RE: Salbenküche - Taques - 07.10.12
Hallo Birgit,
Arnika nistet sich sehr schwer ein, zumindest das Arnika montana/ Bergarnika - das amerikanische Arnika ist einfacher in der Kultivierung und wird deshalb immer häufiger verwendet... ich habe zwar beide, mir ist aber das Bergarnika lieber. Im Frühling 2013 werde ich noch einige andere Arnika Sorten testen... aber wenn du keinen sauren Boden hast, würde ich das amerikanische empfehlen, oder du machst ein eigenes Moorbeet. Ich habe sicherlich noch Samen und wohl auch den ein oder anderen Wurzelableger wenn ich wieder um Garten umgrabe... aber düngen darfst du den Boden nie, sonst geht das Arnika (beide Sorten) ein!
Das mit der der Efeusalbe werde ich mal testen, bald steht wieder ein Radikalschnitt vom Efeu und vom wilden Wein an...
LG
Tanja
RE: Salbenküche -
Gudrun - 10.12.12
Auf der Suche nach "Erfahrung mit Johanniskraut" im Archiv fand ich zu meinem Vergnügen diesen alten wunderbar verquatschten Strang ... mit vielen schönen Anregungen
Hexenrezepte
RE: Salbenküche -
tzoing - 06.01.13
Hallo zusammen,
gerade schmurgelt meine erste zukünftige Salbe (Olivenöl mit klein gehacktem Beinwell) auf dem Herd. Inse, danke für den Gedankenschubs

Wie lange schmurgele ich das im Wasserbad? Und am nächsten Tag filtern? Und dann Bienenwachs dazu?
RE: Salbenküche - Cornelssen - 07.01.13
Mit Olivenöl als Salbenbasis habe ich keinerlei Erfahrung. Bei Ringelblumen habe ich für Kalt-Auszüge mit diversen Ölen experimentiert und die besten Wirksamkeits-Ergebnisse mit Sonnenblumenöl erzielt.
Was Fett als Salbenbasis anlangt, findet man in alten Rezepten oft Schweineschmalz genannt. Schon im Strang "Hexenrezepte" gab es Einwände von Vegetariern, man wolle dann doch lieber ein pflanzliches Fett verwenden - aus ideologischen Gründen. Ich denke, dass es dabei auf die Zielhierarchie ankommt, denn
Fett ist nicht gleich Fett und die Wirksamkeit eines Heilmittels (Öl, Salbe) hängt mit Sicherheit auch davon ab, welches Fett man verwendet. Die Fette stehen in Wechselwirkung mit den Wirkstoffen der verarbeiteten Pflanze. Das tradierte Wissen beruht meist auf überraschend genauen Beobachtungen und Erfahrungswerten, zuweilen aber auch auf Aberglauben. Da ist Forschungsbedarf.
Zum Bienenwachs: sei vorsichtig damit, was die Menge anlangt. Das wird schnell zu hart. Man braucht nur wenig.
Inse
RE: Salbenküche - Unkrautaufesserin - 07.01.13
Meiner Meinung nach könnte man Schweineschmalz durch Butterschmalz ersetzen. Das ist immer noch nicht vegan, aber es muß wenigstens kein Tier sterben. Die Haltbarkeit dürfte ähnlich begrenzt sein wie beim Schweineschmalz - auch im Kühlschrank nur ein halbes Jahr.
Bei heißen Auszügen sollte man darauf achten, daß das Fett die Verarbeitungstemperatur übersteht. Bilden sich Zerfallsprodukte durch zu große Hitze, schadet die Salbe am Ende mehr, als sie hilft...
Liebe Grüße, Mechthild
RE: Salbenküche -
Gudrun - 07.01.13
im Beitrag 10 in diesem Strang hab ich Hexentochters Fettbeimischungen erwähnt:
(weniger Bienenwachs), dafür Kakaobutter, Lanolin - dafür muss kein Tier sterben.
RE: Salbenküche - monika - 17.02.13
hallo ihr Lieben,
bin gerade das erste Mal in die Salbenküche gegangen. Hier ist ja fix was los!
Darf ich euch über die Schulter gucken und die eine oder andere Frage stellen?
Ich hätte nämlich schon eine Frage die ich mir selbst seit längerer Zeit stelle:
Mein Daumensattelgelenk macht mir zunehmend Beschwerden, bin aber nicht der Mensch der gleich einen Termin beim Chirurgen anfordert. Was sagt ihr gestandenen Köchinnen, gibt es ein Kraut (Einreibung) gegen meine Wehwehchen?
Grüße von Monika
RE: Salbenküche - Unkrautaufesserin - 17.02.13
Da rate ich Dir zu Beinwell. Wenn ich meinen im Frühling wiederfinde, grabe ich Dir ein Würzelein aus. Das pflanzt Du an eine sonnig-feuchte Stelle (oder an eine sonnige Stelle, die Du gießt

) aber bitte nicht in den Kübel. Da geht er ein.
Dann kannst Du den ganzen Sommer über Blätter ernten. Entweder ißt Du sie gleich, oder Du klopfst sie weich und wickelst sie um Deinen Daumen.
Liebe Grüße, Mechthild
RE: Salbenküche - monika - 17.02.13
hallo Mechthild,
danke für dein Angebot. Beinwell wächst an vielen Stellen in meinem Garten.
Bin noch NIE auf die Idee gekommen Beinwellblätter zu essen!!!!!
Lieben Dank, werde ich ausprobieren so bald es draußen sprießt. Kann bei uns noch etwas dauern, der Boden ist noch hart gefroren und die Temperaturen um den Gefrierpunkt sind noch nicht überwunden.
Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und sage danke. Monika
RE: Salbenküche - elise - 17.02.13
(06.01.13, 19:19)tzoing schrieb: Hallo zusammen,
gerade schmurgelt meine erste zukünftige Salbe (Olivenöl mit klein gehacktem Beinwell) auf dem Herd. Inse, danke für den Gedankenschubs 
Wie lange schmurgele ich das im Wasserbad? Und am nächsten Tag filtern? Und dann Bienenwachs dazu?
Gieße es durch ein Sieb, füge 1/5tel des Gewichts an Wachs dazu und erwärme es im Wasserbad, bis es geschmolzen ist. Dann musst du es noch flüssig in Tiegel füllen.
elise