(26.06.26, 21:28)Melly schrieb: @Daki: Ich hab' mich das auch schon gefragt, wie das in anderen Regionen geht, dass die Tomaten z. B. auf dem Feld stehen und gedeihen. Ich bin ja schon froh, wenn sie bei uns im Hof im Topf gedeihen. Die letzten Jahre waren geprägt von KuBF, da ging fast gar nichts mehr. Dieses Jahr auf einmal ist die Hitze auch hier angekommen - und dennoch ist irgendwo der Wurm drin.
Tomaten sind absolut unempfindlich solange man ihre wenigen Ansprüche beachtet. Auf den Feldern wird nicht gegossen und die Hauptwurzel geht bis in eine Tiefe von 160 cm. Die Adventivwurzeln decken in einem großen Umkreis die Oberflächenernährung ab.
In einem Topf beschneidet man massiv die Wurzelentwicklung und kann durch Gießen nicht wieder gut gemacht werden.
dann helfen weder Dünger noch Spezialerde. Ähnlich wie beim Problem mit der Weingartenrose.
Es ist wie ich auf den Hilferuf im Rosenforum geantwortet hatte: "Das ist wie bei uns Menschen: zu viel gehätschelt und zu viel gefuttert, macht krank."
Aus Platzmangel müssen die Tomaten hoch gezogen werden und ausgegeizt. Viele kleine Wunden sind Eintrittspforten für Krankheiten. Auf den Feldern wird weder ausgegeizt noch leidet die Erntemenge darunter.
Mein Metallhochbeet ist 260 cm lang und 60 cm breit. Es ist natürlich unten offen und gibt den Wurzeln mehr Möglichkeiten. Weil nur über die Ollas gegossen wird und die Erdoberfläche dick mit Miscanthusmulch abgedeckt ist, bleibt die Erde gleichmäßig feucht und die Tomaten holen sich, was sie brauchen. Der zusätzliche Vorteil ist, dass beim Gießen keine Erde mit Erregern hoch spritzen kann.
Ich habe aus Interesse einen kleinen Geiztrieb in Wasser gestellt. Schaut das Wurzelsystem an und wie energisch sich das kleine Ding entwickelt hat. Blüht mit 3 Blüten.
![[Bild: 51042825wo.jpeg]](https://up.picr.de/51042825wo.jpeg)

