Kraut und Rosen
Dusselige Fragen 2 - Druckversion

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RE: Dusselige Fragen 2 - Moonfall - 13.10.18

Hier fressen im späteren Winter die Vögel die Hagebutten. Ich vermute mal, dass die erst nach einigen Frostnächten weich genug werden.
Ab und zu keimt schon wo eine Wild(?)rose, aber im Vergleich zu den Hagebutten ist das sehr wenig.


RE: Dusselige Fragen 2 - Landfrau - 14.10.18

Zitat:irgendwie; keine Ahnung: plötzlich sind sie gut entwickelt da und machen mir das Ausbuddeln und Vernichten sehr schwer, auch weil sie zauberhaft blühen und wenig Stacheln haben. Ich muss da wohl schneller und härter werden...


:lol: :lol:  Nö, so ganz schnell geht das nicht. Junge Sämlinge lassen sich mit der Hand rausziehen  :whistling:  Vermutlich stehen sie bei dir in einer Ecke, wo du selten hinkommst? 
Gibt es irgendwo noch ein Foto von dieser "Heckenrose" ? Die "Wilden" sind meistens schon recht gut bestachelt, daher denke ich eher , dass da eine Unterlage ausgetrieben hat, die du dann mitgenommen hast. Da gibt es einige, die wenig bestachelt sind. 
Oder hast du die Rose mal bestimmen lassen?


RE: Dusselige Fragen 2 - Cornelssen - 14.10.18

smile , nee Landfrau, diese Rose habe ich nicht bestimmen lassen. Die Mama wuchs am Zaun des Mietgartens, der zu meiner Wohnung in Hannover gehörte und machte gerne lange Peitschen. Wir Mieter hatten im Haus dann die Idee, sie zum Bogen über den Zugang zu den Gärten hinterm Haus zu ziehen: so durfte sie sich etwas ausbreiten. Die Eigentümerin bestand dann darauf, dass ich alle Pflanzen, die ich im Garten eingebracht hatte, auch wieder rausnehme. Also habe ich Maurertuppen gekauft und sorgsam bepflanzt - nicht, dass sie mir unterstellt, ich hätte etwas mitgenommen, das ihr gehört. Das galt natürlich auch für die Erde, mit der ich die Tuppen gefüllt habe: die wurde ebenfalls gekauft. Das war 2006. Die Pflanzen wurden in den Tuppen überwintert, weil der "Garten" in Brandenburg - in der Umgebung "Brennnesselfarm" genannt, nicht vorrangig war: erst musste das Haus saniert werden. Wir hausten derweil in einer beheizten Baustelle: diese große Unbequemlichkeit war mehr als Anreiz, so zügig wie möglich das Haus wieder bewohnbar zu machen.

In 2007 bin ich dann im Frühjahr erblindet und musste mich zwei Operationen unterziehen. Bis ich wieder mit beiden Augen gucken konnte und nicht nur das Ziel im Auge (!) hatte, neben dem inzwischen benutzbaren OG auch das Erdgeschoss (und besonders die Küche) bewohnbar zu machen, war das Röslein in einem Kasten schon etwas größer als  gerade mal eben zum nebenbei Rausziehen, was damals aber noch einfach möglich gewesen wäre - und hat mich irgendwie tief gerührt: es blieb, denn der Garten war groß genug, um eine solche Pflanze zu beherbergen, sofern es gelingen würde, die Brennnesseln in Schach zu halten (bzw. unter Kontrolle zu bringen. Mein Sohn und ich hatten uns fest vorgenommen - und daran gehalten - jeden Tag mindestens 1 qm Boden durchzuarbeiten und auch die tiefgehenden Pfahlwurzeln auszugraben: es wurde langsam - mit viel Pappkarton-Abdeckung (vom Umzug fielen täglich Kartons an wenn wir ein bewohnbar gewordenes Stück Raum im Haus bestückten) und zuweilen auch durch das Verbrennen von Gartenabfall genau da, wo die Nesseln besonders hartnäckig waren. Das "Röslein" habe ich dann da gepflanzt, wo es galt, den vom völlig desinteressierten Nachbarn herüberwuchernden Hartriegel einzudämmen/ihm das Licht zu nehmen. Die Stelle mag es - und wenn ich es nicht regelmäßig kürzen würde, wäre es längst meterhoch in dieses Nachbarn ungepflegtes Baumgestrüpp hineingewuchert: es sieht aus wie die Mama und kann nur ein Sämling sein, was sich auch daraus erklärt, dass die Tuppen sich ab Mai 2006 in Hannover am Gartenzaun sammelten und die letzten erst im September abtransportiert wurden - mit der letzten Umzugsladung. Da war noch nichts von Röslein zu sehen...

In Zukunft muss ich halt genauer hinschauen: die drei großen Büsche stehen sauber über das Areal so verteilt, dass ich fast täglich dran vorbeikomme und dank unerbetener Streicheleinheiten daran erinnert werde, dass ich sie mal wieder zurückschneiden müsste. Der vierte Strauch hat sich wahrscheinlich aus einem Zweig entwickelt, den ich im Zuge des Versuchs, eine gemischte Hecke am Westzaun (zum Griechen hin) zu ziehen, auch in den Boden gesteckt habe. Der sah später braun und tot aus. Also habe ich da eine stark reduzierte Discounterrose hingesetzt und den Stecken rausgezogen. Die Edelrose hatte Probleme sich zu entwickeln. Zwei Monate später kam da der besagte vierte Strauch hoch. Dass sich da zwei Rosen Konkurrenz machen, habe ich bei der großen Hitze dieses Sommers in der Knallsonne nicht entdeckt: Tröpfelschlauch angeschlossen und bloß weg aus der Hitze. Gesehen habe ich es Ende August. Vermutlich werde ich die Edelrose da rausnehmen und umpflanzen: die hat einen besseren Platz verdient. Strauch zwei und drei waren ungepflanzt plötzlich da: der eine bei der Händel am Südzaun, der andere zwischen Buchs und Erdbeeren bei der Ghislaine im oberen Garten: die siedeln sich immer so an, dass man sie erst nicht sieht, danach anfangs denkt, da komme ein Ausläufer - und dann sind sie da und geben ihre Identität preis:   :tongue1: .

Sicher ist: ich kenne sie vom Gartenzaun in Hannover. Von da sind sie mitgekommen. Sicher ist auch: sie sind wurzelecht und streben mit langen Peitschen in die Höhe, wobei sie reich und bezaubernd rosa blühen und später strahlend rote Bilderbuch-Hagebutten bilden - wenn man sie lässt. Ausläufer machen sie eigentlich nicht, - jedenfalls habe ich noch keine entdeckt, aber sie versamen sich offenbar ganz gerne - und wenn ich im Frühjahr die Kleinchen erwische, dann greife ich inzwischen auch unbarmherzig zu - aber erstmal muss ich sie erwischen, müsste ich ...

Inse


RE: Dusselige Fragen 2 - Cornelssen - 24.10.18

Schon wieder ich mit einer Frage:

Im Hof hatte ich im ersten Sommer den scheußlichen Anblick der (unverputzten) Wand der benachbarten Kneipe mit der Pflanzung eines Wilden Weins entschärft. Dann stellte sich heraus, dass unterm Dach des Kneipengebäudes Fledermäuse wohnen und der Wein sie zunehmend behindert. Da das Zeugs sehr schnell wächst, musste ich fortan im Sommer mehrmals die Wand frei schneiden: zunehmend lästig, vor allem, weil der Verschnitt erst mal gut abtrocknen muss, damit der Wein nicht auf dem Kompost neu wurzelt und dort weiter wuchert. Ich habe ihn jetzt komplett runtergeschnitten, zwicke alle Neutriebe ab und möchte die Wurzel gerne so weit wie möglich entfernen. Das macht aber Probleme:
1. die Wurzel hat sich fest an die Wand des Gebäudes gedrückt, ich muss sie von vorne angehen.
2. die Wurzel ist - nach 12 Jahren - tief im Boden und oberirdisch recht groß und fest. Der unbebaute Schlitz zwischen Gebäude und Fußweg: knapp 20cm breit.

Wie kriege ich das Teil am besten (und schulterschonend) 1. von der fremden Wand ab und 2. aus dem Boden raus? Viel Kraft habe ich leider nicht mehr, aber eine gute Bohrmaschine incl. Meißel.

Inse


RE: Dusselige Fragen 2 - Brigitte - 26.10.18

Wieso willst du die Wurzel arbeitsaufwändig entfernen?
Wenn du die Pflanze schon ebenerdig abgeschnitten hast, muß du doch nur noch eine Gewohnheit draus machen, täglich mal hinzugehen und alle sich neu zeigenden Knospen/Austriebe abknipsen.
Dann geht der Wein irgendwann ein und die Wurzeln verrotten.
Das ist zwar keine elegante Lösung, aber bei weitem die bequemste und  gärtnerschonendste. wink

Ich mache mir die Arbeit des Wurzelausbuddelns schon lange nicht mehr.
Am schnellsten wird man wüchsige Pflanzen los (bei Wildrose und Liguster hat das gut geklappt), wenn man sie bodennah kappt und dann die Stümpfe so weit wie möglich beschädigt. Ich habe die dicken Teile von oben angebohrt, wo das nicht ging, mit der Axt reingehauen. Wo der Platz es zuließ, habe ich frischen Kompost mit Wasser verrührt und diese Brühe über die Strünke gegossen, dann mit halbverottetem Grünzeug und frischen Grasschnitt abgedeckt und einen dunklen Pott drübergestülpt. Hat schnell gewirkt.
Bei dir an der Wand ist vermutlich kein Platz für so einen kleinen Minikompost. :undecided:


RE: Dusselige Fragen 2 - Cornelssen - 26.10.18

Danke für den Vorschlag, Brigitte. Das ist definitiv eine Option, auch wenn sie zeitaufwändig ist. Ich möchte die Ecke nämlich gerne neu begrünen: mit einer Staudenwicke - oder zwei. U.a. deshalb soll die Wurzel weg. Außerdem hat sich da in der Nähe eine Malva silvestris angesiedelt, die aber bislang von der Wurzel weg wächst: Malva silvestris ist eine der wenigen Heilpflanzen, mit der man Viren entgegenwirken kann - und deshalb besonders wertvoll bei Erkältungskrankheiten. Ich will versuchen, sie dazu zu überreden, statt auf dem Weg herum zu kriechen, ein bißchen an der Wand zu wandern... Sie mags aber offenbar nicht so knallsonnig, deshalb soll ein bißchen was davor: eine Staudenwicke z.B. Die klettert sicher nicht bis zu den Fledermäusen, fängt aber etwas Sonne ab...

Die Idee mit der Axt hatte ich auch schon: muss sie aber erst mal scharf schleifen - wenn mal nichts Dringenderes anliegt... Vermutlich ist es ein Anfang, wenn man erst mal einen alten Blumenkasten drüber stülpt. Das werde ich morgen in Angriff nehmen. Danke für die Anregung!

Inse


RE: Dusselige Fragen 2 - Brigitte - 26.10.18

Also, wenn ich mir das richtig vorstelle, ist da nicht viel Platz und sowohl Wand als auch Wegeplatten ganz dicht dran. Da könnte auch eine frisch geschliffene Axt ganz schnell wieder stumpf werden. wink 
Unter beengten Verhältnissen stelle ich es mir einfacher vor, Löcher senkrecht in den Weinwurzelstumpf zu bohren.
Oder du nimmst einen (alten) Stechbeitel und nen Hammer. Damit würde zumindest ich die Wurzel sicherer treffen als mit der Axt. :laugh:


RE: Dusselige Fragen 2 - Cornelssen - 26.10.18

Du stellst Dir das offenbar ziemlich gut vor. Aber mit dem Stechbeitel komme ich da erst weiter, wenn ich den größten Bollen weg habe. Bohren kann ich sinnvoll, wenn eine Fläche da ist. Jetzt dürfte ich mit einem langen Bohrer bestenfalls nur abrutschen - und mir mit einem kurzen Bohrer einen Hexenschuss holen. Die Wurzel treibt übrigens schon wieder aus: mindestens alle drei Tage gehe ich da rupfen... Notfalls klemme ich eine längere schwarze Folie über das Teil und beschwere die mit etlichen Feldsteinen, bevor ich da "gründlich" werde. Mal sehen. Morgen ist auch noch ein Tag...

Inse


RE: Dusselige Fragen 2 - Moonfall - 26.10.18

Kannst nicht ein Foto machen? Ich kann mir schwer vorstellen, welch dicke Wurzel wilder Wein bei dir macht.
Hier wächst wilder Wein seit Jahren am Nachbargebäude hoch, da konnte ich bisher noch immer mit einer Astschere ungewolltes entfernen. 
Im neuen Garten wächst der Efeu sogar in die Wiese, mit ca. daumendicken Wurzeln. Die schneide ich beim Graben von Pflanzlöchern auch mit der Astschere durch. - Ist in deinem Fall natürlich mühsam, wenn du die Wurzeln ganz entfernen willst. Aber man kann sie ja in Etappen schneiden, immer ein Stück graben und dann wieder schnipp! Notfalls mit einer Astsäge.


RE: Dusselige Fragen 2 - Cornelssen - 26.10.18

Nee, Foto ist nicht, weil ich auf diesem langzeit-geliehenen Laptop keine passende Software drauf habe und mein Sohn bis zur Halskrause in Arbeit steckt: hat keine Zeit, mir dieses Teil besser einzurichten...

Die Wurzel ist nach oben gewachsen, an die Mauer des Nachbarhauses angequetscht und ca 30cm lang, an der Spitze gut 20cm hoch und an der breitesten oberirdischen Stelle ca 15 cm dick (am Boden). Anderswo habe ich den wilden Wein so erlebt, dass man die Wurzel mit einer normalen Gartenschere abschneiden konnte - aber da nicht... sad . Man kann da auch nur ganz schwer irgendwo ansetzen. Die ist sehr gedrungen und kompakt gewachsen.

Inse