24.02.13, 15:37
Das mit dem "Abgeben auf einer Finca" ist wahrscheinlich die spanische Variante von "die Viecher sind mir zu lästig und zu teuer und auf so einem Bauernhof haben sie´s bestimmt ganz toll" -

Peggy, das gilt natürlich nicht dir, sondern diesem verantwortungslosen Nachbarn!
Jetzt mag ich mir die Fotos gar nicht nochmal angucken, weil ich ungefähr weiß, was aus diesen armen Tierchen geworden ist und aus ihren potentiellen ("potentiell" weil wahrscheinlich gar nicht alle bis zur Geschlechtsreife überlebt haben werden
) Kindern, Enkel, Urenkeln...Die dann wegen mangelndem Menschenkontakt in der Prägungs-Phase zum größten Teil sicher "wilde" Katzen geworden sind...Verwurmt, verfloht, mangel- und unterernährt und von Generation zu Generation mit weniger Zukunfts-Chancen...
Eine Freundin von mir fährt/läuft JEDEN TAG zu einem, manchmal mehreren Bauernhöfen (im Westerwald), wo solche Katzen (und ihre Nachkommen) so grade eben geduldet, aber nicht versorgt werden...Sie hat inzwischen schon die meisten einfangen und (mithilfe einer netten TA und einer Katzenschutz-Initiative) kastrieren lassen können...Es kommen aber immer wieder neue dazu (weil immer wieder Idioten ihre lästig gewordenen Katzen aussetzen)....
Kranke und verletzte Tiere pflegt sie bei Bedarf zuhause und/oder versorgt sie wenn möglich vor Ort mit Medikamenten im Futter.
Junge versucht sie zu vermitteln (was bei Halb- bis richtig "Wilden" selten klappt).
Futter schleppt sie jeden Tag hin und nimmt die Vortags-Näpfe zum Spülen mit nachhause...Muß schon froh sein, wenn sie vom Bauernhof frisches Trinkwasser für die Katzen nehmen darf...
Und sie ist nicht die einzige, die in ihrer Umgebung zumindest an einem "Elends-Brennpunkt" hilft: Zum Glück gibt es solche Menschen, aber es sind viiiiiel zu wenige!
Und um das Elend wirkungsvoll in den Griff zu bekommen, sind es zu viele Katzen. Daher befürworte ich sehr stark eine Katzen-Kastrationsverpflichtung auch hier in D.
Das kleine TH, in dem ich im Rheinland vor über 30 Jahren auch ehrenamtlich mitgeholfen habe, ist irgendwann dazu übergegangen, auch hochträchtige Katzen kastrieren (und die Kitten dabei euthanasieren zu lassen)...Das ist hart, war aber unumgänglich: Das TH platzte aus allen Nähten und der größte Teil der Jungtiere starb an Infektionen. Nicht ohne vorher extrem zu leiden und dabei noch hohe TA-Kosten verursacht und die Infektionen weiterverteilt zu haben...Selbst habe ich drei schwer an Katzenseuche erkrankte Jungtiere mit nachhause genommen, um sie (auch nachts) im 2-Stunden-Rhythmus zwangsernähren und so vielleicht noch retten zu können..Bei einem davon ist es gelungen (und es starb mit 7 Monaten in der - gegen meine ausdrückliche Bitte! - geöffneten Kipp-Tür meiner damaligen WG
).
Nachdem wir abgegebene Jung-Katzen, deren Neu-Besitzer sich vertraglich VERPFLICHTET hatten, sie bei Eintritt der der Geschlechtsreife UMGEHEND kastrieren zu lassen, nach ein paar Monaten MIT Jungen zurückbekommen hatten, haben wir NUR NOCH kastrierte Katzen abgegeben: Die weiblichen Tiere wurden (was damals in D noch sensationell und sehr umstritten war) mit bereits 12 Wochen kastriert (was sie immer sehr gut, bzw. besser als ausgewachsene Tiere vertragen haben)....Erst DANACH kehrte langsam Riuhe ein, die Quarantäne-Station war nicht mehr dauer-überfüllt und auch die Funde ausgesetzter (teilweise schon zum größeren Teil erstickter, ausgetrockneter und/oder erforener) Kitten wurden weniger, auch Halbwüchsige und ältere Tiere bekamen eine größere Chance auf ein neues Zuhause, etc...
Parallel dazu haben wir immer mehr Bauern überzeugt, ihre Katzen kastrieren zu lassen, Reitställe und Bauernhöfe gesucht, auf denen kastrierte Wildlinge (die u. a. auf dem BAYER-Gelände sonst erschossen worden wären) ein Zuhause finden konnten (was nur funktioniert, wenn es dort NICHT vor halbverhungerten Unkastrierten wimmelt, die jeden Eindringling als Nahrungs-Konkurrenten verjagen), etc, pp...
In diesen Jahren und auch davor und danach habe ich (bis heute!!!!) soviele schreckliche und tragische Katzen-Geschichten miterlebt und soviel Elend gesehen, daßich darüber ein Buch schreiben könnte....Und IMMER liegt deren Ursprung in Leuten, die ihre Katze Junge kriegen lassen, "weil sie das ja einmal im Leben braucht", "damit die Kinder das mal miterleben", "weil es eben ihre Natur ist", "weil sie sonst keine Mäuse fängt" und ähnlichem Schwachsinn...MEIST sind die Leute einfach a) zu geizig oder b) zu gleichgültig und denken zu wenig über die Folgen nach:
Wer nicht alle Jungen SELBST behält (und sie dann vor der Geschlechtsreife rechtzeitig kastrieren läßt), sondern sie weitergibt, kann NIEMALS für alle Neu-Besitzer garantieren, daß diese nicht a) arbeitslos werden und wegziehen müssen, b) verunfallen und/oder sterben, c) Allergien bekommen oder aus sonstigen Gründen die Tiere nicht behalten...
Es muß also IMMER damit gerechnet werden, daß ein Teil der Kitten a) im TH landet, b) über Annoncen in zweifelhafte Hände gerät (als Übungsobjekt für Kampf- oder Jagdhunde, als Lebendfutter für Schlangen, etc) oder c) irgendwann auf der Straße (oder einer "Finca"/einem Bauernhof/reitstall, etc) landet, wo sich diese Tiere dann unkontrolliert weitervermehren..
Wer Tiere sich absichtlich vermehren läßt, ist nicht nur DIREKT für diese Nachkommen, sondern INDIREKT auch für deren Nachkommen verantwortlich!
Dasselbe gilt natürlich auch für Hunde und - in beiden Fällen - für sogenannte "Rassetiere". Auch "besondere" Rassen geraten "außer Mode" und auch "Rassetiere" können "lästig" werden. - Ich bin gegen JEDE absichtliche Vermehrung von Hunden und Katzen: In Tierheimen und Tötungsstationen, in Annoncen und auf Nothilfe-Websites findet man auch von diesen Tieren jede Menge!!!!
Langer Rede, kurzer Sinn: BITTE lasst eure Tiere sich NICHT vermehren! - Danke :-)
Peggy, das gilt natürlich nicht dir, sondern diesem verantwortungslosen Nachbarn!
Jetzt mag ich mir die Fotos gar nicht nochmal angucken, weil ich ungefähr weiß, was aus diesen armen Tierchen geworden ist und aus ihren potentiellen ("potentiell" weil wahrscheinlich gar nicht alle bis zur Geschlechtsreife überlebt haben werden
) Kindern, Enkel, Urenkeln...Die dann wegen mangelndem Menschenkontakt in der Prägungs-Phase zum größten Teil sicher "wilde" Katzen geworden sind...Verwurmt, verfloht, mangel- und unterernährt und von Generation zu Generation mit weniger Zukunfts-Chancen...Eine Freundin von mir fährt/läuft JEDEN TAG zu einem, manchmal mehreren Bauernhöfen (im Westerwald), wo solche Katzen (und ihre Nachkommen) so grade eben geduldet, aber nicht versorgt werden...Sie hat inzwischen schon die meisten einfangen und (mithilfe einer netten TA und einer Katzenschutz-Initiative) kastrieren lassen können...Es kommen aber immer wieder neue dazu (weil immer wieder Idioten ihre lästig gewordenen Katzen aussetzen)....
Kranke und verletzte Tiere pflegt sie bei Bedarf zuhause und/oder versorgt sie wenn möglich vor Ort mit Medikamenten im Futter.
Junge versucht sie zu vermitteln (was bei Halb- bis richtig "Wilden" selten klappt).
Futter schleppt sie jeden Tag hin und nimmt die Vortags-Näpfe zum Spülen mit nachhause...Muß schon froh sein, wenn sie vom Bauernhof frisches Trinkwasser für die Katzen nehmen darf...
Und sie ist nicht die einzige, die in ihrer Umgebung zumindest an einem "Elends-Brennpunkt" hilft: Zum Glück gibt es solche Menschen, aber es sind viiiiiel zu wenige!
Und um das Elend wirkungsvoll in den Griff zu bekommen, sind es zu viele Katzen. Daher befürworte ich sehr stark eine Katzen-Kastrationsverpflichtung auch hier in D.
Das kleine TH, in dem ich im Rheinland vor über 30 Jahren auch ehrenamtlich mitgeholfen habe, ist irgendwann dazu übergegangen, auch hochträchtige Katzen kastrieren (und die Kitten dabei euthanasieren zu lassen)...Das ist hart, war aber unumgänglich: Das TH platzte aus allen Nähten und der größte Teil der Jungtiere starb an Infektionen. Nicht ohne vorher extrem zu leiden und dabei noch hohe TA-Kosten verursacht und die Infektionen weiterverteilt zu haben...Selbst habe ich drei schwer an Katzenseuche erkrankte Jungtiere mit nachhause genommen, um sie (auch nachts) im 2-Stunden-Rhythmus zwangsernähren und so vielleicht noch retten zu können..Bei einem davon ist es gelungen (und es starb mit 7 Monaten in der - gegen meine ausdrückliche Bitte! - geöffneten Kipp-Tür meiner damaligen WG
).Nachdem wir abgegebene Jung-Katzen, deren Neu-Besitzer sich vertraglich VERPFLICHTET hatten, sie bei Eintritt der der Geschlechtsreife UMGEHEND kastrieren zu lassen, nach ein paar Monaten MIT Jungen zurückbekommen hatten, haben wir NUR NOCH kastrierte Katzen abgegeben: Die weiblichen Tiere wurden (was damals in D noch sensationell und sehr umstritten war) mit bereits 12 Wochen kastriert (was sie immer sehr gut, bzw. besser als ausgewachsene Tiere vertragen haben)....Erst DANACH kehrte langsam Riuhe ein, die Quarantäne-Station war nicht mehr dauer-überfüllt und auch die Funde ausgesetzter (teilweise schon zum größeren Teil erstickter, ausgetrockneter und/oder erforener) Kitten wurden weniger, auch Halbwüchsige und ältere Tiere bekamen eine größere Chance auf ein neues Zuhause, etc...
Parallel dazu haben wir immer mehr Bauern überzeugt, ihre Katzen kastrieren zu lassen, Reitställe und Bauernhöfe gesucht, auf denen kastrierte Wildlinge (die u. a. auf dem BAYER-Gelände sonst erschossen worden wären) ein Zuhause finden konnten (was nur funktioniert, wenn es dort NICHT vor halbverhungerten Unkastrierten wimmelt, die jeden Eindringling als Nahrungs-Konkurrenten verjagen), etc, pp...
In diesen Jahren und auch davor und danach habe ich (bis heute!!!!) soviele schreckliche und tragische Katzen-Geschichten miterlebt und soviel Elend gesehen, daßich darüber ein Buch schreiben könnte....Und IMMER liegt deren Ursprung in Leuten, die ihre Katze Junge kriegen lassen, "weil sie das ja einmal im Leben braucht", "damit die Kinder das mal miterleben", "weil es eben ihre Natur ist", "weil sie sonst keine Mäuse fängt" und ähnlichem Schwachsinn...MEIST sind die Leute einfach a) zu geizig oder b) zu gleichgültig und denken zu wenig über die Folgen nach:
Wer nicht alle Jungen SELBST behält (und sie dann vor der Geschlechtsreife rechtzeitig kastrieren läßt), sondern sie weitergibt, kann NIEMALS für alle Neu-Besitzer garantieren, daß diese nicht a) arbeitslos werden und wegziehen müssen, b) verunfallen und/oder sterben, c) Allergien bekommen oder aus sonstigen Gründen die Tiere nicht behalten...
Es muß also IMMER damit gerechnet werden, daß ein Teil der Kitten a) im TH landet, b) über Annoncen in zweifelhafte Hände gerät (als Übungsobjekt für Kampf- oder Jagdhunde, als Lebendfutter für Schlangen, etc) oder c) irgendwann auf der Straße (oder einer "Finca"/einem Bauernhof/reitstall, etc) landet, wo sich diese Tiere dann unkontrolliert weitervermehren..
Wer Tiere sich absichtlich vermehren läßt, ist nicht nur DIREKT für diese Nachkommen, sondern INDIREKT auch für deren Nachkommen verantwortlich!
Dasselbe gilt natürlich auch für Hunde und - in beiden Fällen - für sogenannte "Rassetiere". Auch "besondere" Rassen geraten "außer Mode" und auch "Rassetiere" können "lästig" werden. - Ich bin gegen JEDE absichtliche Vermehrung von Hunden und Katzen: In Tierheimen und Tötungsstationen, in Annoncen und auf Nothilfe-Websites findet man auch von diesen Tieren jede Menge!!!!
Langer Rede, kurzer Sinn: BITTE lasst eure Tiere sich NICHT vermehren! - Danke :-)
