18.04.15, 10:31
Wie ich - als Neu-Jungimker - gelernt habe, kommt man gar nicht drumrum, den Bienen Honig zu entnehmen, wenn man die Völker gesund haben will. Die Bienen sind, ähnlich wie die Kühe, auf Hochleistung gezüchtet und wollen sammeln und sammeln und sammeln. Läßt man den Honig drin, werden sie faul, weil die Vorratskammern voll sind und die Königin legt automatisch weniger Eier, ist ja kein Bedarf an neuen Bienen, wenn alles dicht ist. Schlecht für die Volksgesundheit. Zum anderen wird der Rapshonig, der bei uns ja aufgrund der großen Anbauflächen dominiert, innerhalb kürzester Zeit steinhart, die Bienen könnten den im Winter gar nicht mehr verwerten. Hatten wir auch schon, dass Bienen auf den vollen Waben verhungert sind, einfach, weil sie das harte Zeug nicht aufnehmen können.
Wäre die Landschaft (und die Gärten) Bienenfreundlicher, müsste man nicht soviel einfüttern, Waben mit Honig wird wohl jeder Imker hängen lassen. Aber woher sollen die Bienen im Sommer/Frühherbst noch Nahrung herbringen? Von den paar Asterstöcken in vereinzelten Gärten wird ein prächtiges Volk den Winter über nicht satt. Zudem ist Zuckerwasser schnell verfügbar, das müssen die Bienen nicht groß umarbeiten.
Auf dem Honig steht meines Wissens nach schon, wo er her kommt. Meist steht drauf: "aus EU und Nicht-EU-Länder" d.h. da ist alles mögliche drin.
Wenn Du für ein 500g-Glas Honig vom richtigen Imker weniger wie 5 Euro bezahlen musst, schätzt der Imker meines Erachtens nach die Arbeit der Biene nicht. Schau Dir eine Biene an und überleg Dir, wie groß der Honigmagen einer Biene sein kann und schätze dann mal, wie oft so ein Bienchen ausfliegen muss, oft bis zu drei Kilometern weit, um auch nur ein Glas Honig zu füllen!
Wäre die Landschaft (und die Gärten) Bienenfreundlicher, müsste man nicht soviel einfüttern, Waben mit Honig wird wohl jeder Imker hängen lassen. Aber woher sollen die Bienen im Sommer/Frühherbst noch Nahrung herbringen? Von den paar Asterstöcken in vereinzelten Gärten wird ein prächtiges Volk den Winter über nicht satt. Zudem ist Zuckerwasser schnell verfügbar, das müssen die Bienen nicht groß umarbeiten.
Auf dem Honig steht meines Wissens nach schon, wo er her kommt. Meist steht drauf: "aus EU und Nicht-EU-Länder" d.h. da ist alles mögliche drin.
Wenn Du für ein 500g-Glas Honig vom richtigen Imker weniger wie 5 Euro bezahlen musst, schätzt der Imker meines Erachtens nach die Arbeit der Biene nicht. Schau Dir eine Biene an und überleg Dir, wie groß der Honigmagen einer Biene sein kann und schätze dann mal, wie oft so ein Bienchen ausfliegen muss, oft bis zu drei Kilometern weit, um auch nur ein Glas Honig zu füllen!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.04.15, 12:57 von Bärbel.)

