22.06.14, 01:57
(21.06.14, 13:55)Melly schrieb: Wir teilen Deinen Frust, Lilli!
drum hab ich das nicht unter „Rehe“ geschrieben. Geteilter Frust ...
Tja, Franz, meine Reihenfolge ist leider die umgekehrte. Im alten Garten, der wild, aber nicht in der Wildnis war, kannte ich solche Groß-malheurs nicht, außer dem üblichen, was es immer mal gibt.
Ich mach‘s auch so, Erdling, dass ich immer mehr anbaue als ich brauche. Bisher hat das auch geklappt, aber bei den Rehen hilft‘s nix. Mais hab ich nach der Erfahrung im letzten Herbst schon verbannt, Erbsen holt mir der Eichelhäher zielsicher aus der Erde, die also auch nicht mehr. Aber ich will jetzt nicht auf alles verzichten.
Ein Zaun geht hier nicht. Hätt ich das gewusst, hätte ich am Anfang alles anders geplant, aber das geht jetzt nicht mehr. Die Höhe von normalen Weidezäunen hilft eh nicht, ich seh ja, wie sie locker über den Zaun von der Kuhweide springen.
Ich lasse schon um jedes Beet einen „Naturzaun“ wachsen, also was hier so wächst, der derzeit höchste besteht aus Rainfarn, Seifenkraut und Brennesseln. Ist allerdings eine zweischneidige Sache, denn diese Zäune machen meist auch vor dem Beet nicht halt und sie halten den gängigen ästhetischen Vorstellungen von Gemüsebeeten auch nicht unbedingt stand.
Nach dem Unwetter musste ich diese Zäune bei den beiden betroffenen Beeten abschneiden, weil alles hineingekippt war - und schon war‘s passiert. Der um das Gründüngunsbeet steht noch, aber da kam der Feind dann von unten.
Er hilft aber trotzdem noch. Denn bei einer Tomate stand noch ein Baumspinat. Der wurde jetzt auch gefressen. Die Baumspinate im Gründüngungsbeet stehen aber noch.
Dein Tischbeet, Brigitte, fand ich zwar immer reizvoll, aber ich müsste es so hoch bauen, dass ich selber nicht mehr drankäme. Einen sicheren Platz gibt es nicht mehr, die Rehe kommen inzwischen bis ans Haus.
Über CD‘s Plastikbänder und so werde ich mal nachdenken.
Bei den Rosen, Ranunkel, hatten sie bisher nur die Wildrosen bis zu ihrer Fraßhöhe gefressen. Die sind aber viel höher und haben trotzdem schön geblüht. Im Hausgarten ist das leider anders und da gibt‘s jetzt auch schon Rosen-Probleme.
Ja, in der Natur zu leben, ist zwar schön, aber so viel „Natur“ ist in der Umgebung gar nicht, nur Weiden und Äcker. Die echte Natur und Wildnis gibt‘s nur bei uns, drum kommen sie ja alle her.
Ach ja, heute war bei den wuchernden Kürbissen im Hochbeet die stärkste Ranke welk - der Dachs hat wieder darin gewühlt. Und im gejäteten Teil vom Kräuterbeet, weshalb ich den Rest erstmal nicht jäte.
Liebe Grüße und danke für Euern Zuspruch,
Lilli
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen

