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Weizenverzicht - Druckversion

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Weizenverzicht - Melly - 22.09.22

Ich bin seit etlichen Monaten dazu übergegangen, auf Weizen zu verzichten bzw. den nicht 
mehr zu essen; ist anfangs etwas schwierig umzusetzen, man muss schon genau gucken. Wir ersetzen mit Dinkel, bin froh, dass die Familie da mitzieht. Nur wenn es um Nudeln für die Suppe geht, muss ich oft in den sauren Apfel beißen und die mitessen, da es kaum Faden- oder Suppennudeln aus Dinkel zu kaufen gibt. 
Bei Gebäck fällt das jetzt nicht mehr auf, bei Nudelgerichten kamen die erste Zeit von unserm Sohn Kommentare in der Form, warum das so "komische" Nudeln sind. Inzwischen hat er sich dran gewöhnt, dass die Nudeln anders aussehen, vom Geschmack kriegt er eh nichts mit durch die Saucen, die er darüber patscht - jeder nach seiner Fasson. Ich mag halt gern Nudeln mit Spinat, da könnte ich mich reinsetzen, während mein GG dann aus dem Zimmer geht.  wink 
Nun fragt sich der eine oder andere, warum Weizenverzicht? Weil ich in einem Vortrag mitbekam, dass Weizen entzündungsfördernd wirkt. Tja, fand ich sehr "spanisch" zunächst, aber als ich das mal so alles kopfmäßig verarbeitet hatte, dachte ich, "Versuch macht kluch". 
Also bin ich es angegangen! War in der ersten Phase familiär sehr schwierig, denn es wurde langsam kritisch, was denn nun noch auf den Tisch kommen durfte und was nicht. Wobei ich den Herren hier immer anbot, auch weiterhin ihr Ding durchzuziehen, das, was sie mögen auch zu verspeisen, ohne Rücksicht auf mich. 
Aber mein GG ist halt mein GG :heart:, er kocht ja auch. Somit stimmen wir uns jetzt regelmäßig ab und die Familie ernährt sich dadurch meines Erachtens wesentlich gesünder, sogar unser Sohn,  :rolleyes: , wobei ich oft nicht wissen will, was da so alles essenstechnisch zum Einsatz kommt.  wink 
Meine Entzündungen in den Kniegelenken mit entsprechenden Schwellungen sind soweit rückläufig inzwischen, dass es fast an ein Wunder grenzt. Ich schaue auf mein gebeugtes Knie und sehe eine Spitze und nicht mehr einen Ballon. 
Sicherlich wird irgendwann das Messer noch geschwungen werden müssen, aber solange ich das über essenstechnische Maßnahmen rausziehen kann, werde ich das tun.


RE: Weizenverzicht - Brennnessel - 22.09.22

Melly da wünsche ich dir weiterhin Erfolg! Reine Dinkelprodukte mag ich nicht so gerne, schön das es euch schmeckt.
Birgit


RE: Weizenverzicht - Julchen - 22.09.22

Das finde ich sehr interessant, insbesondere, wenn deine Entzündungen zurückgegangen sind und du das auf den Weizenverzicht zurückführst. Ich hatte mich da auch mal etwas eingelesen, fand aber keine Erklärung, die mich überzeugt hätte bzw. die mir glaubhaft gemacht hätte, warum Weizen Entzündungen fördert, Dinkel aber nicht. Weißt du noch mehr dazu?


RE: Weizenverzicht - Orchi - 22.09.22

(22.09.22, 08:37)Julchen schrieb:   Ich hatte mich da auch mal etwas eingelesen, 

ich hatte mich auch schon mit dem Thema befasst, aber da GG Dinkelprodukte überhaupt nicht mag und ich dann jedes Mall 2 versch. Sachen kochen müsste habe ich es gelassen. Dinkelnudeln sind allerdings auch nicht meins, Dinkelbrötchen dagegen schon  :thumbup: 
Melly ich finde es schon erstaunlich und natürlich super, das die Ernährungsumstellung bei Dir solche tollen Ergebnisse bringt,  :clapping: da hat sich die Umstellung echt gelohnt  smile


RE: Weizenverzicht - greta - 22.09.22

Finde das sehr bemerkenswert, Melly. Daß Du Dich so komplett umgestellt hast und Du sogar gesundheitliche  Verbesserungen wahrnehmen kannst. 
Ich gestehe, daß ich mich mit dem Thema noch nicht so befaßt habe, Dinkel ist halt gar nicht meins. Hier gibts Schwarzbrot, aber auch Brötchen und Weck.


RE: Weizenverzicht - Melly - 22.09.22

Für mich hat sich das auf jeden Fall gelohnt. 
Julchen, es gibt einen Film über Weizenanbau, ich muss mal suchen. Aber im Link wird auch über Weizen gesprochen. Das sind die Ernährungs-Docs 

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Entzuendungen-hemmen-mit-den-richtigen-Lebensmitteln,entzuendungshemmer100.html

Neben dem Weizenverzicht habe ich auch meinen Fleischkonsum rigoros eingeschränkt, esse fast nur Geflügel. Keine Wurst mehr, also kein Schwein. Fakt ist, sobald ich den Pfad verlasse, merke ich das körperlich inzwischen. Bei Fleischkonsum sehe ich das direkt den nächsten Tag auf der Waage. 
An manchen Tagen ist das nicht so einfach durchzuziehen, da gibt es dann auch Diskussionen hier, aber dann kommen wieder Tage, wo mein GG ganz stolz von sich gibt, dass er schon soundsolange keine Wurst mehr gegessen hat.  :laugh: Wobei er sich das erlauben könnte von der Figur her, er ist groß und schlank, dieses Groß-und-Schlank-Gen fehlt mir leider.  :devil:


RE: Weizenverzicht - Julchen - 22.09.22

Dass die Reduzierung des Fleischkonsums sich unmittelbar positiv auf die Entzündungen aus wirkt, glaube ich sofort. Der Zusammenhang ist gut erforscht, Stichwort Arachidonsäure.

Hast du mal getestet, eine Weile nur Weizen zu meiden und dann nur Fleisch? Oder bist du einfach nur froh, dass es so gut läuft, und magst nicht weiter rumprobieren?


RE: Weizenverzicht - Melly - 22.09.22

Dass mir Fleisch nicht gut bekommt, habe ich schon länger im Kopf. Denn als GG operiert wurde, habe ich keinerlei Fleisch gegessen. Die Kombi Weizen/Fleisch ist nach und nach entstanden, erst habe ich Anfang des Jahres den Weizen ausgetauscht mit Dinkel, später dann gänzlich auf Rind verzichtet und Geflügel probiert, was ich viel besser toleriere. Irgendwann fiel mir auf, dass sich der Ballon am Kniegelenk fast komplett zurückgebildet hatte. 
Hier ist der Film "Nelson Müllers Weizen-Report"

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/zdfzeit-nelson-muellers-weizen-report-100.html


RE: Weizenverzicht - Julchen - 22.09.22

Danke


RE: Weizenverzicht - Bärbel - 23.09.22

Deine Erfahrungen lesen sich sehr interessant, Melly, und ich freue mich mit Dir, dass es Dir dabei so gut geht :clapping: 
Ich versuche auch, so oft es geht Dinkel statt Weizen zu nehmen, aber manches geht mit Dinkel einfach nicht, z.B. Spätzle :no:  , deshalb ist Weizen immer noch Standart.

Ich trinke seit Juni, Juli ungefähr jeden Tag ein Schnapsglas Zitronen-Knoblauch-Honig-Mischung, das tut mir unheimlich gut.
Die Eltern meiner Kollegin haben in ihrem Haus einen Arzt aus dem Krankenhaus zur Miete, der wurde von der Mutter der Kollegin um Rat gefragt, weil der Vater die Bluthochdruckmittel verweigert. Der Doc meinte dann, er solle dann wenigstens die Zitronen-Knoblauch-Honig-Kur machen, er selbst trinke es täglich. Er hatte verengte Halsvenen und nach Wochen mit diesem Gebräu waren sie wieder blitzeblank. Der Vater trinkt den Zitronen-Knoblauch gerne und es geht ihm damit besser.

Weil auch ich seit 30 Jahren Bluthochdruck habe, habe ich das Gebräu auch mal ausprobiert. Blutdruck habe ich noch immer, aber mir geht es allgemein viel besser, ich fühle mich irgendwie frischer. UND es reduziert die nächtlichen Hitzewallungen auf ein erträgliches Maß Yahoo  , ich merke es gleich, wenn ich mein abendliches Stamperl vergessen habe :hot1: