24.10.11, 20:30
(24.10.11, 13:47)Gudrun schrieb: Wenn eine Frau ihren Beruf mit der männlichen Bezeichnung angibt, bedient sie natürlich die allgemeinen Vorurteile ... Chuzpe - warum nicht?
Nein, eben gerade nicht. Denn die Vorurteile bestehen ja nur gegen die weibliche Form - die Verkleinerung/Verniedlichung, wie Raphaela so richtig bemerkte.
Klar kommt es manch einem seltsam vor, wenn sich eine Frau als Künstler, Gärtner oder Friseur bezeichnet. Aber es stellt auch einen ganz wichtigen Denkanstoß dar.
Habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, wie viele Vorurteile in den Köpfen der Menschen auf der Stelle losgetreten werden, wie viele gedankliche Schubladen da auf- und zugehen und wie man sofort alle möglichen Schlüsse zieht, wenn man einem Fremden begegnet, der eindeutig als Mann oder Frau zu identifizieren ist? Und wie es einen irritiert, wenn man diese Zuordnung nicht sofort vornehmen kann? So etwas wurde auch hier schon gesagt - "man möchte doch wissen, mit wem man es zu tun hat".
Oder möchte man einfach seine eigenen Vorurteile keinesfalls missen?
