07.07.16, 19:03
(07.07.16, 02:09)Gerardo schrieb: Angeblich wachsen die meisten Remontanten nur dann sehr gut, wenn man möglichst keinen mineralischen Dünger verabreicht. Abgelagerter Pferdemist und vielleicht noch ein wenig anderer Dünger sollen angeblich am optimalsten sein. Auf jeden Fall soll man reichlich füttern.
Gerade, gerade bei den Remontants sind wohl die Erfahrungen wirklich total unterschiedlich. Sicher- wie immer- auch abhängig vom Boden, Klima etc.
Hier jedenfalls gehören die Remontanten zu den wenigen Rosen, die nur mit Pferdemist nicht zufrieden sind.
Ich denke, der Stickstoffgehalt ist für sie zu gering. Sie bekommen hier zusätzlich Oscorna Rosendünger, jeder handelsübliche Rosendünger sollte es aber auch tun. Alternativ bekommen sie bei mir BioTrissol flüssigen Rosendünger, den ich sonst für die Töpfe verwenden.Und gerade auch nach Zurückfrieren brauchen aus meiner Sicht diese Rosen Dünger, den sie schnell verwerten können. Und das geht mit Pferdeäppeln eben nicht. Und ich habe es ja schon gelegentlich erwähnt: Verrotteter Mist ist mehr Bodenverbesserer als wirklich Dünger. Reicht voll aus für die meisten Pflanzen, für die Remontants in meinen Augen nicht.
Dass sie empfindlich auf mineralischen Dünger reagieren, wäre mir neu. Im Gegenteil, gerade den roten Remontanten kommt wohl eine organisch-mineralische Düngung sehr entgegen. Sie können die mineralische Komponente sehr gut schnell verwerten. Und das ist eben der Vorteil der mineralischen Anteile - muss ich leider als bekennender Mistfan
so sagen .Im Topf jedenfalls erhalten meine roten Zickeriche
immer mal ein Schuss ganz normalen organisch mineralischen Blumendünger und sehen seitdem wesentlich besser aus, auch von der Laubgesundheit her.Ob es was hilft, die Remontanten weit auseinander zu setzen, also ich weiß nicht
Sporen etc. verbreiten sich doch auch durch die Luft. Gut aber ist tatsächlich ein kräftiger Rückschnitt im Frühjahr: Ich musste dieses Jahr leider wegen des Winters fast alle Remontanten bodennah zurückschneiden und dann bauen sie sich tatsächlich sehr blattgesund wieder auf. Ich kann bisher da wirklich nicht klagen. Aber das gilt ja auch für andere Rosenklassen: Auch wenn der Schnitt wehtut - jedenfalls mir
- er tut den Rosen gut. Die jungen Trieben sind meistens wesentlich gesünder. Mrs. John Laing habe ich umpflanzen müssen, weil sie echt keine Konkurrenz mag. Nun ist ist zwar noch recht klein - als Kletterrose empfiehlt sie eh niemand für unser Klima- aber gesund und munter
![[Bild: 26127784xm.jpg]](http://up.picr.de/26127784xm.jpg)
Eine absolute Empfehlung ist aus meiner Sicht Madame Scipion Cochet. Auch wenn das Bild jetzt nicht so doll ist, zeigt es schon ihre Vorzüge: Eine Remontantrose, die mal nicht so straff aufrecht wächst, sondern wirklich einen Busch bildet. Sie treibt auch nach der Erstblüte unermüdlich neue Blüten, ist gesund und duftet herrlich:
![[Bild: 26127794sl.jpg]](http://up.picr.de/26127794sl.jpg)
