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RE: Politik-Bude - Cornelssen - 15.09.19

"Sollten die Wählerinnen und Wähler bei der nächsten BTW tatsächlich einer schwarz-grünen/grün-schwarzen den Regierungsauftrag erteilen, haben wir ein Problem. Die Schnittmengen sind klein und werden durch guten Willen nicht größer. Das könnte  die Ränder eher stärken als schwächen. Seht ihr das anders? "

Das sehe ich etwas anders: die Schnittmengen setzen sich zusammen aus dem, was auf Basis der Parteiideologie angestrebt wird und dem, was ekelhafter Weise die reale Situation erfordert: da müssen Antworten gefunden werden zu Themen, die keine Schnittmenge mit der jeweils speziellen Parteiideologie haben: sie sind aber da und wer seine Flucht dann nicht in alternativen Fakten sucht, muss sich der Lösung dieser Probleme stellen. Flächendeckend kaputte Schulklos gehören da ebenso dazu, wie Fachkräftemangel - nur als zwei Beispiele. Dieses Gemisch produziert dann eine neue Schnittmenge, die ganz pragmatisch zu Zieldefinitionen führt, die als To-Do-Liste Ergebnis von Koalitionsverhandlungen wird und abzuarbeiten ist. Wenn die Ziele richtig definiert sind, klappt das auch - ganz pragmatisch.

Mit Hitzköpfen klappt das nicht. Da gilt dann, - Landfrau, Du hast Deinen Eucken auch gelesen - dass politische Extreme sich an den Enden berühren: so landete der ehemals ultralinke Mahler bei der NPD und in gewisser Weise auch England in dem Brexitgehabe, das wir derzeit erleben. Fazit: es kommt sehr auf die Persönlichkeiten an, die zum Zeitpunkt der BTW das Sagen haben, die Parteizugehörigkeit als solche ist da schon etwas zweitrangig...

Inse


RE: Politik-Bude - Julius - 15.09.19

(15.09.19, 19:38)OLandfrau schrieb:  
Zitat:Darüber sinniere ich gerade so rum, wie kann sich sowas nur so schnell so gravierend ändern?

Und liebe Julius, hast du Erkenntnisse finden können?
Ich muss leider passen,  könnte bestenfalls persönlich gefühlte Bruchstücke liefern .


Und jetzt kommt von mir die ultimative Antwort?  Angel2 :laugh:  

Nein, natürlich nicht. Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr drängt sich mir der Begriff „Ohnmacht“ auf. Und wenn Menschen das Gefühl haben, sie wären allem und jedem hilflos ausgeliefert, neigen sie halt dazu sich einen starken Anführer zu suchen, der diesen Zustand vermeintlich beenden kann. Komplexe Antworten sind da eher wenig gefragt. Es ist im Grunde ja nicht mal unverständlich, so theoretisch, nur die Praxis ist halt gerade mega gruselig. 

Vermutlich werden wir in der Retrospektive erst erfahren, was dazu geführt hat, dass - so, wie eben in jedem Geschichtsbuch steht, dass diese und jene Entwicklung aus diesen und jenen Gründen entstand ... nur, ist das nicht auch nur einfach eine simplifizierte Antwort auf viel zu komplexe Vorgänge?  :noidea:


RE: Politik-Bude - Gudrun - 21.09.19

(15.09.19, 22:39)Julius schrieb:  Vermutlich werden wir in der Retrospektive erst erfahren, was dazu geführt hat, dass - so, wie eben in jedem Geschichtsbuch steht, dass diese und jene Entwicklung aus diesen und jenen Gründen entstand ... nur, ist das nicht auch nur einfach eine simplifizierte Antwort auf viel zu komplexe Vorgänge?  :noidea:

Hab' ja lange gehadert mit dem Begriff  Lügenpresse

Aber manchmal fragt frau sich - was geht eigentlich ab in unserer Demokratie?

Dann stieß ich noch auf  diesen Artikel

unnu bin ich platt, denn "Wissenschaftsgläubigkeit ist fatal".
 
Merke: es braucht keinen Trampel Trump oder Alice Weiden


RE: Politik-Bude - Brigitte - 23.09.19

Im Blog Quantanquark beschäftigt sich der Autor Hümmler mit den neuesten "Erkenntnissen" zum 11. September.
https://quantenquark.com/blog/2019/09/19/alle-paar-jahre-gruesst-das-11-september-murmeltier/
Der Herr Ganser stellt ja neuerdings nicht nur interessante Fragen, sondern behauptet mittlerweile klipp und klar, WTC7 sei gesprengt worden.
Er begründet dies mit der Studie von Leroy Hulsey.
Hümmlers Ausführungen dazu lassen allerdings leichte Zweifel an Ganser Zurechnungsfähigkeit aufkommen. :crazy:


RE: Politik-Bude - Gudrun - 07.10.19

... aus Anlass der Zeit zwischen 3. Oktober und 9. November schreibe ich hier auf, was für ein Buch
mir letzte Woche auf einem Grabbeltisch in die Hände geriet.

MACHANDEL

... ein Roman (nicht nur) über die DDR und wie sie unterging aus unterschiedlichen Perspektiven von ca 1930 bis 1989.
Hat mich noch mehr berührt als der Roman von Dörte Hansen: ALTES  LAND ( Empfehlung von paradoxa )


RE: Politik-Bude - paradoxa - 07.10.19

(07.10.19, 15:28)Gudrun schrieb:  ... aus Anlass der Zeit zwischen 3. Oktober und 9. November schreibe ich hier auf, was für ein Buch
mir letzte Woche auf einem Grabbeltisch in die Hände geriet.

MACHANDEL

... ein Roman (nicht nur) über die DDR und wie sie unterging aus unterschiedlichen Perspektiven von ca 1930 bis 1989.
Hat mich noch mehr berührt als der Roman von Dörte Hansen: ALTES  LAND ( Empfehlung von paradoxa )

Regina Scheer sagt mir (bisher) nichts.
Hab mal nachgelesen; klingt interessant, Gudrun.
Danke!

Werde mich auf die Suche machen. Muss morgen eh in die große Stadt.

Lese gerade "Die Geschichte" des Wassers" und bin so etwas von enttäuscht :thumbdown:

paradoxa


RE: Politik-Bude - Gudrun - 27.10.19

... quäle mich grade wieder durch den Tellkamp -Turm. Mal sehen, wann ich aufgebe ... danke für den Tipp, paradoxa!
Schwieso sah den Band hier rumliegen und meinte: "vielleicht ist deine Geduld ja größer als meine "

Das Thüringer Wahlergebnis von heute macht mich ähnlich ratlos wie die Offiziösen im Fänsehn.

Scheint, als habe ein Westgewerkschafter als Ministerpräsident die LINKEN dort gesellschaftsfähig gehalten.

Ziemlich ratlos scheinen mir die Einlassungen der Mitteparteien ... der Trend gehe zu den Rändern

Bei der SPD habe ich ja schon alle Hoffnung aufgegeben, zu ihren Wurzeln zurückzufinden.
Ob's bei der CDU  Lernprozesse geben wird?

War ja selbst alimentierte Landesbeamtin mit sehr genauen Vorschriften, was in dieser Funktion zu beachten sei.
In meiner Anfangszeit wurden viele Kollegen nicht beamtet, weil sie z.B. in der kommunistischen Partei Mitglied waren.
Selbst Postboten mit dieser Parteizugehörigkeit wurden dunnemals nicht beamtet.

Mir ist unerfindlich, wie ein vom Verfassungsschutz beobachteter beamteter Geschichtslehrer nicht aus dem
Beamtenverhältnis entlassen wird, der sich als bekennender Nationalsozialist outet.


RE: Politik-Bude - Brigitte - 28.10.19

Es wäre ihm wohl nur recht, wenn er aus dem Beamtenverhältnis entlassen würde.
Dann könnte dieser Faschist sich mal wieder so richtig in seiner Opfer-Rolle suhlen.

Was mir unerfindlich ist, ist wie man immer noch denken kann, Faschisten würden sich für die Belange und Sorgen des "kleinen Mannes" interessieren. Nichts liegt denen ferner. Ein Blick auf andere Länder macht das doch täglich überdeutlich. Oder man hört einfach mal zu, was die Rechten hierzulande so von sich geben (Kleines Beispiel Fr.Weidel: Abschaffung der Pendlerpauschale fände sie gut).


RE: Politik-Bude - Brigitte - 30.10.19

Frau Weidel rastet aus. Warum? Wegen eines Mißverständnisses.
Diesmal macht sie einen Sympatisanten der AfD zum Gegner.

Nachzulesen ist diese kleine Geschichte hier:
https://www.volksverpetzer.de/bericht/weidel-rastet-aus/

Fazit:"An diesem kleinen Beispiel kann man exzellent erkennen, wie Faschismus funktioniert.
...
EinE FührerIn wie Frau Weidel zeigt auf einen Menschen, macht ihn zum “Mann mit Pferdeschwanz” und gibt ihn der eigenen Anhängerschaft zum Abschuss frei. Dabei spielt keine Rolle, was er getan hat oder wer er ist. Ohne zu Zögern fangen die Anhänger an, ihn zu hassen.
...
Sie hinterfragen nicht, ob Frau Weidel richtig lag oder nicht, sie fangen sogleich an, verbal auf ihn einzutreten, wie man erschreckend in den Kommentarspalten sehen kann. Er, eigentlich AfD-Sympathisant, ist plötzlich grundlos zum Hassobjekt geworden.
...
Doch was in Wahrheit enthüllt wurde: Wie die Methode der Spaltung und des Hasses in der AfD funktioniert. Völlig grundlos zum Ziel gemacht zu werden, ist die Methode der AfD.

Vielleicht versteht der Mann jetzt, wie sich Andersdenkende, Migranten (oder welche, die man dafür hält), Frauen und Homosexuelle fühlen, wenn die AfD gegen sie hetzt."

Letzteres bezweifle ich leider.  :crying:


RE: Politik-Bude - Landfrau - 30.10.19

Das  Wahlergebnis in Thüringen lässt auch mich natürlich sehr ratlos zurück. Da ich im Osten lebe, sehe ich einige Dinge vielleicht etwas anders .
Dieser Artikel in der Zeit hat mich entsetzt, Landtagswahlen 
Ich könnte viele Sätze daraus zitieren, die ich vollkommen daneben finde. Ich habe mich für diesen entschieden:

Zitat:Der Kampf um den Osten wäre entschieden,

Hat sich der Autor in der Zeit vertan?   :devil:
Zuwanderung aus dem Westen wäre dringend notwendig , damit der Osten "auf Linie" gebracht wird.  :w00t:  Aha, nennt man das Demokratie?