Kraut und Rosen
Flatternde Besucher - Druckversion

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RE: Flatternde Besucher - vanda - 17.04.19

Och neee! :w00t:   Wie hat der denn ausgerechnet Euer kleines Teichlein gefunden?


Wir haben dieses Jahr sozusagen "full house", was die großen Brutvögel angeht. smile

Nachdem der Jäger scheinbar heuer auf's sinnlose Abknallen der Krähen verzichtet hat, ist unser "Revier" wieder von einem Rabenkrähenpärchen besetzt, was mich sehr freut, immerhin füttere ich sie mit kiloweise Nüssen durch den Winter. Leider (aber aus gutem Grund) sind die Krähen auf dem Land nicht so zutraulich wie in der Stadt, dort kann man sie fast von Hand füttern und sie warten immer vor dem Fenster auf Nüssenachschub. smile Unsere beiden beharken sich schon dauernd mit einem Elsterpärchen, das in einer krakeligen Nachbarsfichte ein wirklich unfassbar dilettantisches Nest gebaut hat (die Zweige hängen auf allen Seiten wild aus der Krone heraus, wie das halten soll, ist mit schleierhaft). Elstern und Krähen teilen sich mit Hühnern und Enten Tränke und Badestelle.
Weiter unten brüten scheinbar wieder die Ringeltauben, man hört sie ab und zu gurren, aber sie führen ein sehr geheimes Leben und man bekommt sie kaum zu Gesicht. Ich freue mich immer wie Bolle, wenn ich sie höre - Tauben gibt es hier sonst nicht und ich vermisse irgendwie das Gurren als typische Geräuschkulisse von früher aus der Stadt.
Seit dieser Woche schwirren nun täglich zwei Turmfalken um die Bäume herum, sie haben schon öfters in den alten Krähennestern gebrütet, wäre schön, wenn es wieder klappt.
Neu in der Eichen-Wohngemeinschaft ist nun aber ein Bussard-Paar. :w00t:  Gerade konnte ich beobachten, wie sie sich in den Eichen mit dem Schnabel voller Zweige zu schaffen machen. Hatte schon bemerkt, dass ein Tier regelmäßig sehr nahe kommt und recht niedrig fliegt. Wäre ja der Hammer, wenn ich vom Kaffeetisch aus eine Bussardbrut beobachten könnte - was mich ein kleines bißchen nervös macht ist, dass das mögliche Nest keine 30m von meinem Hühner- und Entenauslauf entfernt ist... biggrin

Auch der Sperber hat uns gestern besucht, flog blitzschnell einigen Spatzen hinterher, die sich geistesgegenwärtig unter ein paar neugepflanzte Heckeneiben gerettet haben. Der Sperber landete dann vor den Eiben am Boden, trippelte ein paar mal hin und her und schickte sich gerade an, zu Fuß unter die Büsche hineinzukriechen, als unser Hund aufmerksam wurde und die Spatzen mit seiner neugierig schnüffelnden Nase gerettet hat. Trotz allem ein wunderschöner Vogel, natürlich war die Kamera mal wieder beim Laden! :rolleyes: biggrin


RE: Flatternde Besucher - Melly - 31.05.19

Ich frage mich, nach welchen Kriterien die Vögel ihren Nistplatz aussuchen!
Gestern Morgen, ich in der Badewanne, schaue so auf unsere Bruchsteinmauer, die inzwischen schon ziemlich zugewachsen ist. Auf einmal kommt aus der Mauer ein Rotkehlchen geflogen. 
Als ich dann draußen war, habe ich erst einmal nachgeschaut, da ist ein Hohlraum in der Mauer, dort hat(te) ein Rotkehlchen das Nest gebaut.
Heute Morgen schau ich aus dem Fenster im Bad, sehe dort schon ein paar "Flusen"!
Bei genauer Inspektion der Mauer konnte ich schon das Nest sehen, leer, ein gerade geschlüpftes Junges lag noch am Boden, rundherum der Flaum. 

Etwas oberhalb der Mauer haben wir am Weg einen kleinen runden Buchs, der jetzt, nachdem der Kirschlorbeer geschnitten ist, an einer Seite ziemlich kahl ist, da dort der K.-Lorbeer zu dicht stand. 
Beim Bad morgens konnte ich beobachten, dass ein Vogel dort herum hopste. Nun habe ich mal in den Buchs geschaut, auch dort sitzt ein Vogel auf seinem Nest! wink
Dieser Buchs ist vielleicht 50 cm hoch.
Wir haben so viele hohe Büsche/Bäume hier, Nistmöglichkeiten ohne Ende, warum nisten die so nah am Boden?

LG
Melly


RE: Flatternde Besucher - Brigitte - 01.06.19

(31.05.19, 23:32)Melly schrieb:  Wir haben so viele hohe Büsche/Bäume hier, Nistmöglichkeiten ohne Ende, warum nisten die so nah am Boden?

Das ist eine Eigenart der Rotkehlchen. Sie nisten meist in Bodennähe in dichter Vegetation. Höher gebaute Nester sind eher selten.


RE: Flatternde Besucher - Melly - 01.06.19

Im Buchs sitzt ein dunkler Vogel im Nest, ich hab' mal vorsichtig durch die Zweige geschaut. 
Hoffentlich geht das gut: Die Katze jetzt hier auf dem Grundstück, nachdem unsere Schäferhündin nicht mehr präsent ist, der Marder, der hier sein Unwesen treibt, GG's Auto war auch schon an der Reihe! :w00t:
Die Meisen sind ja clever, die brüten wieder hinter dem Holz unseres Hauses sowie in der Fensterbank unseres Sohnes in der oberen Etage! Die Spatzen brüten direkt über unserer Haustür, über dem Briefkasten, der ist regelmäßig voll eingesaut. 
Die Amselnester habe ich noch nicht ausmachen können, auch nicht das Nest vom Zaunkönig. 

LG
Melly


RE: Flatternde Besucher - Cornelssen - 02.06.19

Was die Nester anlangt, Melly, mache ich mir wenig Kopf: Wer sich hier niederlässt zum Brüten, hat sich meist die Umgebung schon ausreichend angeschaut und kennt die Gefahren. Wenn nicht, lernt er sie kennen...

Was ich tun kann und nach Kräften tue: Nistmöglichkeiten entstehen lassen, die einigermaßen sicher sind. Deshalb landet z.B. mein Rosenverschnitt gern locker aufgeschichtet/hingeworfen unter den Brombeersträuchern: das favorisieren Marder, Katz & Co nicht als Trittunterlage und Sitzgelegenheit. Ich lasse, wo es geht, die Brennnesseln stehen und Weidegräser: irgendwem werden sie schon Schutz und Nahrung bieten. Als Tigra noch frei draußen lief, hat sie Gebüsch mit Klettkraut gar nicht gemocht. Gemeine Nelkenwurz gehörte auch nicht zu ihren Lieblingspflanzen: also blieb das Zeug meinem Garten erhalten - z.B. u.a. zum Schutz der Ringelnatter. Ansonsten gilt für mich: lass die Tiere ihren Weg gehen, die haben ihre Überlebensstrategien und wenn wir sie nicht zu sehr stören, dann überleben sie auch ganz gut. Die sind meist viel intelligenter, als wir glauben.

Inse


RE: Flatternde Besucher - Melly - 02.06.19

Tja, nachdem wir, von der Badewanne aus, keinerlei Flugverkehr im Buchsnest mehr festgestellt haben, habe ich heute Vormittag ganz vorsichtig in den Buchs geschaut - das Nest ist leer. Kein Vogel, kein Ei, nichts. Das Nest ist wunderschön ausgekleidet mit dunklen Federn. Schade, ich hätte den Kleinen beim Flüggewerden gern zugeschaut!

LG
Melly


RE: Flatternde Besucher - vanda - 02.06.19

Wir haben gerade am Wochenende unterwegs auch ein Rotkehlchenpaar ganz zufällig beim Füttern entdeckt. Um diese Jahreszeit sieht man sie hier im Garten leider überhaupt nicht mehr. Aber dort saßen Mama und Papa beide mit Insekten im Schnabel nebeneinander im Drahtzaun, da war uns klar, es wird gewartet, bis wir vorbei sind. Mit etwas Abstand konnten wir dann beobachten, wie beide anschließend im dichten Gierschbewuchs verschwanden und es war leises Babygezwitscher zu hören. Das Nest muss direkt auf dem Boden gelegen haben, nur durch Giersch und Wildwuchs versteckt. Buschwerk gab's nicht. Hab ich so auch zum ersten Mal gesehen. :heart:


RE: Flatternde Besucher - Gudrun - 02.06.19

(02.06.19, 16:43)Melly schrieb:  Schade, ich hätte den Kleinen beim Flüggewerden gern zugeschaut!

... vielleicht sind sie's schon.
Die erste Brut müsste doch durch sein ... oder?

Ich freue mich, dass offenbar Amseln überlebt haben, die ich vor 2 oder 3 Jahren beim
Nacktschneckenverzehr beobachten durfte.
Sehe immer wieder eine aus dem Beet hüpfen mit prall gefülltem Schnabel. Die kurze,
dicke Beute wird dann auf dem Rasen fachgerecht zu "Matsche" verarbeitet.


RE: Flatternde Besucher - Melly - 03.06.19

Die Meisen und Spatzen sind noch voll mit ihrer Brut beschäftigt, Amsel habe ich jetzt auch vor der Scheune beobachtet, die sammeln fleißig. Die saßen sonst immer im Kirschlorbeer, aber da hat es dieses Jahr auch die Spatzen hin verschlagen, die sich hier rasant vermehren. Bei den Amseln bin ich froh, dass die sich ein anderes Gebiet gesucht haben; letztes Jahr saßen die Ästlinge vor meiner Küchentür, auf der Treppe zum Garten, da mussten wir immer aufpassen wegen der Hunde. 

Was das leere Nest angeht, da befürchte ich, dass der Marder da zugeschlagen hat, heute Morgen haben wir direkt im Hof vor der Küche eine "Hinterlassenschaft" gefunden und heute Nacht ging dauernd das Licht draußen an und aus. Wir müssen mal die Kamera hinhängen, vielleicht ist das ja das Kerlchen, was hier in der Maurer rumgetobt ist im Frühjahr. GG's Auto wurde auch besucht, die Verkleidung der Motorhaube ist ziemlich zerfetzt. 

LG
Melly


RE: Flatternde Besucher - Melly - 03.06.19

(02.06.19, 18:22)vanda schrieb:  Wir haben gerade am Wochenende unterwegs auch ein Rotkehlchenpaar ganz zufällig beim Füttern entdeckt. Um diese Jahreszeit sieht man sie hier im Garten leider überhaupt nicht mehr. Aber dort saßen Mama und Papa beide mit Insekten im Schnabel nebeneinander im Drahtzaun, da war uns klar, es wird gewartet, bis wir vorbei sind. Mit etwas Abstand konnten wir dann beobachten, wie beide anschließend im dichten Gierschbewuchs verschwanden und es war leises Babygezwitscher zu hören. Das Nest muss direkt auf dem Boden gelegen haben, nur durch Giersch und Wildwuchs versteckt. Buschwerk gab's nicht. Hab ich so auch zum ersten Mal gesehen. :heart:

Da fragt man sich doch, wie die überleben können in Wald und Feld!
Als wir damals hierhin gezogen sind, es war Februar, saß ein kleines Rotkehlchen in der Forsythie und ließ sich auch durch mein Fotografieren nicht stören. Das war dann ab sofort "mein Rotkehlchen" wink, es kam jedes Jahr wieder (behaupte ich!). 
Aber letzten Winter habe ich erstmals junge Rotkehlchen hier am Futterhäuschen gesehen. Deshalb hat mich das auch so gefreut, als eines der Vögel aus der Mauer flog! Allerdings haben die Vogeleltern nicht mit dem Steinmarder gerechnet...

LG
Melly