RE: Wolf ins Sächsische Jagdrecht ? -
betulapferd - 30.01.15
(29.01.15, 14:49)Brigitte schrieb: Es würde mich mal interessieren, wieviele Nutztiere in Deutschland von Hunden getötet werden.
Gefunden habe ich nur Zahlen aus der Schweiz (aus 2008):
"Der Hund ist das Raubtier, das die meisten Schafe reisst. Dies ist jedenfalls das Resultat einer Studie, die im Jahr 2000 im Kanton Tessin durchgeführt wurde. Hunde töten dort im Durchschnitt 200 Schafe und 80 Ziegen pro Jahr, während dem Wolf jährlich nur 70 Nutztiere zum Opfer fallen,"

daran habe ich noch gar nicht gegedacht...dies wäre für mich wieder ein Argument PRO Wolf (ohne jetzt selber im Netz darüber nachgelesen zu haben...nur auf Deiner Aussage/Zitat basierend).
Wobei ich dabei ja verwirrend finde, was die Hunde angeht: Streunern denn tatsächlich so viele Hund herrenlos durch die Gegend? Also auch in Deutschland? Von Spanien beispielsweise kennt man das ja ...aber hier, in Deutschland?
Liebe Grüße von Elke
RE: Wolf ins Sächsische Jagdrecht ? -
betulapferd - 30.01.15
(29.01.15, 15:13)Brigitte schrieb: Und da kann mans dem Wolf eigentlich auch nicht übelnehmen, wenn er sich bedient:
"Unter den gerissenen Nutztieren waren viele nicht ausreichend gegen Wölfe geschützt. Einige Halter präsentierten ihre Tiere den Wölfen angepflockt und uneingezäunt quasi auf dem Silbertablett. "
Naja,
das geht natürlich gaaaar nicht! Das ist für mich in jeglicher Weise ein no go.
Liebe Grüße von Elke
RE: Wolf ins Sächsische Jagdrecht ? - Brigitte - 30.01.15
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RE: Wolf ins Sächsische Jagdrecht ? - Unkrautaufesserin - 30.01.15
In der Wendezeit machte ein Rudel herrenloser Hunde im Erzgebirgskammwald von sich reden. Das waren um 60 Tiere. Ich weiß aber nicht, wie es mit denen weiterging.
Im Selbstversorgerforum schreibt eine Schafhalterin aus Niedersachsen, die schon mehrfach spazierengehende Hunde im 1,80 hoch eingezäunten Gehege hatte. Sie hat ein paar Muttertiere verloren und auch etliche Ungeborene. Derzeit prozessiert sie mit einem der Hundehalter um Ersatz der Tierarztrechnung...
Den Spuren nach zu urteilen, war ein Wolf auf der Wiese hinter der Scheune. Ich denke, wenn ich im Frühling dort wieder öfter bin, geht er wieder woanders lang...
Liebe Grüße, Mechthild
RE: Wolf ins Sächsische Jagdrecht ? -
Lemon - 06.02.15
Hallo,
1. Nicht für uns ist das Zusammenleben mit dem Wolf schwer sondern umgekehrt. Wir sollten also ganz froh sein dass Wölfe keine Gewehre bedienen können.
2. Wer als Schafhalter seine Tiere anpflockt, gehört ausgepeitscht.
3. Wer sich nicht informiert, sollte anstatt seiner Tiere gefressen werden: In Sachsen, und sicher in anderen Gegenden wo der Wolf zurück kommt, gibt es mittlerweile EU-Förderprogramme, die sehr viel Geld bereitstellen um geeignete Hütezäune erstellen zu können.
Link zur Förderrichtlinie "Natürliches Erbe – RL NE/2014":
http://www.smul.sachsen.de/foerderung/3528.htm
Die Diskussion um die Aufnahme ins Jagdgesetz ist meiner Meinung nach reiner Lobbyismus der Berufs- und Freizeitjäger. Sie wollen einfach nicht wahr haben, dass es seit jeher Nahrungskonkurrenten gibt und unsere Wälder oft eine viel höhere Besatzdichte mit Schalenwild gibt als für einen gesunden Wald gut wäre.
Wunderbare Infos zum Wolf gibt es u. a. hier:
http://www.wolfsregion-lausitz.de/