15.02.16, 21:22
(15.02.16, 19:39)Moonfall schrieb: ich bin ja kein Hundeexperte, und weil Nelly unser erster Hund ist, habe ich mir anfangs auch einige Bücher reingezogen. Da wurde geschrieben, dass Katzen Fleischfresser sind, Hunde aber Allesfresser wie der Mensch. Es wurde abgeraten, den Hund mit Katzenfutter zu ernähren, weil 100% Fleisch nicht gut für ihn ist. - Wie ist das dann mit barfen, Vanda? Du schreibst von fast 100% Rohfleisch.
Bzgl. Katzenfutter - keine Ahnung...

Hunde sind keine Allesfresser, sondern vom Gebiss und Verdauungsapparat Karnivoren, also Fleischfresser. Was aber nicht heißt, dass auch ein Fleischfresser an Gras und Kräutern knabbert oder Obst, Beeren und Wurzeln frisst, aber der Hauptteil besteht aus erjagtem "Wild". Unser Nachbarshund war z.B. extrem scharf auf rohe Gurken... Unser erster Hund (Trockenfutter) pflückte immer gezielt die Himbeersträucher leer und hätte auch die Trauben abgeerntet, wäre er hingekommen, außerdem war er nicht zu bremsen, wenn ein Güllewagen vorbeifuhr, wenn irgendwo Silage lag oder Pferdeäpfel, das hat er nur so reingeschlungen. Unsere Hunde jetzt (von Anfang an zu 90% roh gefüttert) schauen Obst, Silage und Pferdeäpfel nicht mal mit dem Hintern an. Kann einfach am Charakter liegen, kann im Nachhinein betrachtet aber auch gut sein, dass mit "totem" Industriefutter ernährte Hunde sich vielleicht da Bakterien, Fasern und andere notwendige Stoffe für ihre Darmgesundheit holen.

Aber wie gesagt, man muss ja kein Dogma draus machen - wenn der Hund Obst mag, soll er doch Obst fressen dürfen, und mal die Reste von den Schinkennudeln bringen ihn auch nicht um.
Ich traue einfach nur dem Industrietrockenfutter (der Großkonzerne, wohlgemerkt) nicht mehr über den Weg, nachdem ich mal ein Buch darüber gelesen habe, wie das hergestellt wird und was da alles drin ist - das ist nichts anderes, als würde ein Mensch sich nur von Tütensuppen ernähren, wo die Tomaten nur aus rotem Farbstoff und künstlichem Aroma bestehen und noch zig Mittelchen drin sind, die nur dafür da sind, das Zeug länger haltbar zu machen. Nur dass es beim Tierfutter noch viel schlimmer ist, weil es größtenteils aus Abfällen besteht, und dabei nicht nur aus Schlachtabfällen.
Und wenn ich für mich herausgefunden habe, dass nicht bzw. wenig verarbeitete Lebensmittel am Gesündesten und nahrhaftesten sind, warum sollte es beim Tier anders sein? Und "BARF" versucht halt, so gut wie möglich die Ernährung eines wild lebenden Kaniden nachzuahmen - und da die meisten von uns kaum ganze Hasen oder Rehe verfüttern wollen, muss man sich halt damit behelfen, das so gut wie möglich mit verschiedenen Fleischsorten, Pansen und Knochen hinzubekommen.
Wir füttern oft eine fertigen Pansen-Mischung, in der alle Bestandteile wie Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Euter etc. und Pansen drin sind und ansonsten abwechselnd Fleisch von verschiedenen Tieren, Lamm, Wild, Ente, Pferd, Kaninchen, Fisch... es gibt ja inzwischen so gut wie alles.
Ich bin ja auch kein Experte, aber für mich klingt das alles mehr als logisch.
Aber wenn z.B. Julchen aus entsprechenden Gründen Trockenfutter gibt, spricht da meiner Meinung auch nichts dagegen, das muss einfach jeder situationsbedingt selbst entscheiden.
Zitat:Unser Hund hat auch keinen Hundegeruch und wird nicht gebarft. Er frist zwar Dosenfutter, aber nicht 08/15 aus dem Supermarkt, sondern Ri..i und ähnliches.
Ich glaube, der Geruch ist vielleicht auch teils rassebedingt. Die Züchterin meines ersten Hundes (Dt. Dogge) wohnte im Haus mit einer Yorkshire-Terrier-Züchterin und die Hunde waren auch zusammen im Garten. Die Doggen rochen nach gar nichts, die Yorkies stanken (für mich) extrem unangenehm nach Hund.
. Gleichzeitig riechen die Dackel meiner Freundin nach nichts, obwohl sie nur Trockenfutter kriegen. Da spielt vermutlich einfach vieles mit rein, Ernährung ist da vermutlich auch nur ein Puzzleteilchen dazu.so - und jetz is mir das Julchen doch zuvorgekommen
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