05.12.12, 21:50
Lieber Martin,
leg Dir warme Sachen zurecht und prüfe, ob Dein Wecker ausreichend bestückt ist: Du wirst ran müssen, diese Woche. Vorteil: Weihnachten hast Du Ruhe. da ist dann jemand anders dran mit Schneeräumen etc.
Bei uns ist winters immer Kehrwoche: wochentags bis 7 Uhr und sonntags bis 9 Uhr muss geräumt sein. Man darf warten, bis es aufhört zu schneien, muss dann aber sofort... bis abends 21 Uhr.
Der Knaller seit 2010: wenn man einen Schneeräumdienst beauftragt hat, haftet man trotzdem selbst (und nicht mehr wie vorher der Räumdienst) - gleich ob der Räumdienst zu spät kommt oder unzureichend gearbeitet hat. Ich frage mich dann immer, wie ein berufstätiger Mensch das machen soll? Am helllichten Tag die Arbeit unterbrechen und heimdüsen, um mal eben Schnee zu räumen? Räumdienste können nicht überall zur gleichen Zeit, nämlich unmittelbar nach ende des Niederschlags, sein: da müssen die Ordnungsdamen sich nur auf die Lauer legen, - und schon können sie deftige Knöllchen schreiben
.
Auch hübsch: der Parkplatz neben meinem Haus ist öffentlich. Vor dem Parkplatz fegt die Stadt. Der Kerl kommt oft tagelang gar nicht. Da schreibt niemand Knöllchen. Wenn er kommt - motorisiert natürlich, - dann meist erst, wenn ich bereits gekehrt habe: er räumt den Weg vor dem Parkplatz, stellt seine Bürste ab und fährt über den von mir geräumten Weg. Dabei schüttelt er den ganzen Schnee ab, der noch in der Bürste steckt. Und dann darf ich nochmal fegen
. Manchmal ist das ganz schön hart.
Vor allem bedeutet es, dass man in der Schneesaison nur wegfahren kann, wenn man jemand hat, der zuverlässig Schnee räumt: die Räumdienste sind nicht zuverlässig und schnell genug. Sylvester zu meinen Geschwistenr fahren - wie früher - ist da nicht mehr drin. Man ist ans Haus gefesselt. Man kann nicht mal wagen, abends ins Konzert oder ins Theater nach Berlin zu fahren. Es ist zum ... - ehm: höchst ärgerlich.
Ganz schlimm wirds, wenn jemand krank ist. Wenn ich merke, dass Nachbarin Miststück mal wieder bettlägerig ist (oder im Krankenhaus), dann kehre ich inzwischen kommentarlos ihr Stück Straße mit - und manchmal fegt ihr Sohn dann morgens kurz vor 5 vorm Wegfahren mein Stück mit, wenn er z.B. mitbekommen hat, dass der Hund mich gegen 4 mal wieder aus dem Bett geholt hat, weil er einen See loswerden wollte. (Um die Zeit zieht der Nachbar vom Sofa meist um ins Bett, schläft gern vorm Fernseher ein - und ich turne im Nachthemd kurz in den Hof, um den Hund mal eben raus zu lassen.) Der Mann ist tagsüber so wenig da, wie mein Sohn, der oft bis in die Morgenstunden des nächsten Tages hineinarbeitet und sich so zuverlässig, wie es momentan verlangt wird, auch nicht kümmern kann. Dagegen ist doch eine Kehrwoche nur ein bißchen lästig: die kann man notfalls sicher doch auch mal tauschen?
Inse
leg Dir warme Sachen zurecht und prüfe, ob Dein Wecker ausreichend bestückt ist: Du wirst ran müssen, diese Woche. Vorteil: Weihnachten hast Du Ruhe. da ist dann jemand anders dran mit Schneeräumen etc.
Bei uns ist winters immer Kehrwoche: wochentags bis 7 Uhr und sonntags bis 9 Uhr muss geräumt sein. Man darf warten, bis es aufhört zu schneien, muss dann aber sofort... bis abends 21 Uhr.

Der Knaller seit 2010: wenn man einen Schneeräumdienst beauftragt hat, haftet man trotzdem selbst (und nicht mehr wie vorher der Räumdienst) - gleich ob der Räumdienst zu spät kommt oder unzureichend gearbeitet hat. Ich frage mich dann immer, wie ein berufstätiger Mensch das machen soll? Am helllichten Tag die Arbeit unterbrechen und heimdüsen, um mal eben Schnee zu räumen? Räumdienste können nicht überall zur gleichen Zeit, nämlich unmittelbar nach ende des Niederschlags, sein: da müssen die Ordnungsdamen sich nur auf die Lauer legen, - und schon können sie deftige Knöllchen schreiben
. Auch hübsch: der Parkplatz neben meinem Haus ist öffentlich. Vor dem Parkplatz fegt die Stadt. Der Kerl kommt oft tagelang gar nicht. Da schreibt niemand Knöllchen. Wenn er kommt - motorisiert natürlich, - dann meist erst, wenn ich bereits gekehrt habe: er räumt den Weg vor dem Parkplatz, stellt seine Bürste ab und fährt über den von mir geräumten Weg. Dabei schüttelt er den ganzen Schnee ab, der noch in der Bürste steckt. Und dann darf ich nochmal fegen
. Manchmal ist das ganz schön hart. Vor allem bedeutet es, dass man in der Schneesaison nur wegfahren kann, wenn man jemand hat, der zuverlässig Schnee räumt: die Räumdienste sind nicht zuverlässig und schnell genug. Sylvester zu meinen Geschwistenr fahren - wie früher - ist da nicht mehr drin. Man ist ans Haus gefesselt. Man kann nicht mal wagen, abends ins Konzert oder ins Theater nach Berlin zu fahren. Es ist zum ... - ehm: höchst ärgerlich.
Ganz schlimm wirds, wenn jemand krank ist. Wenn ich merke, dass Nachbarin Miststück mal wieder bettlägerig ist (oder im Krankenhaus), dann kehre ich inzwischen kommentarlos ihr Stück Straße mit - und manchmal fegt ihr Sohn dann morgens kurz vor 5 vorm Wegfahren mein Stück mit, wenn er z.B. mitbekommen hat, dass der Hund mich gegen 4 mal wieder aus dem Bett geholt hat, weil er einen See loswerden wollte. (Um die Zeit zieht der Nachbar vom Sofa meist um ins Bett, schläft gern vorm Fernseher ein - und ich turne im Nachthemd kurz in den Hof, um den Hund mal eben raus zu lassen.) Der Mann ist tagsüber so wenig da, wie mein Sohn, der oft bis in die Morgenstunden des nächsten Tages hineinarbeitet und sich so zuverlässig, wie es momentan verlangt wird, auch nicht kümmern kann. Dagegen ist doch eine Kehrwoche nur ein bißchen lästig: die kann man notfalls sicher doch auch mal tauschen?
Inse
