09.06.13, 19:52
Nachdem Eisrose im Strang Beginn der Rosenblüte 2013 danach gefragt hat, hol ich diesen Strang einmal hoch, um zu erzählen, wie es mir mit meiner Kletterrose im Trog so ergangen ist.
Gekauft haben wir sie im Frühjahr 1993, wenn ich mich recht erinnere, hat der Gärtner sie fertig eingepflanzt imTrog geliefert. Ich hab damals im Übereifer das Etikett entsorgt, weiß also bis zum heutigen Tag nicht mit Sicherheit, um welche Rose es sich handelt. Ich weiß nur, dass wir eine Kletterrose wollten, die die hässliche gelb-orange Glastrennwand zum Nachbarbalkon hin verdecken sollte.
Der Gärtner sprach irgendwas von Düngen und zurückschneiden und entschwand. Nun ja, ich habs verdrängt, weils mich damals nicht nachhaltig interessierte, aber wir haben wahrscheinlich irgendwie gedüngt und zurückgeschnitten und uns über jede Blüte gefreut, die sie uns schenkte. Wir hatten allerdings immer im Hinterkopf, wenn sie eingeht, kommt eine neue her und basta.
Vielleicht hat mein Mann ihr einmal neue Erde gegönnt, ich kanns nicht sagen.....
Erst mit Anmeldung im K&R Forum im Sommer 2008, ich war längst geschieden, hab ich begonnen, mich nachhaltig für meine Rose zu interessieren. Mag sein, dass sie gerade besonders schön blühte, oder gerade massenhaft Blattläuse hatte, an das "Schlüsselerlebnis" kann ich mich auch nicht erinnern.
Jedenfalls versuche ich seither, die Pflege meiner Rose "richtiger" zu gestalten und sie blüht seither auch üppiger und vor allem mehrmals ( wobei die Hauptblüte definitiv Anfang Juni ist).
Was tu ich dafür?
Im Frühjahr (März) wird zurückgeschnitten und sie bekommt ca. 2 EL Rosendünger (Perlenform). Bis zur 2. Düngergabe im Juli/August bekommt sie nun hin und wieder ein wenig trockenen Kaffeesatz oder eine kleingeschnittene Bananenschale untergegraben. Sonst nix.
Mit den Hauptdüngergaben bekommt sie auch meist ein paar Schäufelchen neue Erde, weil der Wurzelstock definitiv permanent viel zu weit aus der Erde herausragt.
Aber de Erde verflüchtigt sich wohl durchs gießen immer wieder. Auf gießen achte ich jetzt nicht penibel, es ist meist ziemlich feucht, weil sie im nicht überdachten Terrassenbereich steht und Regen abbekommt und ausserdem der Wurzelbereich durch die Katzenminzen verdeckt wird. Früher hatte ich Lavendel an ihrer Stelle, aber dem wars zu feucht und so bekam er einen eigenen Kübel, wo er bis zum letzten Herbst lebte. Die Katzenminzen vertragen mehr Feuchtigkeit und profitieren auch vom Rosendünger, die werden in jedem Jahr zu richtigen Büschen.
Geschnitten wird bis zum nächsten März nur das Abgeblühte und zu lange, schwächliche Triebe, stark lausbefallene Triebe oder solche mit gelben oder fleckigen Blättern.
Im Herbst bekam sie eine Fußdecke aus Nadelreisig, sonst nichts. Bis zum Winter 2011/12 war dies ausreichend. Dann erfror sie zum ersten mal fast komplett, ich hatte sie ja schon aufgegeben und wollte sie schon entsorgen, war aber gottseidank zu faul dazu. Darüber hab ich ja schon berichtet.
Nun, einen Austrieb bekam sie im Sommer doch noch und den hab ich heuer übern Winter nicht nur mit Reisig abgedeckt, sondern auch ein Vlieszelt gegönnt.
Dann im Frühjahr der Pilz, den sie schon länger hat, den ich aber nie beachtet hatte, weil sie dessen ungeachtet immer prächtigst geblüht hat. Nun war ich aber in Sorge, weil ich ja nur mehr einen lebendigen Trieb hatte.
Hab auf euren Rat hin zwar nicht den gesamten Stock ausgegraben, aber was ging, weggeschnitten, neue Erde drauf, mit Knoblauchschalentee gegossen und gespritzt.
Das Ergebnis hab ich gestern fotografiert und gepostet.
Ich habe nun beschlossen, die Rose auch im Herbst nicht auszugraben, wenn sie sich in diesem Sommer wieder zusammenwächst.
Sie ist recht alt und ich denke diese Aktion würde sie vielleicht wieder schwächen. Vielleicht arrangiert sie sich noch eine Weile mit dem Pilz und wenn sie dann mit über 20 Jahren das Zeitliche segnet, dann will es halt so sein.
Wenn ich mir aber all die Beiträge über Kübelrosen hier so durchlese, bezweifle ich, ob ich jemals wieder das Glück mit so einer robusten Rose haben werde. Sie ist zweifellos ein individuelles Sonderexemplar, was das betrifft.
Zumal wir auch andere Rosen hatten, die aber jeweils nur einige Jahre durchhielten.
Was de Sorte betrifft, es war mir bis vor relativ kurzer Zeit egal. Sie lebte, sie blühte, sie machte mir Freude, das ist es, was für mich zählt. Ein bißchen neugierig bin ich aber schon geworden und hab ein bißchen gegoogelt und nachgefragt.
Zu einem eindeutigen Ergebnis bin ich noch nicht gelangt.
Eine zeitlang dachte ich, es könnte sich um eine New Dawn handeln, nun liegt der Verdacht einer Claire Matin wesentlich näher.
Tja - so ist das, mit mir und meiner Rose......
Gekauft haben wir sie im Frühjahr 1993, wenn ich mich recht erinnere, hat der Gärtner sie fertig eingepflanzt imTrog geliefert. Ich hab damals im Übereifer das Etikett entsorgt, weiß also bis zum heutigen Tag nicht mit Sicherheit, um welche Rose es sich handelt. Ich weiß nur, dass wir eine Kletterrose wollten, die die hässliche gelb-orange Glastrennwand zum Nachbarbalkon hin verdecken sollte.
Der Gärtner sprach irgendwas von Düngen und zurückschneiden und entschwand. Nun ja, ich habs verdrängt, weils mich damals nicht nachhaltig interessierte, aber wir haben wahrscheinlich irgendwie gedüngt und zurückgeschnitten und uns über jede Blüte gefreut, die sie uns schenkte. Wir hatten allerdings immer im Hinterkopf, wenn sie eingeht, kommt eine neue her und basta.
Vielleicht hat mein Mann ihr einmal neue Erde gegönnt, ich kanns nicht sagen.....
Erst mit Anmeldung im K&R Forum im Sommer 2008, ich war längst geschieden, hab ich begonnen, mich nachhaltig für meine Rose zu interessieren. Mag sein, dass sie gerade besonders schön blühte, oder gerade massenhaft Blattläuse hatte, an das "Schlüsselerlebnis" kann ich mich auch nicht erinnern.
Jedenfalls versuche ich seither, die Pflege meiner Rose "richtiger" zu gestalten und sie blüht seither auch üppiger und vor allem mehrmals ( wobei die Hauptblüte definitiv Anfang Juni ist).
Was tu ich dafür?
Im Frühjahr (März) wird zurückgeschnitten und sie bekommt ca. 2 EL Rosendünger (Perlenform). Bis zur 2. Düngergabe im Juli/August bekommt sie nun hin und wieder ein wenig trockenen Kaffeesatz oder eine kleingeschnittene Bananenschale untergegraben. Sonst nix.
Mit den Hauptdüngergaben bekommt sie auch meist ein paar Schäufelchen neue Erde, weil der Wurzelstock definitiv permanent viel zu weit aus der Erde herausragt.
Aber de Erde verflüchtigt sich wohl durchs gießen immer wieder. Auf gießen achte ich jetzt nicht penibel, es ist meist ziemlich feucht, weil sie im nicht überdachten Terrassenbereich steht und Regen abbekommt und ausserdem der Wurzelbereich durch die Katzenminzen verdeckt wird. Früher hatte ich Lavendel an ihrer Stelle, aber dem wars zu feucht und so bekam er einen eigenen Kübel, wo er bis zum letzten Herbst lebte. Die Katzenminzen vertragen mehr Feuchtigkeit und profitieren auch vom Rosendünger, die werden in jedem Jahr zu richtigen Büschen.
Geschnitten wird bis zum nächsten März nur das Abgeblühte und zu lange, schwächliche Triebe, stark lausbefallene Triebe oder solche mit gelben oder fleckigen Blättern.
Im Herbst bekam sie eine Fußdecke aus Nadelreisig, sonst nichts. Bis zum Winter 2011/12 war dies ausreichend. Dann erfror sie zum ersten mal fast komplett, ich hatte sie ja schon aufgegeben und wollte sie schon entsorgen, war aber gottseidank zu faul dazu. Darüber hab ich ja schon berichtet.
Nun, einen Austrieb bekam sie im Sommer doch noch und den hab ich heuer übern Winter nicht nur mit Reisig abgedeckt, sondern auch ein Vlieszelt gegönnt.
Dann im Frühjahr der Pilz, den sie schon länger hat, den ich aber nie beachtet hatte, weil sie dessen ungeachtet immer prächtigst geblüht hat. Nun war ich aber in Sorge, weil ich ja nur mehr einen lebendigen Trieb hatte.
Hab auf euren Rat hin zwar nicht den gesamten Stock ausgegraben, aber was ging, weggeschnitten, neue Erde drauf, mit Knoblauchschalentee gegossen und gespritzt.
Das Ergebnis hab ich gestern fotografiert und gepostet.
Ich habe nun beschlossen, die Rose auch im Herbst nicht auszugraben, wenn sie sich in diesem Sommer wieder zusammenwächst.
Sie ist recht alt und ich denke diese Aktion würde sie vielleicht wieder schwächen. Vielleicht arrangiert sie sich noch eine Weile mit dem Pilz und wenn sie dann mit über 20 Jahren das Zeitliche segnet, dann will es halt so sein.
Wenn ich mir aber all die Beiträge über Kübelrosen hier so durchlese, bezweifle ich, ob ich jemals wieder das Glück mit so einer robusten Rose haben werde. Sie ist zweifellos ein individuelles Sonderexemplar, was das betrifft.
Zumal wir auch andere Rosen hatten, die aber jeweils nur einige Jahre durchhielten.
Was de Sorte betrifft, es war mir bis vor relativ kurzer Zeit egal. Sie lebte, sie blühte, sie machte mir Freude, das ist es, was für mich zählt. Ein bißchen neugierig bin ich aber schon geworden und hab ein bißchen gegoogelt und nachgefragt.
Zu einem eindeutigen Ergebnis bin ich noch nicht gelangt.
Eine zeitlang dachte ich, es könnte sich um eine New Dawn handeln, nun liegt der Verdacht einer Claire Matin wesentlich näher.
Tja - so ist das, mit mir und meiner Rose......
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.08.14, 14:15 von susima.)
Gibt das Leben Dir Zitronen, mach Limonade draus!

