10.09.15, 15:34
(09.09.15, 10:56)Unkrautaufesserin schrieb: Und laß 2-3 Fleckchen frei, auf die Du im Frühling Wildblumenmischung säst. Dann wandern sie von dort aus im Garten umher...
Ahh - noch eine Idee: Säe doch Herbstrasen und Weißklee gleichzeitig! Dann hast Du die Gründüngung gleich mit drin, und die Erde ist schneller dicht begrünt... während sich das Gras in aller Ruhe etablieren kann...
Genauso sollte man es NICHT machen, wenn man eine "WIESE" will
, und ich verstehe unter "Wiese säen mit Blumen und Wildkräutern" nicht eine agrartypische Hochleistungsfutterwiese oder Rasen mit Weißklee.Rasengräser und Weißklee sind nämlich die natürlichen Feinde von "Wiese mit Blumen und Kräutern". Und auch ausgesparte kleine Flecken mit Blumenwiese bringen keinen dauerhaften Erfolg, denn Wiesengräser und Klee sind viel zu durchsetzungsstark und schließen den Boden rasch - eine Wiese braucht aber eher lückigen Boden, denn nur so können Blumen und Kräuter noch keimen. Daher ist "trocken" schon mal eine ganz gute Voraussetzung, denn viele schöne Wiesenblüher mögen es eher trocken, die normalen Rasengräser aber nicht.
Klar, für die Aussaat braucht es erstmal feucht.
Spar nicht am Saatgut und kaufe eine gescheite, heimische Blumenwiesenmischung bei einem Fachanbieter, z.B. rieger-hofmann, hier gibt es standortangepasste Mischungen für feucht, trocken, kiesig etc. Gartencenterblumenwiesen taugen NICHTS, nur Geldmache, meist völlig haarsträubende Artenzusammensetzungen, weder heimisch, noch langlebig, noch... etc.

Auf der Seite gibt es auch eine professionelle Anleitung zu Aussaat und weiterer Pflege.
Die Vorbereitung für die Aussaat gleicht der für eine normale Rasenansaat, die Fläche sollte frei sein von Unkraut und schön krümelig.
Und nein, es ist noch nicht zu spät, es ist eigentlich gerade richtig, denn einige Kräuterarten sind Frostkeimer, die dann im Frühling nach der Ansaat keimen.
Wenn man noch Klappertopf (Rhinantus minor, Rh. alectorolophus o.a.) als Einzelart dazumischt, der ja auf Gräserwurzeln parasitiert, wirkt das etwas hemmend auf den Wuchs von allzu ungestümen Rasengräsern oder angeflogenen Ungräsern. Und schön ist er noch dazu

@moonfall: ja, das mit dem Heu aussäen lassen funktioniert auch, vorausgesetzt, es ist wirklich nicht nur Gras dabei. Man nennt das "Heumulchverfahren", es wird vor allem im Naturschutz angewendet, um seltene Arten auf neuen Flächen anzusiedeln. Am sichersten ist aber tatsächlich eine standortangepasste Wiesenmischung aus dem Saatguthandel, die man evtl. mit selbst gesammelten Samen aus der Umgebung ergänzen kann - denn woher das Heu aus dem gekauften Hasenfutter kommt, kann man ja nicht wirklich nachvollziehen.


