12.07.15, 17:22
Hi
Dir deutschen Namen einer Pflanze können sehr mannigfaltig sein. Das ist nicht nur eine Frage des Dialekts, sondern auch in der Hochsprache gibt es manchmal mehrere Bezeichnungen für eine Pflanze.
siehe: http://www.gesundheit.de/lexika/heilpfla...n-synonyme
Manchmal werden aber auch gleiche Namen für verschiedene Pflanzen gebraucht: so wird der Name Märzenbecher einmal für Leucioum vernum als auch örtlich für die Narzisse gebraucht.
Im allgemeinen haben die Menschen früher zwar gut beobachtet und Pflanzen bei ähnlicher Blattform auch mit ähnlichen Namen bedacht: Rotbuche - Weißbuche, Esche - Eberesche, Esskastanie - Rosskastanie Salweide - Ölweide, Veilchen - Alpenveilchen - Usambaraveilchen, oder Rhabarber - Wilder Rhabarber für die Pestwurz. Dabei haben sie aber nicht die biologsichen Verwandtschaften berücksichtigt, weil es bis dahin zumeist auch noch kein Verwandtschaftssystem und seine Kriterien gab.
Die binomiale Benennung mit lateinisch/griechischen oder latinisierten Namen, die auf C.v. Linné zurückgeht, hat da eine größere Eindeutigkeit geschaffen. Aber leider scheinen die Verwandtschaftsbeziehungen derart schwierig zu sein, dass es immer wieder Änderungen in der Systematik und bei den Fachnamen gibt.
Dann kommen noch anerkannte Namen für Sorten hinzu wie z.B. Firecracker bei Lysimachia ciliata.
Manchmal gibt es auch sehr kreative neu-deutsche Namen. Das Pflänzchen Isotoma fluviatilis, das aus Australien kam und als Teich- Rasen- oder Sumpfpflanze verkauft wurde, erhielt den Namen "Gaudich"! Irgendjemand hat den Namen des Erstbeschreibers Charles Gaudichaud Beauprés, der abgekürzt als Gaudich. hinter dem lateinischen Doppelnamen stand für den deutschen Namen gehalten, es wurden entsprechende Etiketten gedruckt und schon hatte die Pflanze einen "deutschen" Namen. Wofür ein Irrtum nicht alles gut sein kann?
MfG.
Wolfgang
Dir deutschen Namen einer Pflanze können sehr mannigfaltig sein. Das ist nicht nur eine Frage des Dialekts, sondern auch in der Hochsprache gibt es manchmal mehrere Bezeichnungen für eine Pflanze.
siehe: http://www.gesundheit.de/lexika/heilpfla...n-synonyme
Manchmal werden aber auch gleiche Namen für verschiedene Pflanzen gebraucht: so wird der Name Märzenbecher einmal für Leucioum vernum als auch örtlich für die Narzisse gebraucht.
Im allgemeinen haben die Menschen früher zwar gut beobachtet und Pflanzen bei ähnlicher Blattform auch mit ähnlichen Namen bedacht: Rotbuche - Weißbuche, Esche - Eberesche, Esskastanie - Rosskastanie Salweide - Ölweide, Veilchen - Alpenveilchen - Usambaraveilchen, oder Rhabarber - Wilder Rhabarber für die Pestwurz. Dabei haben sie aber nicht die biologsichen Verwandtschaften berücksichtigt, weil es bis dahin zumeist auch noch kein Verwandtschaftssystem und seine Kriterien gab.
Die binomiale Benennung mit lateinisch/griechischen oder latinisierten Namen, die auf C.v. Linné zurückgeht, hat da eine größere Eindeutigkeit geschaffen. Aber leider scheinen die Verwandtschaftsbeziehungen derart schwierig zu sein, dass es immer wieder Änderungen in der Systematik und bei den Fachnamen gibt.
Dann kommen noch anerkannte Namen für Sorten hinzu wie z.B. Firecracker bei Lysimachia ciliata.
Manchmal gibt es auch sehr kreative neu-deutsche Namen. Das Pflänzchen Isotoma fluviatilis, das aus Australien kam und als Teich- Rasen- oder Sumpfpflanze verkauft wurde, erhielt den Namen "Gaudich"! Irgendjemand hat den Namen des Erstbeschreibers Charles Gaudichaud Beauprés, der abgekürzt als Gaudich. hinter dem lateinischen Doppelnamen stand für den deutschen Namen gehalten, es wurden entsprechende Etiketten gedruckt und schon hatte die Pflanze einen "deutschen" Namen. Wofür ein Irrtum nicht alles gut sein kann?
MfG.
Wolfgang
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.07.15, 17:28 von Naturgärtner.)
natura magistra artis

