01.04.16, 22:33
Bei mir war heute mal wieder so ein fürchterlicher "will-nur-mal-schnell-eben-das-machen"-Tag. Eigentlich standen die Klarinette und der Hund auf dem Vormittagsplan. Aber der Horst Goldrute an den Weinstöcken musste dringend weg. Also wollte ich das vorher mal eben schnell mit der elektrischen Hacke erledigen...
Die Rebstöcke waren noch mit Winterschutz abgedeckt. Da das ziemlich viel Gestrüpp war, wollte ich die Schubkarre holen. Mit der Karre kam ich im Hof an hässlichem Winterschutz vorbei, der eigentlich auch schon weg konnte. Dann kam ich an den Stauden vorbei, die wegen der Überwinterer in den Stängeln erst im Frühjahr abgeräumt werden. Folglich holte ich die Gartenschere und machte die Kräuterspirale halbwegs frühlingsfein: das olle Gras muss nun noch raus. Die Rudbeckien kamen weg, die Reste der Goldrute, die alten Stängel der Akelei, der Ringelblume, der Feldglockenblumen. Manchmal kam damit auch das eine oder andere Büschel vertrocknetes Gras weg vom Boden. Dabei kam die zweite Pfingstrose zum Vorschein: letztes Jahr gesetzt, hat sie nun auch ausgetrieben
.
Dann landete ich mit dem Zeugs im Garten, lud noch längst abgeschnittenes und als Winterschutz verwendetes Gesträuch von den Rebstöcken auf und entdeckte neben drei schüchternen Muscaris noch viele blühende Veilchen zwischen den Trieben der Goldrute und nahebei zwei Horste Graslilien. Die sollten natürlich nicht in die Hacke geraten. Also Spaten holen, ausgraben und umsetzen. Das mit dem Ausgraben ging ja schnell, das Umsetzen eigentlich auch - aber jetzt waren tiefe Löcher da, wo vorher die Pflanzen gestanden hatten. Ich wollte einen der beiden Petersilieneimer vom letzten Jahr in die Löcher auskippen, aber die 20-Liter-Teile waren zu schwer: die Sackkarre musste her für den Transport vom Standort zu den Löchern. Und wenn der Eimer nun schon geleert ist, kann man ihn ja auch gleich wieder mit Erde vom abzutragenden Komposthaufen füllen und so vorbereitet für die neue Saison auf den Platz zurückbringen - und die Sackkarre wieder wegräumen.
Dann wollte ich das restliche Gestrüpp auf die Karre laden, aber die musste erst mal geleert werden.
Und die Sonne schien heiß, der Gartenanorak über dem Pullover war ein bißchen zu warm, die Arbeit aber zu dreckig, um ihn auszuziehen, die Zeit zu knapp, um sich umzuziehen: also schuften trotz Wärme 
Manchmal ist es ja nicht ganz schlecht, wenn man ein bißchen faul wird
. Ich hatte keine Lust, die Karre bis zum neuen Komposthaufen zu schieben, auch weil die langen Stängel von Goldrute, Magenta spreen, Rudbeckie etc. ein bißchen viel auf einmal gewesen wären. Außerdem war da am Zaun ein noch nicht verplanter Streifen mit starkem Klebkraut- und Brennnesselbewuchs. Ich beschloss, diesen Streifen mit dem alten Verschnitt zu belegen, um diesen Bewuchs zu reduzieren und schob die Karre in die Nähe:
: Unter dem Zaun klaffte ein ordentliches Loch, groß genug dass ein Fuchs, Dachs oder mittelgroßer Hund bequem unter dem - unbeschädigten - Zaun durchkrabbeln kann. Gebuddelt wurde vom Nachbargrundstück aus, dort liegt ein großer Haufen ausgeworfener Erde: Dux wars definitiv nicht. Über der Kuhle liegt nun viel, viel, viel (auch stachliges) Gesträuch, das als Winterschutz gedient hat. 
Und dann, ja dann, also wirklich: dann war es soweit: ich holte die Hacke, schloss sie an und zerhackte den ziemlich großen Hort Goldrute. Überraschend für mich: das war richtig anstrengend. Dann mussten die Fläche glatt geharkt, Kabel weggeräumt, die Hacke gesäubert, Spaten und Rechen weggeräumt werden. Irgendwie kam ich tatsächlich auch wieder aus meinen Gummistiefeln raus und in meine Schuhe rein, ging ins Haus: 15:30 Uhr - und noch nichts eingekauft!!!
Also schnellstens Essen gerichtet (gestern zum Glück vorbereitet), Tisch gedeckt, gegessen und dann ab in die Stadt: Vogelfutter war restlos aufgebraucht, Milch fast alle, Möhren fehlten. Etliche Blöhmchen okkupierten einfach meinen Einkaufswagen und trieben die Rechnung in die Höhe, andererseits verhalfen die reduzierten Osterreste zu preisgünstiger Bevorratung.
Gegen 20 Uhr kam ich wieder daheim an, fand noch halbwegs in der Nähe einen Parkplatz, stellte missvergnügt fest, dass sich die Dorfjugend gerade zur Disco vor dem Etablissement nebenan sammelte und dass sich da schon wieder was geändert hat: Das griechische Landgasthaus mit Hotel gehört der Vergangenheit an, der Kerl, der sich da neulich im Eingang rumgelümmelt hat, scheint der neue Betreiber zu sein, der alte Grieche war schon seit Wochen nicht mehr zu sehen gewesen. Die Küche des Restaurants soll auch künftig einen griechischen Einschlag haben, - aber Disco freitags und samstags vereinbart sich nicht wirklich mit Hotelbetrieb.
Nun rummsts also wieder nebenan an den Wochenenden...
Mühsam habe ich mein Zeug heimgekarrt - und morgenfrüh darf ich dann erstmal mein Auto wieder ans Haus holen.
Aber da, wo das üblicherweise steht, haben sie heute mal wieder den Spargelstand aufgebaut, dämlicher als in den letzten Jahren: der Abstand zur Abtrennung von Parkplatz und Wiese ist zu gering, um mit dem kleinen Rasenmäher durchzukommen. Sobald im Spätfrühling das Gras da wächst, siedeln sich dort massenhaft Mücken an und zerstechen Verkäufer und Kunden.
Mich wundert zunehmend, dass dieser Stand da noch jedes Jahr aufgebaut wird: 2015 hat die Verkäuferin - auf Stundenbasis bezahlt mit Provision bei höheren Umsätzen - mehr verdient, als sie eingenommen hat. Im Jahr zuvor hat mir der Verkäufer das Gleiche erzählt.
Ich frage mich, woher die Rentabilität für diesen Stand kommen soll?
Inse, kreuzlahm.

Die Rebstöcke waren noch mit Winterschutz abgedeckt. Da das ziemlich viel Gestrüpp war, wollte ich die Schubkarre holen. Mit der Karre kam ich im Hof an hässlichem Winterschutz vorbei, der eigentlich auch schon weg konnte. Dann kam ich an den Stauden vorbei, die wegen der Überwinterer in den Stängeln erst im Frühjahr abgeräumt werden. Folglich holte ich die Gartenschere und machte die Kräuterspirale halbwegs frühlingsfein: das olle Gras muss nun noch raus. Die Rudbeckien kamen weg, die Reste der Goldrute, die alten Stängel der Akelei, der Ringelblume, der Feldglockenblumen. Manchmal kam damit auch das eine oder andere Büschel vertrocknetes Gras weg vom Boden. Dabei kam die zweite Pfingstrose zum Vorschein: letztes Jahr gesetzt, hat sie nun auch ausgetrieben
. Dann landete ich mit dem Zeugs im Garten, lud noch längst abgeschnittenes und als Winterschutz verwendetes Gesträuch von den Rebstöcken auf und entdeckte neben drei schüchternen Muscaris noch viele blühende Veilchen zwischen den Trieben der Goldrute und nahebei zwei Horste Graslilien. Die sollten natürlich nicht in die Hacke geraten. Also Spaten holen, ausgraben und umsetzen. Das mit dem Ausgraben ging ja schnell, das Umsetzen eigentlich auch - aber jetzt waren tiefe Löcher da, wo vorher die Pflanzen gestanden hatten. Ich wollte einen der beiden Petersilieneimer vom letzten Jahr in die Löcher auskippen, aber die 20-Liter-Teile waren zu schwer: die Sackkarre musste her für den Transport vom Standort zu den Löchern. Und wenn der Eimer nun schon geleert ist, kann man ihn ja auch gleich wieder mit Erde vom abzutragenden Komposthaufen füllen und so vorbereitet für die neue Saison auf den Platz zurückbringen - und die Sackkarre wieder wegräumen.
Dann wollte ich das restliche Gestrüpp auf die Karre laden, aber die musste erst mal geleert werden.
Und die Sonne schien heiß, der Gartenanorak über dem Pullover war ein bißchen zu warm, die Arbeit aber zu dreckig, um ihn auszuziehen, die Zeit zu knapp, um sich umzuziehen: also schuften trotz Wärme 
Manchmal ist es ja nicht ganz schlecht, wenn man ein bißchen faul wird
. Ich hatte keine Lust, die Karre bis zum neuen Komposthaufen zu schieben, auch weil die langen Stängel von Goldrute, Magenta spreen, Rudbeckie etc. ein bißchen viel auf einmal gewesen wären. Außerdem war da am Zaun ein noch nicht verplanter Streifen mit starkem Klebkraut- und Brennnesselbewuchs. Ich beschloss, diesen Streifen mit dem alten Verschnitt zu belegen, um diesen Bewuchs zu reduzieren und schob die Karre in die Nähe:
: Unter dem Zaun klaffte ein ordentliches Loch, groß genug dass ein Fuchs, Dachs oder mittelgroßer Hund bequem unter dem - unbeschädigten - Zaun durchkrabbeln kann. Gebuddelt wurde vom Nachbargrundstück aus, dort liegt ein großer Haufen ausgeworfener Erde: Dux wars definitiv nicht. Über der Kuhle liegt nun viel, viel, viel (auch stachliges) Gesträuch, das als Winterschutz gedient hat. 
Und dann, ja dann, also wirklich: dann war es soweit: ich holte die Hacke, schloss sie an und zerhackte den ziemlich großen Hort Goldrute. Überraschend für mich: das war richtig anstrengend. Dann mussten die Fläche glatt geharkt, Kabel weggeräumt, die Hacke gesäubert, Spaten und Rechen weggeräumt werden. Irgendwie kam ich tatsächlich auch wieder aus meinen Gummistiefeln raus und in meine Schuhe rein, ging ins Haus: 15:30 Uhr - und noch nichts eingekauft!!!
Also schnellstens Essen gerichtet (gestern zum Glück vorbereitet), Tisch gedeckt, gegessen und dann ab in die Stadt: Vogelfutter war restlos aufgebraucht, Milch fast alle, Möhren fehlten. Etliche Blöhmchen okkupierten einfach meinen Einkaufswagen und trieben die Rechnung in die Höhe, andererseits verhalfen die reduzierten Osterreste zu preisgünstiger Bevorratung. Gegen 20 Uhr kam ich wieder daheim an, fand noch halbwegs in der Nähe einen Parkplatz, stellte missvergnügt fest, dass sich die Dorfjugend gerade zur Disco vor dem Etablissement nebenan sammelte und dass sich da schon wieder was geändert hat: Das griechische Landgasthaus mit Hotel gehört der Vergangenheit an, der Kerl, der sich da neulich im Eingang rumgelümmelt hat, scheint der neue Betreiber zu sein, der alte Grieche war schon seit Wochen nicht mehr zu sehen gewesen. Die Küche des Restaurants soll auch künftig einen griechischen Einschlag haben, - aber Disco freitags und samstags vereinbart sich nicht wirklich mit Hotelbetrieb.
Mühsam habe ich mein Zeug heimgekarrt - und morgenfrüh darf ich dann erstmal mein Auto wieder ans Haus holen.
Aber da, wo das üblicherweise steht, haben sie heute mal wieder den Spargelstand aufgebaut, dämlicher als in den letzten Jahren: der Abstand zur Abtrennung von Parkplatz und Wiese ist zu gering, um mit dem kleinen Rasenmäher durchzukommen. Sobald im Spätfrühling das Gras da wächst, siedeln sich dort massenhaft Mücken an und zerstechen Verkäufer und Kunden.
Mich wundert zunehmend, dass dieser Stand da noch jedes Jahr aufgebaut wird: 2015 hat die Verkäuferin - auf Stundenbasis bezahlt mit Provision bei höheren Umsätzen - mehr verdient, als sie eingenommen hat. Im Jahr zuvor hat mir der Verkäufer das Gleiche erzählt.
Ich frage mich, woher die Rentabilität für diesen Stand kommen soll? Inse, kreuzlahm.
