03.03.19, 23:34
(03.03.19, 19:23)Unkrautaufesserin schrieb: Weil ich gerade einen durstigen Baum suche, der den Bach im Hof an der Quelle austrinktNein, gejätet habe ich da nicht, habe mich ja vorher belesen und wusste das. Das letzte Jahr mit seiner gnadenlosen Trockenheit hat ihr wohl den Rest gegeben - und ganz ehrlich: ein Gewächs, dem ich in der Vegetationsperiode fast täglich 5-10 Liter Wasser zutragen muss, ist mir auf Dauer zu anstrengend. Das ging ja schon vor ein paar Jahren los, dass ihr das natürlich verfügbare Wasser im Garten nicht mehr reichte. Dann kam das wochenlange Hochwasser - war auch nicht recht - und dann der trockene Sommer 2018. Schade, - aber das sind Rückschläge, mit denen man zurecht kommen muss.hab ich mal nach Deiner Scheinhasel gesucht...
so ein schöner Baum, aber sie will Sandboden![]()
Allerdings habe ich gelesen, daß sie sehr oberflächennah wurzelt und Störungen übelnimmt - vielleicht hast Du zu sehr gejätet?
Liebe Grüße, Mechthild
Durstige Bäume:
Weide: wurzelt nicht tief, sondern eher in die Breite
Birke: säuft und ist lt. Erfahrungen in Mittelfinnland dort alle 40 - 70 Jahre fällig
Pappel: Vandas Info hat mich überrascht. In der Türkei im Taurusgebirge war es seinerzeit üblich, bei der Geburt eines Kindes mindestens 20 Pappeln zu pflanzen: die Setzlinge waren üblicherweise eine Art Taufgeschenk. Erntereif waren sie nach ca 20 Jahren und wurden zur Hochzeit gefällt. Vom Erlös des Holzverkaufs wurde der junge Haushalt eingerichtet.
In Hannover habe ich das Theater mit drei älteren Pappeln erlebt, die nach etwas mehr als 20 Jahren (so um die 30) sehr brüchig wurden und für den Straßenverkehr gefährlich - auch ohne Stürme und Orkane. Da sie auf der Grundstücksgrenze zwischen Privatgrundstück und Gehweg standen, wurden sie als "privat" eingestuft und der Eigentümer bekam keine Erlaubnis sie zu fällen, musste aber für Schäden, die sie auf Gehweg und Fahrbahn anrichteten aufkommen. Die Lösung bestand darin, dass die Leute über die großen Ferien weggefahren sind und später nicht mehr zu identifizierende männliche Teenies in dieser Zeit die Bäume unerlaubt als Abenteuerspielplatz benutzten. Danach sah auch die Stadt ein, dass sie gefällt werden müssten.
Esche: bei uns vorm Haus in Hannover an der Kreuzung stand eine riesige, atemberaubend schöne Esche in einem zugeschütteten Bach, in die bei jedem Gewitter der Blitz einschlug und über die Wurzeln in die vier Eckhäuser lief: wer da nicht alle Stecker gezogen hatte, hatte anschließend viele kaputte Elektrogeräte und keinen Versicherungsschutz, weil den Versicherern das Problem bekannt war. Wenn Gewitterzeit war, habe ich morgens vor Verlassen des Hauses den Hauptschalter für meine Wohnung umgelegt (ausgeschaltet) und musste dann zusehen, dass ich abends vor der Dunkelheit zuhause war, um ihn wieder umlegen zu können und Strom zu haben. Im Zuge von Straßensanierungsmaßnahmen hat die Stadt den Baum dann gefällt.
Erle: Birkengewächs, durstig, wird bis zu 120 Jahre alt. Interessanter Laubbaum.
Aber: wenn Du eine Quelle auf dem Grundstück hast, warum lässt Du sie nicht fassen? Ich fürchte, es werden bald Zeiten kommen, in denen der König ist, der eine sprudelnde Quelle besitzt und nutzen kann...
Inse

hab ich mal nach Deiner Scheinhasel gesucht...