07.01.14, 18:57
(02.09.11, 21:24)OmaHena schrieb: @maryrose und Zwiebelchen: Danke für Eure Tipps - bin echt begeistert!
Salzbohnen kenn ich aus meiner Kindheit, waren mir echt entfallen.
Aus dem Strang "Was kocht ihr heute" kopiere ich hier mal Angelikas eingelegte Schnibbelbohnen
Zitat:Mechthild, ich schnipple die Bohnen - nach dem Waschen und Gipfeln natürlich - mit dem Bohnenschnippler und dann geb ich sie in einen Steinguttopf, immer eine Lage von vielleich 10 cm dann so eine halbe Tasse Salz drauf, die Bohnen werden dann richtig fest gedrückt und das Salz eingeknetet (blöd formuliert, aber besser kann ich es nicht sagen) und dann kommt noch eine Schicht und noch eine.... Ich schau aber immer, dass ich nur 3 - 4 Schichten auf einmal rein packe, dann warte ich einige Tage.
Jedenfalls kommt auf die obere Schicht wieder Salz, dann ein sauberes nasses Geschirrtuch und die Steine vom Topf. Die hab ich (ging mal ein Topf kaputt) in doppelter Ausführung, kommen alle rein, ansonsten würd ich auf die Steinplatten noch ein großer ausgekochter Wacken legen. Je schwerer das Gewicht, desto mehr Wasser tritt aus.
Jedenfalls am anderen Tag schau ich nach, ob die Bohnen Wasser gezogen haben, wenn ja, ist alles okay, ansonsten koch ich etwas Wasser ab und gebs dazu. Die Bohnen werden ja zu Anfang durch die ständige Nachfüllerei (wir haben einen Riesentopf) immer wieder geöffnet, dann wasch ich das Tuch aus, die Steine ab und die nächsten Schichten kommen rein. Anfangs bleibt der Topf bei mir noch in der Küche stehen, damit die Gärung in Gang kommt, danach kommt er in den Naturbodenkeller.
Es riecht in der Küche nicht schlecht, auch wenn ich das schon gehört habe. Also nicht, dass es bei uns schlecht riecht, sondern dass Ständlebohnen grundsätzlilch schlecht riechen. Vielleicht deshalb, weil wir einen Topf mit Wasser rinne haben und da auch Wasser drin ist.
Jedenfalls mach ich später den Topf so alle 10 Tage bis 2 Wochen auf und wasch Steine und Handtuch heiß aus und nehm mir die obere Schicht zum Essen raus oder wasche sie in kaltem Wasser und geb sie wieder rein, Salz dazu und wieder zugedeckt.
Die Bohnen die ich raus nehme, lasse ich über Nacht in reichlich (!) kalt Wasser stehen, und koche sie anderntags in frischem Wasser. WEnn sie gut sind, kommen sie dann noch kurz mit Speck oder Butter in den Topf und schmecken nachher sehr gut.
die Anleitung vom Bohnentopf hab ich glaub ich nicht mehr, aber ich habe ein Büchlein hier aus sder Region, da ist es auch beschrieben. Ähnlich, wie ich es mache, vielleicht auch mit Mengenangaben. Könnt dir das Rezept auch da drauß kopieren.
Ich wüsste ja gern, wie dann diese gewässerten und gegarten Bohnen schmecken. Andernorts werden sie auch als saure Bohnen bezeichnet. Sind sie dann so sauer wie Sauerkraut bzw. eingelegte Gurken? Sowas mag ich leider nicht. Aber jede stromsparende Konservierungsmethode interessiert mich sehr.
Grüße von der Linde

