RE: Der zweite Katzenstrang... -
Gudrun - 27.09.13
Liebes Bergschön,
dein "Schwarzer Kater" erinnert mich an "Mocca" aus Kanada. Den brachte das ältere Töchting aus ihrem einjährigen Studienaufenthalt dort mit ... sie "fand" ihn als Baby zwei Wochen nach Ankunft in Quebec in einer Mülltonne.
Vor ihren Heimflug musste er dort 4 Wochen in Quarantäne
Hier war er gezwungen, sich mit vier Samtpfoten die Aufmerksamkeit der Familie zu teilen ... einer der vier war mein kranker Igor.

Mocca ist nach etwa 1 Jahr hier ausgezogen und hat es sich auf der anderen Seite der Bahngeleise gemütlich gemacht.
Ich erfuhr davon durch eine Nachbarin der Leute, die sich darüber freuten, dass er sich in ihrem Keller häuslich niedergelassen hatte.
Manchmal kam er noch her, um nach dem Rechten zu sehen ... streicheln durfte ich ihn auch ...
Ich denke, in früher Jugend gestresste Tiere entwickeln manchmal Eigenheiten, die wir nicht so gut annehmen können.
Täte ja gerne rumhexen, um deinen Schatz nach Hause zu bewegen - aber vielleicht geht es ihm ja gut - ich weiß ... irgendwie Scheiße ...
du hast mich dazu gebracht, mal wieder in den Katzenstrang zu schauen - danke!
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Montebello - 27.09.13
Danke, liebe Barrikadenoma!
Weißte, - Peludo ist ein Freigeist und nach 6 Jahren bei mir ziemlich standorttreu.
Wenn es ihm gut gehen sollte, wär das für mich völlig ok!
Nur hab ich das verflixte Gefühl, dass er "einkassiert" wurde, so nach dem Motto " Selbst Schuld, wenn jemand so ein Tier laufen lässt!"
SOLLTE Peludo sich dareinfügen, - gut. Solange er sich wohl fühlt wär auch das für mich ok. Aber vom Gefühl her mein ich, dass er wieder "raus" möchte; und hierher, wo ihm eigentlich alles offen steht. Vom Kontakt zu seinen Freunden, Futter, kuscheln, - und trotzdem seine Freiheit.
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Bigi - 27.09.13
Hach.... fest alle Pfötchen drück und alle guten Gedanken schick...!
RE: Der zweite Katzenstrang... - Pünktchen - 28.09.13
Ein Albtraum.
Vielleicht ist er in ein Auto gestiegen - ich kenne da eine....hatte mich beim Tanken mal gewundert, als eine Katze um den Wagen schlich, die meiner Sabbeltante verblüffend ähnlich sah. Und erst auf den zweiten Blick gesehen....das
ist meine.

Du weißt selbst, wie fix die sein können.
Ich weiß, ein schwacher Trost. Aber ich denke bei meiner Katze oft daran, dass vielleicht irgendwo jemand hockt und sie immer noch vermisst. Und sich dabei schlimmstes Kopfkino macht.
Solange du keine schlechte Nachricht bekommst, ist es durchaus möglich, dass er ein gutes Zuhause gefunden hat.
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Montebello - 28.09.13
Peludo ist gechippt. Jeder TA kann den Transponder einlesen und erfährt dann über Tasso, wo und dass Peludo vermisst wird. Und vor Autos hat er panische Angst, - das zumindest kann ich ausschließen.
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Acinos Arvensis - 06.10.13
wir waren gerade mit unserer jessie beim tierarzt zum einschläfern. haben sie aber wieder lebend mit nach haus gebracht.
der tierarzt war genauso ratlos wie wir.
vorgeschichte - sie hat ein impfsarkom im nacken. das ding hat inzwischen das ausmaß einer kokosnuss angenommen, nur breiter verteilt.
heute morgen war das jessiekätzchen schon nicht so gut drauf, wollte kein futter. hat auch nicht hochspringen wollen, sondern auf dem boden gekauert, so dass ich sie in einen gepolsterten wäschekorb gesetzt hab. den hat sie nur verlassen, als ich mittags putenfleisch zerteilte, da konnte sie auf ihren anteil nicht verzichten. das hat sie auch unter schnurren gefressen. danach aber wieder im wäschekorb gekauert, das näschen am boden, das sah nach schmerzen aus. wollte auch nicht angefasst und gestreichelt werden.
später schrie sie, wenn sie berührt wurde und der tumor war in sich zusammengefallen. er ist jetzt wie ein gel unter der haut. sie hatte starke schmerzen und fauchte beim anfassen. da machten wir den tierarzttermin aus, um sie nicht weiter leiden zu lassen.
beim tierarzt sah sie wieder besser aus, lief am boden herum und hüpfte sogar auf den schrank und lugte mit gestreckten ohren interessiert aus dem fenster.
also kein akuter fall für erlösung.
er hatte diesen fall aber auch noch nie, dass so ein tumor plötzlich zusammenfällt. bei jessie war das aber im anfangsstadion schon mal, dass er plötzlich weg war, dann aber innerhalb eines tages wieder prall und hart unter der haut saß.
wir sind nun ganz ratlos und auch hilflos was wir tun sollen, wie wir damit umgehen sollen. sie soll ja nicht leiden, aber soll auch noch so lange leben, wie es geht.
wenn ich nur wüßte, wie man mit so einem verlauf umgeht. was zu erwarten ist usw.
kennt jemand von euch so etwas?
RE: Der zweite Katzenstrang... - Unkrautaufesserin - 06.10.13
Liebe Annie,
wenn ein Tumor eine kritische Größe erreicht hat - das ist nach Art und Lage unterschiedlich - wird sein Inneres nicht mehr durchblutet und stirbt ab. Das Gewebe verflüssigt sich und wird vom Körper abtransportiert, manchmal bildet sich auch ein Abszeß.
Der Patient hat dabei meist Fieber - Zerfallstemperatur sagt der Mediziner - und elendigliche Schmerzen. Der Tumor sieht wirklich eingefallen aus, wenn er irgendwie auf ein Bild gebracht werden kann.
Füllt er sich dann wieder auf, ist der Inhalt entweder Blut oder Eiter. Blut ist besser, weil es keine Sepsis verursacht. Man kann mit der Punktionsnadel nachsehen, was drin ist.
Deine Katze ist im letzten Stadium ihrer Krankheit angekommen. Man könnte sie behandeln, indem man den Tumor öffnet und die Nekrose saniert. Aber das Risiko ist sehr hoch, daß sie nicht wieder aufwacht, und eine Heilung ist so gut wie ausgeschlossen.
Auch wenn sie sich beim Tierarzt noch mal aufgerafft hat, ist ihr Leben doch eine Quälerei. Viele Menschen in ähnlicher Lage bringen sich um, oder bitten Angehörige, Pfleger und Ärzte um den Tod. Ich denke, Du solltest ihr entweder 4-stündlich Morphin spritzen oder sie erlösen.
Traurige Grüße, Mechthild
RE: Der zweite Katzenstrang... -
Acinos Arvensis - 07.10.13
ja, das hatte ich befürchtet. momentan frisst sie, ist aber schwach und hatte in der nacht auch fieber.
wir werden sie dann doch baldmöglichst erlösen lassen.
danke für die auskunft, wenn schon der tierarzt nicht wußte was sache ist. wahrscheinlich lassen tierhalter ihre lieblinge gleich einschläfern, bevor so ein tumor überaltert ist.
RE: Der zweite Katzenstrang... - Unkrautaufesserin - 07.10.13
Tumoren bei Tieren sind weitgehend unerforscht, weil die Tiere entweder operiert oder eingeschläfert werden. Und die meisten Tierhalter warten gar nicht erst, sondern lassen gleich nach der Diagnose einschläfern.
Ich kenne Tumore aus der Menschenmedizin gut, wo eben nicht eingeschläfert wird, sondern das Leiden mit allen erdenklichen Mitteln verlängert.

Ein Mittelweg für alle Lebewesen wäre schön, aber wer will darüber entscheiden?
Streichle Deine Miez doch bitte mal ganz zart von mir
Liebe Grüße, Mechthild
RE: Der zweite Katzenstrang... - Raphaela - 08.10.13
Von mir bitte auch...