RE: Wem gehört die Ernte? -
Angelika - 13.10.11
Wir haben auch Erntehelfer in der ERde.
Seit einigen Tagen liegen jeden Tag einige Zuckerhutsalate im Beet, sie kippen einfach um. Nimmt man sie dann auf, kann man tennisballgroße Löcher erkennen, die Wurzel fehlt komplett, danach wird der Kopf ausgehöhlt. Wenn das so weiter geht, gehts den M äusen gut und wir haben den Winter keinen Salat. Wenns schon kälter wäre, könnte mand den Salat holen und einschlagen, aber so .... Also heißt es essen, essen, essen.
RE: Wem gehört die Ernte? -
Libellenzauber - 13.10.11
(13.10.11, 13:26)Angelika schrieb: Wir haben auch Erntehelfer in der ERde.
Seit einigen Tagen liegen jeden Tag einige Zuckerhutsalate im Beet, sie kippen einfach um. Nimmt man sie dann auf, kann man tennisballgroße Löcher erkennen, die Wurzel fehlt komplett, danach wird der Kopf ausgehöhlt. Wenn das so weiter geht, gehts den M äusen gut und wir haben den Winter keinen Salat. Wenns schon kälter wäre, könnte mand den Salat holen und einschlagen, aber so .... Also heißt es essen, essen, essen.
...siehste, und genau dabei wollen Dir die armen Mäuschen doch nur helfen, damit nix verkommen muss! Ist doch nett von ihnen, findest Du nicht??
RE: Wem gehört die Ernte? -
akelei - 13.10.11
An alle Öko-Bio- und Demeter-Gärtner

!
Könnt Ihr mir mal bitte was erklären?
Nehmt Ihr im Garten Pilz- und Nematodenresistente Sämereien und Pflanzen u.s.w.?
Ich versuche bisher immer, keine Hybriden einzusetzen und wirklich alte, unverfälschte Sorten. Gerade bei Obstbäumen ist das nicht einfach, finde ich.
Überall wo etwas von "resistent" dagegen und dagegen steht, lasse ich es liegen. Oder findet Ihr das übertrieben und man sollte auch mal eine neue Möhrensorte oder dergleichen kaufen? Ich dachte eben bisher, im Garten ohne Chemie sollte man auch auf manipuliertes Saatgut verzichten, kann aber damit ganz falsch liegen.
Bitte, wie handhabt ihr das?
fragt neugierig und ein wenig ratlos Annett
RE: Wem gehört die Ernte? - Unkrautaufesserin - 13.10.11
Liebe Akelei,
Resistent heißt ja nicht hybrid! Es gibt auch resistente alte Sorten, von 1950 beispielsweise grauschimmelresistente Erdbeeren... Ist halt immer Recherchearbeit, herauszufinden, was nun alt und resistent ist. Hybriden kommen mir (noch) nicht in den Garten, aber wenn meine Kleinen mal größer sind, werde ich mich mal an Selektion versuchen. Grundsätzlich scheiden Hybriden ja kein Gift aus, sie sind auch nicht genetisch manipuliert. Man kann sie nur nicht einfach weitervermehren, sondern muß erst noch die stabile Sorte auslesen. Diese Arbeit machen sich die Firmen nicht, sondern sie spekulieren auf höhere Gewinne, wenn der Kunde Saatgut jedes Jahr neu kaufen muß. Damit erzeugen sie Abhängigkeit von ihren Produkten, und können die Preise bestimmen.
Deshalb lehne ich es ab, jährlich neues Saatgut zu kaufen. Allerdings würde es mich schon reizen, aus irgendeiner Hybride die stabile Sorte auszulesen, und so der Saatgutindustrie in die Suppe zu spucken...
Liebe Grüße, Mechthild
RE: Wem gehört die Ernte? - desRiu - 13.10.11
(13.10.11, 01:11)Lilli schrieb: (12.10.11, 23:12)Unkrautaufesserin schrieb: Sät man nicht Ringelblumen gegen Nematoden?
Ja, Ringelblumen und Tagetes
lg Lilli
Vielen Dank, da sind schon extra einige Ringelblumen in den betreffenden Beeten, vielleicht waren es nicht genug...
An anderer Stelle habe ich sehr viele Tagetes, die waren eigentlich als Beetumrandung gedacht, sind aber riesengroß geworden.
Da die jetzt durch die Kälte & Nässe bereits sehr unansehnlich geworden sind, wollte ich sie die Tage rausnehmen.
Macht es Sinn, die kleinzuschneiden und anstatt sie auf den Kompost zu tun, die befallenen Beete damit zu mulchen und über den Winter einziehen zu lassen, um den Boden entsprechend zu verbessern und die Würmchen zu verschrecken?
RE: Wem gehört die Ernte? -
Lilli - 14.10.11
(13.10.11, 22:03)desRiu schrieb: Macht es Sinn, die kleinzuschneiden und anstatt sie auf den Kompost zu tun, die befallenen Beete damit zu mulchen und über den Winter einziehen zu lassen, um den Boden entsprechend zu verbessern und die Würmchen zu verschrecken?
Hallo Kat,
ich glaube, kleingeschnitten verschrecken die Tagetes keinen mehr, es sind ja ihre lebendigen Wurzeln, die wirken. Gegen Mulch spricht aber ja sowieso nix, und vielleicht findet sich noch das eine oder andere Sämchen daran und es kommen dadurch früh im Jahr schon die ersten neuen.
Liebe Grüße, Lilli
RE: Wem gehört die Ernte? -
Libellenzauber - 14.10.11
Auch wenn das Mulchen nicht direkt etwas gegen Nematoden hilft, da die Wurzeln zur Bekämpfung einfach nötig sind, bringt es schon etwas gegen das Unkraut drumherum. Denn dort werden die Zysten postiert, bis entsprechende für N. nützliche Pflanzen im Umkreis wachsen und sie dann aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen können.
Liebe Libellengrüße
RE: Wem gehört die Ernte? - desRiu - 14.10.11
Aha, das habe ich mir fast gedacht, ich danke euch!
Aber auf jeden Fall werde ich die abgeschnittenen, riesigen Tagetes-Pflanzen zusammen mit dem anderen Mulch großzügig verteilen. Schaden tut es garantiert nicht...
Fürs nächste Jahr werde ich vielleicht dann besser nur die Gewürztagetes zur Beetumrandung verwenden, die sind nämlich klein und übersichtlich geblieben.
Gruß aus S-H
RE: Wem gehört die Ernte? -
Erdling - 14.10.11
Ich habe dieses Jahr die Erfahrung gemacht, dass die Gewürztagetes den Schnecken getrotzt haben. Die üppigen, immer noch blühenden Büsche sind eine Augenweide. Die normalen T. sind fast alle abgefressen und kümmern vor sich hin. Das bestärkt mich auch darin, diese kleinen duftenden Kobolde nächstes Jahr stärker einzusetzen.
Habt ihr auch diese Erfahrungen gemacht?
RE: Wem gehört die Ernte? - Brigitte - 14.10.11
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