18.09.15, 21:26
Bei uns hat der Garten eine "Invasion" erlebt: ein Freund meines Sohnes wollte vor allem für seine Kinder sehr gerne Äpfel vom alten Apfelbaum (ca 90 Jahre alt, Hochstamm, 2006 radikal zurückgeschnitten, Sorte nicht identifiziert - ähnlich Jakob Fischer) haben. Die sind nicht lagerfähig, sehr aromatisch, saftig und süß - eigentlich ein Traum, aber der große Baum bringt soooo viele Früchte, dass ich immer froh bin, wenn sich jemand über diese Äpfel freut und sie wirklich nutzt.
Der Baum hatte gestern und vorgestern insgesamt 4 Äpfel bei Starkwind über den Zaun in Nachbars Garten abgeworfen. Das würde Ärger geben, es sei denn, ich würde es schaffen, diese Äpfel rechtzeitig wieder über den Zaun zurückzuholen. Freitags inspiziert der Nachbar nach Dienstschluss immer seinen Garten, um sich fürs Samstags-Rasenmähen vorzubereiten. Also schleppte ich gleich nach dem Frühstück die große Leiter zum Baum und merkte schnell, dass ich aus 2,50m - 3m Höhe prima mit dem Apfelpflücker über den Zaun greifen und die Äpfel mit etwas Geschick und Kraft wieder einsammeln konnte - bis auf einen, der zu weit weg gerollt war.
Und wenn ich schon auf der Leiter herumturne, kann ich auch gleich Äpfel pflücken und den Baum beschneiden - zumindest auf der Seite vom Zaun. Das dauerte gut vier Stunden, dann waren alle auch nur halbwegs für mich erreichbaren Äpfel auf dieser Seite gepflückt und alles weggeschnitten, was gewuchert war oder in luftiger Höhe der Grundstücksgrenze so nah gekommen war, dass ein vom Wind geblasener Apfel aufs Nachbargrundstück fallen konnte/könnte, der Verschnitt war sauber weggeräumt, ich hatte zwei große Eimer und eine Schubkarre voll gepflückt und dabei 5 (fünf) Falläpfel produziert.
Nach dem Essen bat ich die beiden Männer, die andere Seite des Baums für mich abzuernten, was sie ziemlich gerne angesichts der lauen Temperaturen und des Sonnenscheins auf sich nehmen wollten. Ich allerdings zweifele seither an der Weisheit der Evolution: wie konnte sie nur solche Exemplare Mensch/Mann produzieren?! Schaffen fast spielend einen Doktor in Physik, aber wenn man ihnen einen Apfelpflücker und einen Eimer in die Hand drückt und sie auf die Leiter schickt, produzieren sie am laufenden Meter Falläpfel - und halten sich dabei gegenseitig einen Vortrag, dass die Früchte das gar nicht gut vertragen. 50% der von den Beiden ge"pflückten" Äpfel waren schließlich Falläpfel.
Ich habe mich revanchiert und auch davon 50% für die Kinder mitgegeben... 
Jetzt bin ich sehr erleichtert, dass der Baum abgeerntet und an den wichtigsten Stellen ausgeputzt ist. Für dieses Jahr ist damit auch das Thema Fallobstverwertung vom großen Baum fast abgeschlossen. So um die 30 Flaschen Apfelsaft wird es aber wohl noch geben, - wenn denn erst mal die angeschlagenen Äpfel aussortiert und verarbeitet sind...
Inse
Der Baum hatte gestern und vorgestern insgesamt 4 Äpfel bei Starkwind über den Zaun in Nachbars Garten abgeworfen. Das würde Ärger geben, es sei denn, ich würde es schaffen, diese Äpfel rechtzeitig wieder über den Zaun zurückzuholen. Freitags inspiziert der Nachbar nach Dienstschluss immer seinen Garten, um sich fürs Samstags-Rasenmähen vorzubereiten. Also schleppte ich gleich nach dem Frühstück die große Leiter zum Baum und merkte schnell, dass ich aus 2,50m - 3m Höhe prima mit dem Apfelpflücker über den Zaun greifen und die Äpfel mit etwas Geschick und Kraft wieder einsammeln konnte - bis auf einen, der zu weit weg gerollt war.

Und wenn ich schon auf der Leiter herumturne, kann ich auch gleich Äpfel pflücken und den Baum beschneiden - zumindest auf der Seite vom Zaun. Das dauerte gut vier Stunden, dann waren alle auch nur halbwegs für mich erreichbaren Äpfel auf dieser Seite gepflückt und alles weggeschnitten, was gewuchert war oder in luftiger Höhe der Grundstücksgrenze so nah gekommen war, dass ein vom Wind geblasener Apfel aufs Nachbargrundstück fallen konnte/könnte, der Verschnitt war sauber weggeräumt, ich hatte zwei große Eimer und eine Schubkarre voll gepflückt und dabei 5 (fünf) Falläpfel produziert.
Nach dem Essen bat ich die beiden Männer, die andere Seite des Baums für mich abzuernten, was sie ziemlich gerne angesichts der lauen Temperaturen und des Sonnenscheins auf sich nehmen wollten. Ich allerdings zweifele seither an der Weisheit der Evolution: wie konnte sie nur solche Exemplare Mensch/Mann produzieren?! Schaffen fast spielend einen Doktor in Physik, aber wenn man ihnen einen Apfelpflücker und einen Eimer in die Hand drückt und sie auf die Leiter schickt, produzieren sie am laufenden Meter Falläpfel - und halten sich dabei gegenseitig einen Vortrag, dass die Früchte das gar nicht gut vertragen. 50% der von den Beiden ge"pflückten" Äpfel waren schließlich Falläpfel.
Ich habe mich revanchiert und auch davon 50% für die Kinder mitgegeben... 
Jetzt bin ich sehr erleichtert, dass der Baum abgeerntet und an den wichtigsten Stellen ausgeputzt ist. Für dieses Jahr ist damit auch das Thema Fallobstverwertung vom großen Baum fast abgeschlossen. So um die 30 Flaschen Apfelsaft wird es aber wohl noch geben, - wenn denn erst mal die angeschlagenen Äpfel aussortiert und verarbeitet sind...

Inse
