,
Annie, mir wäre es auch lieber, meine Miezen wären von Natur aus Stubenhocker, aber weder Hänsel noch Gretel würden sich auf Dauer im Haus halten lassen.
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Montebello - 29.12.12
Hänsel und Gretel?
Inge, - wie genial sind denn DIE Namen?

RE: Der zweite Katzenstrang... -
tzoing - 29.12.12
Tanja, nomen est omen

Die beiden wurden als Mini-Katzenwelpen von ca. 5-6 Wochen im Wald ausgesetzt!
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Montebello - 29.12.12
Super! Bei sowas steigen die Überlebenschancen ja rapide auf 1000%.

Man gut, dass die Lütten rechtzeitig gefunden wurden und ein Zuhause bekommen haben!

*seufz* Ich werde es wohl nie kapieren: so hart das auch klingt, - wenn schon ein "Unfall" mit seiner unkastrierten Katze geschieht, warum lässt man die ungewollten Kitten dann nicht kurz nach der Geburt einschläfern?
Sie einem sicheren Tod auszusetzen ( im wahrsten Sinne des Wortes) ist ja wohl abartig.
Aber dann passen die Namen Deiner Schnurrer ja wirklich vortrefflich!

Unser "Mozart" war damals auch ausgesetzt und 2 Tage ist er uns bei jedem Hundegang am Deich hinterher gelaufen und fast in den Arm gesprungen. Bis ich ein Machtwort sprach , weil das Wetter so schön wurde, Unmengen Touris mit Hunden abzusehen waren, und der kleene Kerl dem nächsten besten Hund ins Maul gesprungen wäre.
Tjö, - das ist jetzt auch schon 11 Jahre her...
RE: Der zweite Katzenstrang... - Raphaela - 30.12.12
Meiner Schwester wurde zwei Wochen vor Weihnachten auch wieder ein ausgesetzter Jungkater gebracht (ein Ohr hatte ihm irgendein Tier schon abgefressen

)...Ein anderes Jungtier hat sie in unbewohntem Gebiet an einer Straße gesehen, konnte es aber nicht einfangen

...Wenn eine von uns so ein tiere-aussetzendes A...loch auf frischer Tat erwischen würde, bezöge es Prügel (und/oder Hundebisse)

Den "Ein-Ohr-Kater" behält sie jetzt, er wurde von einem ihrer Hunde adoptiert.
Bei ihr können alle Katzen raus wann sie wollen (wilde und/oder Jungtiere erst nach einer Eingewöhnungszeit). Einige wohnen mit in der Wohnung (mit Katzenklappe), andere (wilde und/oder unverträgliche) haben eigene Zimmer im Heizungsraum, in der Scheune, im Pferdestall oder in/an einem anderen Stall. Mit Isolierung, Bettchen, Kratzbaum und jeweils eigener Katzentür zu jeweils verschiedenen Grundstücksseiten (so daß sie, wenn sie wollen, beim Ausgang gar keiner anderen Katze begegnen müssen).
Futter gibt´s "regulär" dreimal täglich (für die Wohnungskatzen jedesmal wenn eine in die Küche kommt und meine Schwester - meist zum Spülen- auch grade da ist

) und sie spült mindestens achtmal am Tag Berge von Tier-Geschirr (auch Hunde, Schafe, Ziegen, Esel, Pferd, Kühe und Federtiere haben natürlich eigene Schüsseln und Teller für Frühstück, Mittag- und Abendessen

).
Trotz Alleinlage an einem Landwirtschaftsweg sind auch da schon Katzen verschollen bzw. (etwas weiter weg) überfahren worden. Wenn nachts ungewohnte Geräusche sind, springt sie mit Hunden und Taschenlampe los. Wenn in der Nähe gejagt wird, kriegt sie jedesmal fast einen Herzinfarkt

Oft muß sie auch mitgebrachte Mäuse einfangen und/oder einer Katze abnehmen (die werden dann in einem separaten Raum aufgepäppelt und später weiter weg entlassen).
Für MEINE Nerven wär das nix! - Wenn´s hier die Möglichkeit gäbe, den Garten katzen-ausbruchssicher zu machen hätte ich das längst getan. Mit den großen Bäumen/Gebüschen und rotten Zäunen ist das aber leider unmöglich. Von daher hast du also mein vollstes Verständnis, Annie :-)
RE: Der zweite Katzenstrang... - Cornelssen - 30.12.12
Das mit den Mäusen hatten wir schon mal, - kann sein im alten Forum: Wenn die Tiere nicht in ihrem angestammten Lebensbereich ausgesetzt werden, haben sie
keine Überlebenschance - es sei denn, sie kommen irgendwo hin, wo es weit und breit keine Mäuse gibt. Tiere, die anders riechen, gelten den anderen Mäusen als Feinde und werden entsprechend bekämpft. Hinzu kommt, dass Mäuse sich nur zurechtfinden, wenn ihr Duft /der der Familie ihnen hilft. Wenn Deine Schwester den Mäusen helfen will, dann sollte sie sie schon da aussetzen, wo sie von der Katze gefangen wurden - und das schnell, da sie sonst ihren Geruch verlieren und von den anderen nicht mehr erkannt werden.
Inse