Kraut und Rosen
Austin-Rosen - Druckversion

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RE: Austin-Rosen - Moonfall - 28.10.16

Ich persönlich glaube schon, dass Austin sen. da was Tolles gezüchtet hat. Zu seiner Anfangszeit waren gerade die grellen TH en vogue. Und dann kommt da dieser Engländer und züchtet Rosen, die aussehen wie üppige Sträucher alter Sorten, aber öfter blühen.

Aber ob Rosen auch langfristig gut gedeihen, hängt von den lokalen Gegebenheiten, vom Wetter und von weiteren Faktoren ab. Ich frage mich bei einigen meiner Engländerinnen schon, was der Grund für ihr Rückwärtswachsen ist. Bei Tradescant habe ich keine Ahnung - die Unterlage? Der Graham Thomas mochte vielleicht meinen radikalen Rückschnitt nicht, aber er war mir einfach zu hoch, konnte die steifen Blüten nicht mehr sehen. Seither sieht er erbärmlich aus. :noidea:

Oder kennt jemand ein Geheimnis, wie man die Austins längerfristig als schöne, blühfreudige Sträucher erhalten kann?


RE: Austin-Rosen - Gerardo - 29.10.16

Gudrun,
ich denke, dass bei den Austins auch einige 'Diven' dabei sind, die nicht überall gut wachsen.
Eine Rosenfreundin und große Verehrerin vieler Austin-Rosen, welche in Graz gärtnert, kauft alle Austin-Rosen nur direkt in England bei Austin selbst. Sie hat jahrzehntelange Erfahrung und behauptet, dass die in England gekauften Austins viel besser wachsen würden wie die von deutschen und österreichischen Betrieben veredelten.
Deshalb vermute ich, dass bei einigen Austin-Sorten die richtige Unterlage mit Bedacht und Erfahrung ausgewählt werden muss.


RE: Austin-Rosen - greta - 30.10.16

(28.10.16, 21:15)Gudrun schrieb:  Hab' nicht in diesem Austin Faden wirklich mitgelesen.
Das letzte Tradescant - Foto von Gerardo ist natürlich wunderschön anzusehen ...

Sind die Austins wirklich eine Errungenschaft, die mensch bräuchte oder eher Diven?


Ich finde schon, daß sie eine Errungenschaft sind, vor allem im Vergleich zu den THs/Edelrosen aus den 70er Jahren, deren Vorgarten-Bilder mich nie auf die Idee kommen ließen, Rosen könnten auch schön sein und anders aussehen.
Sie bilden, meistens, schöne Sträucher, blühen oft und viel und duften auch noch.
Ok, manche zeigen einem auch, was SRT und Nacktheit ist und manche sind in kalten Wintern zimperlich, passen nicht in kalte Klimazonen, aber das gibt es bei anderen modernen Züchtungen auch.
Die Geschmäcker sind ja durchaus verschieden, aber ich finde schon, daß Austin viele schöne Züchtungen gelungen sind...manchmal dauert es eine Weile, bis man die für sich passenden heraus gefunden hat.

Mit den Austins begann mein Rosenvirus, ich erinnere einen Ausflug mit Gartenfreundinnen in offene Gärten und mein fast andächtiges Bewundern vieler blühender Sorten, von denen ich nicht eine einzige kannte.
Im nächsten Garten blieb ich fast ehrfürchtig vor einer Mme. Boll stehen..nein, keine Austin, dafür historisch...auf jeden Fall stand am Ende dieses Tages mein Entschluß fest, meinen damals ziemlich leeren Garten umzugestalten und Beete anzulegen.




RE: Austin-Rosen - Moonfall - 30.10.16

Das ging mir ähnlich! Die stacksigen TH in den Gärten interessierten mich nie, aber als ich auf Austins Rosen stieß, änderte sich meine Meinung über Rosen. Emanuel und Warwick Castle waren welche der ersten Rosen auf meiner damaligen Terrasse.

Dzt. blühen noch Radiotimes und Fighting Temeraire.
[Bild: 30027970903_ab53b60819.jpg] [Bild: 30027971963_e8189696c8.jpg]


RE: Austin-Rosen - Gudrun - 30.10.16

Kannte bis in meine Dreißiger nur diese Beet~ und Rabattenrosen - bevorzugt vor Tankstellen - und "Gloria Dei " in Vorgärten Clown
Als ich in diesen Garten einzog, gab es eine New Dawn , die sich in eine Kiefer emporhangelte und zwei Schneewittchen-Sträucher zu bewundern - beide ja eher mit edelrosenartigen Blüten.
Mit ihnen begann mein Roseninteresse und richtete sich durch glückliche Fügung (Ingwer J. Jensen in der Nähe) auf alte Rosen.
War eine gute Wahl, weil die meisten von ihnen ohne große Zuwendung auskamen, ging bei Beruf und Familie nicht anders.
Der Baron Girod de l'Ain war der erste richtig wahrgenommene Flop - wahrscheinlich weil ich da schon Rentnerin war :tongue1:
Als dann im Frühjahr 2013 in diesem Forum die Invasion der Rosis von einem anderen Stern stattfand, happich einfach nur gestaunt Give_rose
Seitdem sind mir einige wunderschöne Rosen in die Beete gehüpft. Danke!

Der Austin - Faden wurde jetzt ab Seite 13 durchwühlt, und ich bin bei den weißen Kew Gardens , Winchester Cathedral hängen geblieben.
Die dunkle Tradescant muss auch sein. Gerardo hat mir schon den perfekten Pflanzplatz verraten - nämlich zum Cardinal de Richelieu . In der Nähe gibt es schon Trier und Schneewittchen ...

Die weißen werden sich zu Night Owl gesellen :heart:





RE: Austin-Rosen - greta - 30.10.16

Gudrun, da hast Du ja einige Seiten durchgesehen....nur kurz zur Kew Gardens : sie kann auch blassgelb und halbschattig, ich hab sie zweimal.


RE: Austin-Rosen - Landfrau - 30.10.16

(30.10.16, 17:32)Gudrun schrieb:  Der Baron Girod de l'Ain war der erste richtig wahrgenommene Flop - wahrscheinlich weil ich da schon Rentnerin war :tongue1:

Gudrun, auch die historischen Rosen sind kein einheitliches Gebilde. Eben auch nicht alle "robust", duftend, winterhart und üppig :whistling: Und als sich die Zucht eben verstärkt auf öfterblühend, besondere Farben - dieses Rot wie beim Baron gab es bei den alten europäischen Gartenrosen z.B genau wie echtes gelb eher nicht- blieben andere Faktoren auf der Strecke. Gesundheit etwa war damals nicht so wichtig. Die alten Einmalblühenden waren es einfach überwiegend und bei den neueren "Roten" standen andere Vorzüge im Vordergrund. Nimm ihn doch als "Zeitzeugen" einer Rosenzucht, die damals in eine Sackgasse lief :tongue1:
Und Austin hat auch nicht ohne Grund eben nicht beim Baron weitergemacht :laugh: Sondern sich auf die alten Gallicas besonnen. Ich fand seine Ideen auch sehr interessant, eigentlich sind es ganz normale moderne Rosen :laugh:, aber eben unter einem bestimmten züchterischen Ansatz. Und das "Aussehen" und der Duft seiner Rosen traf wohl den Zeitgeist. Oder vielleicht hat er ihn auch ein bisschen mitgeprägt. Seine Rosen sind weder alles Diven noch sind sie alle uneingeschränkt empfehlenswert. Wie greta gesagt hat, man muss bzw. kann das Passende finden :laugh:
Winchester Cathedral ist bestimmt wie Kew Gardens eine gute Wahl. Ich habe jetzt noch nicht gehört, dass jemand da echt enttäuscht war. Das muss natürlich nichts heißen Clown
Bei den dunkelroten habe ich den Eindruck, dass es doch ein bisschen ein Glückspiel ist. Kann gut gehen, muss aber nicht. daher viel Glück bei Tradescant.
Hier steht William Shakespeare 2000, aus vollem Herzen empfehlen würde ich ihn aber nicht.


RE: Austin-Rosen - Moonfall - 30.10.16

Kleine Ergänzung, die nicht hierher gehört: der Baron ist eine Remontant-Rose. Die wurden oft für Ausstellungen gezüchtet, hübsche Blüte und Knospenform war das Ziel. Der Rest war offenbar nicht so wichtig, als Gartenpflanzen lassen sie zu wünschen übrig, so kann man die Beschreibung in Austins Buch nachlesen.

Mir persönlich scheinen die neueren Austin-Rosen schon etwas zu austauschbar, aber einige der alten Züchtungen und sicher auch noch welche der neuen sind sehr fein.



RE: Austin-Rosen - Rosenresli - 31.10.16

Komisch....meine Rosenliebe wurde vor Zeiten auch von einer Austin-Rose entfacht: Von meiner Schwester bekam ich eine "Eglantyne" als Kübelrose zum Geburtstag. Und das ist bestimmt fast 20 Jahre her. Diese Eglantyne lebt immer noch in einem großen Kübel, wäre vor ein paar Jahren fast verstorben, hat aber dieses Jahr geblüht wie schon lange nicht mehr. Eglantyne gehört für mich zu den Austin-Klassikern wie auch Getrude Jekyll, Graham Thomas, Heritage und einige mehr. Und die Nase in eine Blüte von "Jude the Obscure" stecken und diesen Duft erleben....das löst bei mir Glücksgefühle aus!
LG
Susanne


RE: Austin-Rosen - Gudrun - 31.10.16

(31.10.16, 02:07)Rosenresli schrieb:  Diese Eglantyne lebt immer noch in einem großen Kübel, wäre vor ein paar Jahren fast verstorben, hat aber dieses Jahr geblüht wie schon lange nicht

Och liebe Suse, täte so gern mal wieder einen Blick in deinen "rosigen Innenhof" werfen. Kannste nicht mal paar Fotos zeigen ... vielleicht nächstes Jahr?

Nach bisschen hin~ und her Überlegen happich mich jetzt entschieden, bei denen auch die Austins zu bestellen.
Habe dort nach Raphaelas Empfehlung nur gute Pflanzen erhalten, die sich alle in kürzester Zeit wunderbar entwickelt haben.

OT
nachdem ich 2008 in deiner Umgebung diese "Natternkopfwiesen" entdeckte, war ich auf der Suche. Durch eine Samenspende von Erdling sind die "Köpfchen" inzwischen Grundbestandteil in meinem Garten, weil dieses wunderschöne Blaulilarosa allen anderen als Unterpflanzung guttut. Wenn's zuviel ist, wird gerupft ... und sie versamen sich ohne mein Zutun an genau richtige Orte.
Selbst jetzt gibt es noch blühende alte und viele junge Pflanzen. Mal sehen, was der "Winter" ihnen beschert.

OT