RE: Auf Insekten und Spinnenjagd -
Naturgärtner - 03.07.15
Hi
Interessant, dass bestimmte Wespen auf dem Wasser landen können! Das wusste ich noch nicht, als ich letztes Jahr ein kleines Tierdrama beoachtete und fotografierte. Leider sind die Aufnahmen wegen der schlechten Zugangsmöglichkeit nicht besonders gute geworden.
Ein Wespe auf dem Wasser wurde von 8unten von einem Rückenschwimmer gepackt. Die Wespe leistete keine erkennbare Gegenwehr. Ich denke mal der Rückenschwimmer hat sein Gift wohl in das Bauchmark der Wespe injiziert. Sie wurde dann auch unter Wasser gezogen.
MfG.
Wolfgang
RE: Auf Insekten und Spinnenjagd -
vanda - 03.07.15
(03.07.15, 01:33)Lilli schrieb: Zitat:Von den geläufigen Wespen unterscheiden sich die zierlicheren Feldwespen auch dadurch, dass sie beim Fliegen die langen Hinterbeine ganz typisch weit herunterhängen lassen.
Die sind das also. Die hab ich schon oft gesehen und mich immer über diese seltsamen hängenden Beine gewundert. Feldwespe hatte ich schonmal mitgekriegt, aber die Wasserwandler hatten keine hängenden Beine. Wieder was gelernt, danke!
Also meine Franzosen lassen die Hinterbeine beim Flug auch hängen. Ich hab Wasserstelle und Nester direkt vor dem Fenster und seh die ständig.
Die anderen Arten kenn ich wie gesagt nicht aus eigener Anschauung, hab gerade bemerkt, dass die Formulierung oben etwas mißverständlich ist. Sie bezog sich auf
alle Feldwespen (Polistes), die ja insgesamt "zierlicher" gebaut sind nicht im Speziellen auf die "Zierliche Feldwespe" (P. bischoffi).
Auf alle Fälle finde ich es wunderbar, mit Euch hier Naturbeobachtungen teilen zu können (die unter Wasser gezogene Wespe ist ja

...

), für die man sonst nur Kopfschütteln erntet (á la "hast Du nix Besseres zu tun"). Als Jugendliche hab ich mal fast eine Stunde lang eine Stechmücke beobachtet, wie sie sich in der Wassertonne von der Larve zum fertigen Insekt entwickelt hat. Das vergesse ich nie, denn es sah so leicht und anmutig aus, wie eine Ballerina in Zeitlupe. Leider ist es den wenigsten Menschen zu vermitteln, warum man freiwillig eine Stunde gebannt in eine Wassertonne starrt

- dabei verpassen sie die größten Wunder dieser Welt
RE: Auf Insekten und Spinnenjagd -
Moonfall - 03.07.15
Das hast du aber schön beschrieben.
Ich sitze auch abends gerne am Teich und beobachte still das Leben um mich herum, von Libellen bis badenden Vögeln. Spannend ist auch immer wieder, wenn eine neue Pflanze plötzlich Besucher bekommt, die ich zuvor noch nie gesehen habe, z.B. eine Distel. Leider ist grad dann kein Fotoapparat dabei.
RE: Auf Insekten und Spinnenjagd -
Lilli - 04.07.15
(03.07.15, 12:09)vanda schrieb: hab gerade bemerkt, dass die Formulierung oben etwas mißverständlich ist. Sie bezog sich auf alle Feldwespen
Schade, doch nichts gelernt

. Das war mir aber zumindest in diesem Jahr noch nicht aufgefallen. Vielleicht ja auch, weil sie ständig am Wasser hocken und sie mir nicht vor'm Fenster herumfliegen.
Das stundenlange Beobachten ist auch meine Kindheitserinnerung. In der Wiese aber. Es war nichts bestimmtes, nur einfach in der Wiese sitzen und schauen, was sich dort tut. Stimmt, sehr interessant für andere war das nicht, es blieben immer meine eigene Welt und meine eigenen Bilder. Heute bin auch froh, dass ich das teilen kann.
Ich mach das immer noch gern, ganz ohne Kamera zuschauen, ohne Namen und Archivierung, nur die Bilder in mich aufnehmen über das Leben um mich herum. Manchmal aber auch mit Kamera und mit Namen ...
Liebe Grüße, Lilli
RE: Auf Insekten und Spinnenjagd -
vanda - 08.07.15
Zum Thema Französische Feldwespen zitier ich mal dieses hübsche Foto von moonfalls Gartenrundgang hier rüber...
Zitat:![[Bild: P7082264.jpg]](https://lh3.googleusercontent.com/-wjwl0yJ5SOs/VZ12Vx8cXVI/AAAAAAAAQKI/e1q_8OLNVss/s640/P7082264.jpg)