23.03.12, 21:27
(23.03.12, 10:13)Raphaela schrieb: Weia, soviele Rosen weg...das ist echt bitter, Matthias! :-/
Ja, genau, Bellis: Überalterte Triebe gehören raus. U. a. auch weil sie Krankheiten besonders anziehen.
Nachteule, wenn das Mark hellbraun und fest ist, seh ich das auch so. Aber bei dunkelbraunem und matschigem Kernholz kann sich da einfach nix Vernünftiges mehr draus entwickeln.
Hier waren´s dann Triebe, die zögerlich austrieben und mickerten. Im Sommer waren sie dann ruckzuck ganz tot und beim Absägen sah man dann die Bescherung im Inneren...
Seitdem guck ich mir die Triebe schon im Frühjahr genauer an und schneide - zugunsten von zügigem Neuaustrieb solch "angeschlagen" wirkenden lieber gleich raus (bzw. bis ins gesunde Holkz zurück). - Immer hat sich gezeigt, daß die vom Trieb-Äußeren initiierte "Verdachtsdiagnose" durch den Zustand des inneren Kerns bestätigt wurde.
Im Park kommt hinzu, daß es durch die exponierte Lage eine hohe Windbruchgefahr gibt. Alles, was nicht wirklich stabil ist, bricht eh aus. Hohle Triebe oder Stämme würden da wohl auch bei Bäumen nicht überleben ;-)
À propos Baum: Hier im Hausgarten ist der alte Birkenstamm mit dem Altersform-Efeu auseinandergebrochen, genau an einer Weg-Ecke, wo man jetzt kaum noch vorbei kommt...Da muß wohl jetzt wer mit Kettensäge ran :-/
is schon dunkleres braun, aber ich erkenne, ob es lebt. man sieht es den zellen an. die gesunden sind matt und man erkennt struktur, wogegen geschädigtes mark eben keine struktur mehr hat und auch nicht matt ist.
von meiner ispahan zb wäre nichts mehr da, wenn ich da alles rausnehmen würde, weil es erfroren aussieht. aber die macht das eben und sie lebt gut damit. da stirbt nichts ab später. da treibt auch nichts mickerlich, im gegenteil, die wuchert und das schon 13 jahre.
und übers auslichten braucht man ja nicht zu diskutieren, das muss sein, aber bei mir mache ich das eben nur alle paar jahre und dann radikal. kommt auch auf die rosen selber an. ich bin nicht so der hier was schneiden und da was schneiden, wenn dann richtig. und mit alle paar jahre altes holz unten an der basis raus, damit fährt man ganz gut, auch in bezug auf winterhärte. so hat man immer ausgereifte triebe und einen schönen strauch. wie gesagt, kommt auch auf die sorten und deren wuchs an. wir wurden halt so gelehrt, dass man einem gut geschnittenen gehölz gar nicht ansieht, dass es geschnitten wurde.
dass man krankes,oder angeschlagenes rausschneidet, versteht sich ja auch von selber, dieses frühjahr zb ist nix mit nur auslichten, da musste einiges ab, was sonst dran geblieben wäre.
das schneiden ist halt so eine glaubensfrage, die einen machen es so,die anderen so. solange man mit den ergebnissen glücklich ist, ist doch alles in butter

bei mir zeigen sich jetzt aber auch noch triebe die eingehen, auch ohne dunkles mark, sind aber so die üblichen kanditaten, wo ich mir das schon dachte, die aquarell, die molineux und die golden celebration. aber die haben am fuß ne dicke laubschicht, die werden sich wieder aufbauen. gibt es im nächsten winter halt einen sack über.
ansonsten bin ich glücklich, meine hermann schmidt kaskadenstämme sehen tadellos aus, hatte da ja befürchtungen, dass die neuen langtriebe vom letzten jahr abfrieren, die schoben sie sehr spät, aber es hat nur die zipfel erwischt und die hingen schon auf dem boden, da waren im januar schon blütenknopsen dran

die bekamen keinen winterschutz, weil sie die vergangenen winter auch so gut auskamen.
