Kraut und Rosen
Austin-Rosen - Druckversion

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RE: Austin-Rosen - Raphaela - 13.10.15

Hört sich nach Vergreisung an und dann ist es ganz normal, daß solche überalterten ("gräulichen") Triebe irgendwann nicht mehr versorgt werden und absterben.

Pilzinfektionen treten da am häufigsten auf wo nicht genug Luft an die Pflanzen kommt, z. B. weil Stauden zu dicht dran wachsen (oder zeitweise sogar in die Rosen hinein). - Das seh ich hier im Park auch sehr deutlich (weshalb die Stauden jetzt nochmal HEFTIG reduziert weden).


RE: Austin-Rosen - Moonfall - 13.10.15

Ach, du meinst Vergreisung? Das hätte ich nicht erwartet, ich habe sie 2007 gepflanzt, ist das schon ein Greisenalter? :laugh:
Dann könnte ich ja hoffen, dass sie wieder buschiger wird. Sie wirkt allerdings insgesamt weniger vital, auch was die späteren Blüten betrifft.

Ich hatte mal in einem Austin Katalog oder anderem Text gelesen, dass sie den Ersatz von Rosen nach einigen Jahren (10?) empfehlen, weil Rosen nicht ewig halten. Der Zeitraum schien mir kurz. Ich rätselte schon, ob man die Rosen auf schwache Unterlagen veredelt, um mehr Folgegeschäft zu machen. ?? :devil:


RE: Austin-Rosen - Raphaela - 13.10.15

Neeeeeiiiiin! - Bitte NICHT die ganze Rose rausreißen: Wenn du im Frühling die überalterten Triebe bodeneben rausschneidest (ein paar jüngere wird sie ja wohl haben?), dann treibt sie wieder durch und erholt sich auch.

Man schneidet (je nach Sorte) spätestens alle drei, vier Jahre im Frühling die ältesten Triebe (komplett) raus, das schafft Platz für neue Basistriebe und regt deren Bildung an.

Vergreiste Triebe sind nicht mehr biegsam, bekommen dann bei Sturm und/oder Frost schnell kleine Risse/Verletzungen, die dann Einfallstore für Frostschäden und/oder Krankheitserreger werden. Je stärker sie verholzen desto schwieriger wird auch der Saftfluß nach oben, mit dem Ergebnis, daß die Versorgung mit Nährstoffen und Wasser nicht mehr so gut funktioniert.

Ein Erkennungszeichen dafür sind absterbende und/oder mickernde Nebentriebe, kleinere oder weniger Blüten daran, größere Krankheitsanfälligkeit des Laubs, oft ist es auch nicht richtig ausgefärbt, sondern wirkt gelblich und kümmerlich.

Wenn die Veredelungsstelle tief genug unter Erdniveau ist bilden sich auch genug Neutriebe daraus. Mit denen wird dein Tradescant dann auch wieder richtig prächtigYes


RE: Austin-Rosen - Duftsteinrich - 13.10.15

Ich schleiche in unserem Baumarkt immer um reduzierte Falstaff Hochstämme rum...die Blüten sind ja wunderschön.Könnt ihr euch die Rose als Hochstämme vortellen? Oder macht er zu krakige Triebe?

Ach so.zum Frische Wäsche Duft von Alnwick Castlesmile Nee,ich finde nicht,das sie nach Waschpulver riecht,sondern irgendwie...so frisch! So wie frische weiße Wäsche,hach,schwierig zu beschreiben.
Duftwahrnehmung ist so unterschiedlich,oder?


RE: Austin-Rosen - Moonfall - 13.10.15

(13.10.15, 19:15)Raphaela schrieb:  Neeeeeiiiiin! - Bitte NICHT die ganze Rose rausreißen: Wenn du im Frühling die überalterten Triebe bodeneben rausschneidest (ein paar jüngere wird sie ja wohl haben?), dann treibt sie wieder durch und erholt sich auch.
:huh: Habe ich doch gar nicht gesagt, dass ich sie rausreisse. Die abgestorbenen Triebe sind schon abgeschnitten, das war der überalterte.
Aber danke für deine Erklärung, da werde ich mal alle Rosen kritischer daraufhin beäugen. Mit Verjüngen habe ich mich bisher nur mit Schneewittchen beschäftigt, die ist aber schon geschätzte 20 Jahre alt.

Die Austins scheinen mir nicht grad einheitlich im Wachstum und Schnittbedarf. Bei Alan Titchmarsh und The Alnwick Rose muß ich kräftig auslichten, sie bilden sonst zu viele Triebe und stehen sich selbst im Weg. Graham Thomas wiederum ist schmal und schon überaltet, treibt aber nur spärlich aus, da bin ich vorsichtig mit Rückschnitt. Heritage zeigt leichter Frostschäden und braucht vorsichtigen Schnitt. Und Radio Times habe ich schon 15 Jahre, sogar übersiedelt, die ist fit wie ein Turnschuh.




RE: Austin-Rosen - Moonfall - 13.10.15

(13.10.15, 19:22)Duftsteinrich schrieb:  Ich schleiche in unserem Baumarkt immer um reduzierte Falstaff Hochstämme rum...die Blüten sind ja wunderschön.Könnt ihr euch die Rose als Hochstämme vortellen? Oder macht er zu krakige Triebe?

Ach so.zum Frische Wäsche Duft von Alnwick Castlesmile Nee,ich finde nicht,das sie nach Waschpulver riecht,sondern irgendwie...so frisch! So wie frische weiße Wäsche,hach,schwierig zu beschreiben.
Duftwahrnehmung ist so unterschiedlich,oder?
Als Hochstämme finde ich Rosen mit kleineren Blüten und biegsameren Trieben schöner. Aber wenn sie dir gefällt, kannst du ja testen. tongue
An der Alnwick Rose habe ich neulich wegen eurer Beschreibungen geschnuppert. Die finde ich fruchtig, kann mich nicht entscheiden, ob das Pfirsiche oder Beeren sind. :rolleyes:




RE: Austin-Rosen - Gerardo - 14.10.15

(13.10.15, 19:37)Moonfall schrieb:  Mit Verjüngen habe ich mich bisher nur mit Schneewittchen beschäftigt, die ist aber schon geschätzte 20 Jahre alt.

Zuerst mal herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort zu "Tradescant'. Hab sie heute bei eBay beim Enkel des bekannten Rosenvermehrers in Bad Langensalza über eBay für 2,50 ersteigert und bin jetzt mal gespannt , wie sich Tradescant bei mir im Garten macht. Ich will Tradescant wegen der dunkelroten Farbe eher halbschattig pflanzen und, wie die meisten Austins, möglichst immer gut füttern.
Es gibt tatsächlich eine Aussage von Austin, dass die Rosen nach 10 Jahren erneuert werden sollten, beziehungsweise, dass manche Austin-Sorten nach 10 Jahren ihr zeitliches gesegnet hätten. Aus eigener Erfahrung befürchte ich, dass diese Aussage bei manchen Austin-Rosensorten tatsächlich zutrifft. Eine Spezialistin für Austin-Rosen, welche in Graz gärtnert, hat Erfahrungswerte gesammelt mit Austin-Rosen aus deutscher und englischer Vermehrung. Die in England gekauften und in England veredelten wachsen nachweislich besser wie die Austins aus deutscher Vermehrung. Also müssen unterschiedliche Unterlagen zum Einsatz kommen.

Jetzt noch meine Frage zum Verjüngen von Schneewittchen. Mein ca. 2,5 m hohes Schneewittchen wächst nicht mehr gut. Verträgt diese Rose einen radikalen Rückschnitt oder wie sind Deine Erfahrungen mit dem Verjüngen von Schneewittchen? Passt ja eigentlich nicht hier rein zu den Austin-Rosen. Kannst auch im Kaffee zu Schneewittchen antworten.




RE: Austin-Rosen - Moonfall - 14.10.15

Gerardo, ein kleiner Nebensatz wird doch erlaubt sein. wink Ich habe bei Schneewittchen keinen radikalen Schnitt gewagt, nur 1-2 Triebe bodennah entfernt oder auf ein tiefes Auge verjüngt. Im nächsten Frühling dann einen anderen...

Toi, toi, toi für Tradescant. Hier steht sie übrigens in voller Sonne, das scheint die Blüten nicht zu verbrennen.
Danke für deine Erklärung zu Austin-Unterlagen, den Unterschied zw. englischen und t. Unterlagen kannte ich nicht. Interessant, dass die englischen länger halten, wenn doch Austin selbst von der begrenzten Lebensdauer von 10 Jahren spricht. :rolleyes:

Welche Sorten haben bei dir schon nach 10 Jahren w.o. gegeben?


RE: Austin-Rosen - greta - 14.10.15

Gerardo, unter welchem Namen bietet denn der Enkel von Hr.W. bei ebay an ?
Hab ich scheinbar verpaßt, schaue da nie nach Rosen.


RE: Austin-Rosen - Raphaela - 14.10.15

"Habe ich doch gar nicht gesagt, dass ich sie rausreisse" - Uff! ;-)

Gerardo, es handelt sich nicht um den Enkel sondern den Neffen des "bekannten Rosenvermehrers in Bad Langensalza". Zumindest, wenn wir denselben jungen Mann meinen (D J-W) und denselben Rosenvermehrer (MW). MW hat keine (zumindest mir bekannten ;-)) Kinder und von daher wohl auch Schwierigkeiten, Enkel zu bekommen.

Meine Erfahrung ist, daß sich besonders Austin Rosen sehr viel besser entwickeln, wenn sie auf eigenen Wurzeln wachsen. In einigermaßen tauglichem Boden (nicht zu sandig, nicht zu tonig) ist das bei ausreichend tiefer Pflanzung meist schon nach ca. zwei, drei Jahren (bei manchen,wie z. B. Geoff Hamilton, auch schneller) der Fall. Über Unterlagen braucht man sich dann keine Gedanken mehr zu machen.

Schneewittchen ist eine von Austin senior oft verwendete Mutterpflanze für seine Züchtungen gewesen, von daher passt sie in diesen Kontext ganz prima.

Zum Schnitt: Schneewittchen ist eine Sorte, die von starkem Schnitt profitiert. Meine werden im Frühjahr auf ca. die Hälfte zurückgeschnitten, alle dünnen und überalterten Triebe kommen bodeneben raus.
Nach der ersten Blüte schneide ich sie nochmal um ca. ein Drittel zurück.
Das bekommt Pflanzen dieser Sorte sehr gut.