29.12.19, 13:39
Bei manchen Jägern sind sie verschrien, weil sie recht klug sind und vor dem Jäger zeitig den ganzen Wald warnen. Was Du berichtest, Orchi, ist typisch für ihren Einfallsreichtum. Bei mir können sie sich keine Fettrolle angeln: die Knödel sind in einem länglichen Korb, der an einem ziemlich langen Draht hängt: so kann ich ihn befüllen, ohne ihn vom Baum nehmen zu müssen, - aber angeln kann sich den kein relativ kleiner Vogel vom nächsten Ast aus: da müsste dann schon einer kommen, der sehr lange Beine hat...Wenn es keine Knödel gibt, fülle ich Porzellanbecher mit selbstgemachtem Fettfutter. Die Rabenkrähen und die Waschbären haben aber vorletzten Winter angefangen, die Becher abzuhängen und auf den Boden zu werfen: die Becher gingen z.T. zu Bruch. An das Futter kamen sie zwar dran, aber weil ich es bald leid war, morgens in der Kälte die Scherben möglichst vollständig einzusammeln, habe ich die Drahtkörbe angeschafft und im Geäst mit Schäkeln bzw. Karabinerhaken und Kabelbindern so befestigt, dass die Krähen sie nicht wegtragen können... Habe auch den Eindruck, dass die Körbe für die Vögel bequemer sind als die rutschigen Tassen mit doch immer etwas wackligen Stöckchen dran.
Was für alle Vögel interessant zu sein scheint - und bei Käfighaltung besonders wichtig ist: das Körnerfutter, das sie runterwerfen, keimt wenn genügend Feuchtigkeit vorhanden ist - und diese Keimlinge enthalten viele Vitamine. Deshalb picken die Vögel auch sehr viel am Boden - und sobald das Futter sich dort etwas schichtet, bin ich mit irgendwelchen Haken da und kratze den Boden ordentlich auf, damit alles, was nicht so aufgepickt wird, keimen kann und möglichst als Keimling gefressen wird. Weizen ist dabei allerdings wenig beliebt - außer beim Hund.
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