16.02.20, 11:45
(13.02.20, 23:14)lavandula schrieb: Daki, Ich weiß ja nicht wo Du wohnst, Du hast es nicht angegeben.
Keine 100 km von Moonfall entfernt. Wir haben auch Klimazone 7b und trotzdem ein kleinregional ganz anderes Klima, einen ganz anderen Boden.
Genau das macht den Unterschied in der Aufzucht, Überwinterung von Rosmarin, Thymian und allen anderen mediterranen Pflanzen aus.
Ich habe die Bilder aus GB genossen und sie haben mir viele Anregungen gegeben. Trotzdem weiß ich, dass bei unseren Verhältnissen es nicht umsetzbar ist.
Mit den mediterranen Pflanzen orientiere ich mich an den Ursprungsländern und hauptsächlich an Griechenland. Vor Jahren konnte ich die Insel Kos durchstreifen und war in den Hügeln abseits von Tourismus und Meer unterwegs.
Die Hügel waren in grün und violett getaucht und ein betörender Duft kam mit dem Wind in die Nase. Es war Thymian, der alles wie einen Teppich überzogen hat, auf felsigem, zerklüfteten Gestein wuchs und die spärlichen Erdreste festhielt.
Das heißt für mich, dass ich den Pflanzen wenigstens einen Teil von dem bieten möchte, das sie von ihrer ursprünglichen Heimat gewöhnt sind.
Für Rosmarin und auch Thymian gehören Lehm, Blumenerde und Sand ganz sicher nicht dazu.
Rosmarin wird auch nicht durch kalte Ostwinde ermordet, denn es kommt auf das Gesamtpaket an. Mein Großer steht sehr kalten West- und Nordwestwinden ausgesetzt, die von den Bergen herunter pfeifen.
Auch die Annahme, dass ein sandiger Boden einen guten Wasserabfluss gewährt, ist falsch. Viele Jahre Dänemark haben mir die Augen geöffnet und gezeigt, dass Sandboden vernässt und klumpt. Ich hätte zu gerne diese wilden und wunderschönen Rosen, die es überall in Küstennähe gibt, aber genau die brauchen genau diesen Boden.
Viele der von Gärtnern gezogenen/gezüchteten Gewächse und mit zum Teil Phantasienamen versehen, sind eigentlich Wegwerfpflanzen ähnlich wie Plastikmüll.
Rosmarin ist Rosmarin, hat seine Bedürfnisse und daran ändert auch der noch so vielversprechende Verkaufsname nichts.

