RE: Der zweite Katzenstrang... -
marcu - 09.11.17

Das beweist mal wieder:
Unsere Lieblinge haben uns "voll im Griff"!!!

Wäre schade, wenn wir sie nicht hätten!
RE: Der zweite Katzenstrang... - Yarrow - 09.11.17
(09.11.17, 11:53)Cornelssen schrieb: Kiruna und Tigra spielten Nachlaufen - miteinander, ohne Knurren, ohne Fauchen.
Oh, das freut mich aber.

Kiruna hat früher auch sehr gern mit ihrer Schwester gespielt. Bis dann das Baby da war, und später noch eins... auf die musste die Schwester seither nämlich rund um die Uhr aufpassen und hatte keine Zeit mehr für anderes. Sicher auch ein Grund für Kirunas Frust.
Wenn sie jetzt morgens ihr Essen einfordert, scheint sich ja auch die Appetitlosigkeit gelegt zu haben...
RE: Der zweite Katzenstrang... -
lavandula - 09.11.17
Kurz bevor Kiruna zu Inse zog, hatte meine Nachbarin sie eine Woche gefüttert, als ich weg war. Dabei hatte sie die Monatsration verfüttert. Kommentar:" immer wenn ich kam plärrte sie nach Futter und der Napf war leer.also hatte sie doch Hunger!"

. Dabei hatte ich einen kleinen Becher gegeben, der 2 mal am Tag gefüllt werden sollte.



Ich bin so froh, dass es jetzt schon besser geht!
RE: Der zweite Katzenstrang... - Cornelssen - 09.11.17
(09.11.17, 17:18)Yarrow schrieb: Oh, das freut mich aber. 
Kiruna hat früher auch sehr gern mit ihrer Schwester gespielt. Bis dann das Baby da war, und später noch eins... auf die musste die Schwester seither nämlich rund um die Uhr aufpassen und hatte keine Zeit mehr für anderes. Sicher auch ein Grund für Kirunas Frust.
Das mit dem Aufpassen kenne ich nur zu gut: meine Geschwister und ich haben dank junger Katzen blitzschnell gelernt, dass man im Haus Hausschuhe (oder - von Mutter unerwünscht - Straßenschuhe) tragen muss. Zeigten wir nackte Fersen, bissen die Katzen sofort rein: mit scharfen, spitzen Zähnchen und dafür hielten sie unsere Füße mit ihren Krallen fest... Auaaaaaaaaaaaaaaa!
Als meine Kinder zur Welt kamen, waren die Kater sofort und die Katzen etwas später als Babysitter bei der Sache. Wir lernten, dass wir beim damals noch üblichen täglichen Baden zwei Handtücher vorrichten müssen: eins fürs Baby, eins für den Kater, der das Kind unbedingt vor dem schrecklichen Wasser beschützen wollte - und in die Wanne sprang. Das behielt er übrigens auch bei, als die Kinder größer wurden und in die große Badewanne kamen.
Das Kleinchen ständig zu behüten, schien insgesamt ein Lebenszweck zu sein - und die Kinder nahmen diese Zuwendung herzlich gerne an. Meine Älteste war 10 Tage alt, als ich mit ihr von Berlin nach Frankfurt fliegen wollte - mitsamt Katzen. Damals war noch der Flughafen Tempelhof in Betrieb. Am Counter wurde kategorisch erklärt, dass die Katzen nicht mit in die Kabine dürfen. Die Katzen kamen also in eine Box und begannen lauthals zu plärren und das Baby startete ebenfalls das Intensivtraining seiner Lunge. "Wollen Sie dieses Gebrüll den Passagieren wirklich während des ganzen Fluges zumuten?" fragte ich. Nach etlichem Hin- und Her näherte sich der Flugkapitän dem Schalter. "Und sie behaupten, das Kind ist still, wenn der Kater bei ihm liegt?" - "Ja - und der Kater auch." Gleichzeitig nahm ich den Kater aus der Box und legte ihn in den Wagen: Kind schwieg, Kater schnurrte. "Nehmen sie ihn bitte wieder raus." Ich nahm ihn raus. Das Gebrüll ging weiter. "Nein! Das mute ich den Fluggästen nicht zu. Lassen Sie in Gottes Namen den Kater bei dem Kind." - "Danke." Kind und Kater flogen still und glücklich gemeinsam in der Kabine mit. Nur die Mamakatze musste in den Gepäckraum.
Außerdem konnten die Katzen wunderbar unterscheiden, ob ein Kind brüllte, weil ihm was fehlte oder weil es Frust schob bzw. wütend war. Ich lernte daraus sehr schnell, erst die Reaktion der Katzen abzuwarten, bevor ich auf das Geschrei reagierte: wer echten Kummer hatte, wurde zärtlich getröstet, wer rummotzte mit dem Gebrüll, wurde in die Nase gebissen. Die Kinder lernten bald, dass die Strafe auf die böse Tat sofort folgte - und gewöhnten sich Protestgeplärr relativ schnell ab, zumindest verstummten sie sofort, wenn die Katzen ins Körbchen/Kinderbett sprangen: andernfalls bekamen sie Grund zu brüllen. Die Sache mit den Hausschuhen wiederholte sich auch - bis heute werden geschlossene Hausschuhe bevorzugt. Die klassischen Schluffen haben dank Katzengouvernanten keine Chance.
Es gab im Lauf der Jahre viele Vorfälle, bei denen die Katzen sich als excellente Babysitter erwiesen haben und die Kinder vor Schaden bewahrten, notfalls auch unter Einsatz von Zähnen und Krallen: als z.B. einer meiner Söhne Peter Pan spielen und aus dem Fenster fliegen wollte, holten sie ihn gewaltsam vom Fensterbrett bevor er das Fenster öffnen konnte. Dabei floss durchaus ein bißchen Blut - aber kein Vergleich mit dem, was passiert wäre, wenn der Junge aus dem Fenster im ersten Stock gefallen wäre.
Sie sind einfach phantastisch!
Inse
RE: Der zweite Katzenstrang... -
marcu - 09.11.17
Das erstaunt mich jetzt: Katzen als Babysitter - das habe ich ja noch nie gehört!
KLASSE!
Ich bekam meine erst, als die Kinder schon aus dem Haus waren.
Mein EX hätte das nie erlaubt - und die Kinder waren enttäuscht, dass ich mir erst welche holte, als auch sie schon weg waren.
RE: Der zweite Katzenstrang... - Yarrow - 10.11.17
(09.11.17, 20:12)Cornelssen schrieb: Ich lernte daraus sehr schnell, erst die Reaktion der Katzen abzuwarten, bevor ich auf das Geschrei reagierte: wer echten Kummer hatte, wurde zärtlich getröstet, wer rummotzte mit dem Gebrüll, wurde in die Nase gebissen.
Du hast deine Kinder in die Nase gebissen? Das finde ich nun aber doch ein bisschen... extrem...
RE: Der zweite Katzenstrang... - Yarrow - 10.11.17
(09.11.17, 23:43)marcu schrieb: Das erstaunt mich jetzt: Katzen als Babysitter - das habe ich ja noch nie gehört!
O ja... meine Jüngste hatte auch ihren besonderen Kater, der eigentlich draußen lebte (auf der Farm in Oregon), aber immer ins Haus wollte, sobald das Baby da war. Sie durfte alles mit ihm machen... als sie gerade sitzen konnte, legte er sich immer neben sie auf den Teppich und hat nicht mal gemosert, als sie ihn am Schwanz zu sich heranzog und ihm ein Fingerchen in den Allerwertesten steckte...
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Gudrun - 10.11.17
(09.11.17, 23:43)marcu schrieb: Das erstaunt mich jetzt: Katzen als Babysitter - das habe ich ja noch nie gehört!
KLASSE!
So ähnliche Erfahrungen hatte ich mit meinen ersten beiden auch ... sie waren schon zwei Jahre, als die Älteste geboren wurde, und saßen
immer , wennn das Baby draußen im Garten stand, auf der Bettdecke und atmeten vorsichtig gleichmäßig mit dem Kind zusammen. Nachdem ich mehrfach ängstlich ihre "Gewichtigkeiten" auf dem Kinderkörper überprüft hatte, ließ ich sie machen.
Vollends überzeugten sie mich, als sie bei Besuchen meiner Mutter auch selbige in ihre Schranken wiesen, indem sie fauchten und kratzten, wenn sie von der Bettdecke gescheucht werden sollten. Sie waren mir eine gute Unterstützung gegen ungebetene Einmischung meiner "besserwisserischen Altvorderen".
Danke - Muschi und Mohrchen

RE: Der zweite Katzenstrang... - Cornelssen - 10.11.17
(10.11.17, 00:07)Yarrow schrieb: (09.11.17, 20:12)Cornelssen schrieb: Ich lernte daraus sehr schnell, erst die Reaktion der Katzen abzuwarten, bevor ich auf das Geschrei reagierte: wer echten Kummer hatte, wurde zärtlich getröstet, wer rummotzte mit dem Gebrüll, wurde in die Nase gebissen.
Du hast deine Kinder in die Nase gebissen? Das finde ich nun aber doch ein bisschen... extrem... 
Gmpf! Man könnte es umständlicher formulieren, aber ICH habe meine Kinder nicht gebissen: das haben die Katzen gemacht - und mir damit gezeigt, woher der Wind wehte.
Mein Bruder hat mal den Hund meiner Schwester in die Nase gebissen, weil der sich angewöhnt hatte, ihn beim Tobespielen in die Nase zu beißen: Hund hat kapiert und das anschließend unterlassen. Familie war empört: "Der arme Hund!"
RE: Der zweite Katzenstrang... - Cornelssen - 11.11.17
Neues von Kiruna - und wieder ein Fortschritt. Als ich gestern schlafen ging, war Kiruna nicht auf ihrem bisherigen Schlafplatz. Ich konnte sie auch nicht finden. Beim Frühstück dann die Frage: "Hast Du eine Ahnung, wo Kiruna heute geschlafen hat?"
Er: "Ja." Spannung erhöhende Pause. Dann: "In meinem Bett."
Gestern tagsüber war sie schon mehrfach vom OG ins EG gewechselt und herumgelaufen. Am späten Nachmittag donnerte und polterte es dann von oben: Kiruna und Tigra spielten Nachlaufen. Danach war sie für mich verschwunden, Tigra kam zum Schmusen (und Körnchen abstauben) und ging dann schlafen - auf den Spitzboden, wie üblich...
Gerade habe ich mal wieder nach den beiden geschaut: Tigra pennt auf dem Spitzboden, Kiruna im Bett meines Sohnes, der Hund schläft im Körbchen und draußen regnet es, der Wind bläst kräftig und ausgesprochern eisig. Es ist bitter kalt: absolut inhäusiges Wetter zum Kuscheln und Verkriechen.
Inse