09.06.16, 11:57
(08.06.16, 20:31)Cornelssen schrieb: Wenn wir alles glauben könnten, was (konventionelle) Bauern uns so erzählen ...Glyphosat ist nicht schädlich, Gülle ist gut, unsere Nahrung ist rundum gesund ...

Dabei wäre die Lösung so einfach: Wiesen einzäunen und Kühe direkt drauf fressen lassen - keine Hundekacke mehr und gesündere Kühe, aber EINFACH ist heute halt zu kompliziert.

Im Ernst, ich glaube, kein Hundehalter von uns lässt seine Hunde absichtlich in Futterwiesen sch..., ich zumindest nicht, aber im Wald oder auf den totgespritzten Feldrainen sehe ich keine Probleme. Klar kommt es auf die Lage an - natürlich ist es eine andere Sache, ob man z.B. am Stadtrand mit vielen neuen Siedlungen wohnt, wo es die typischen 3 oder 4 "Hundewege" gibt, die dann alle nach der Arbeit zum Gassigehen benutzen und man alle paar Meter in ein Häufchen zu treten droht oder auf dem Land, wo sowieso nur ein paar Leute mit den Hunden spazieren gehen und sich das dann großräumig verteilt.
Klar, dass Bauern an vielfrequentierten Stellen nicht erfreut über die gesammelten Hundehinterlassenschaften auf ihren Wiesen sind, aber ganz ehrlich, dann dürften da auch keine Kinder darauf Drachensteigen lassen (Zerstörung der Grasnarbe) oder Kaninchenfutter pflücken (Diebstahl von Produktionsgütern), wo fängt es an, wo hört es auf? Ich mag einfach das ewige Gejammer nicht mehr hören! Wenn ein Feld an einer solchen Hunde- oder Spazierroute liegt, was hindert den Landwirt daran, einen Zaun zu bauen, einen breiten Wildpflanzenrain oder eine Wildsträucherhecke zwischen Weg und Feld anzulegen? Aber wenn die Raine nur noch 20cm breit sind, sammeln sich da natürlich die Haufen und es wird in die Wiesen ausgewichen. Viele Landwirte nutzen doch immer nur "umsonst" unsere natürlichen Ressourcen für ihren eigenen Vorteil, dabei wird Gift gespritzt, das Grundwasser belastet, die Artenvielfalt vernichtet und das soll dann zu unser aller Bestem sein (Slogan. Landwirte pflegen die Landschaft, so ein Schwachsinn) und wir sollen dann noch Rücksicht nehmen, bitteschön? Mal was freiwillig zurückgeben tun doch die Wenigsten, und vor allem nicht die Großen, die überall die Felder der Kleinen zusammenpachten.
Wenn ich als kleiner Privater mit viel Zeit und Muskelkraft unseren Rain unkraute, von Hand reche und von meinem privaten Geld einen Wildbienensaum anlege, werde ich hier von den Landwirten doch nur müde belächelt, und der nächste fährt mit seinem Riesentrecker doch grade mit Fleiß über das "Unkraut".
Aber der kleine Hundehaufen ist dann Schuld an allem, nee, da lass ich mir von denen kein schlechtes Gewissen mehr einreden. Und ja, wir haben tatsächlich Landwirte (nicht bio) im Freundeskreis... weswegen man dann auch Sachen erfährt, die man eigentlich besser gar nicht wissen sollte.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.06.16, 12:01 von vanda.)


Glyphosat ist nicht schädlich, Gülle ist gut, unsere Nahrung ist rundum gesund ...