07.05.15, 21:22
Bin ich sauer!!!
Da kriegt in der Nachbarschaft ein Pärchen letztes Jahr im April ein Töchterlein - als zweites Kind, Mama legt sich einen Labrador-Welpen zu fürs Spazierengehen zu und nimmt ein Jahr lang Mutterschaftsurlaub. Seit Anfang Mai 2015 muss sie wieder zurück in den Job.
Ruft mich heute, als ich im Garten bin, ein Nachbar und bittet mich mitzukommen: die junge Hündin ist angekettet an die Hauswand, Kette etwa 3-4m lang, Hundehütte an der Hauswand, Wassernapf daneben, der Hund verfängt sich in den Tischbeinen und im Schirmständer der Gartenmöbel. Wir sind rein und haben die Kette erst mal "entwickelt". Am liebsten hätte ich den Hund losgemacht und mitgenommen: Kettenhaltung ist in Deutschland schließlich schon lange verboten, aber wenn sowas vor Gericht geht, zieht man im Zweifelsfall den Kürzeren.
Der Garten ist klein, außer der Terrasse gibts noch ein Handtuch mit Rasen. Die Kette ist so kurz, dass der Hund den Rasen nicht erreicht: soll wohl sauber bleiben für die Kinder. Die - nicht mehr so ganz - Kleine jammerte heftig.
Gemeinsam ist uns der Tierarzt. Den habe ich angerufen und gefragt, ob er sich nach Praxisschluss die Zeit nimmt, zusammen mit mir zu den Leuten zu gehen und mit ihnen zu reden. Er meinte: "Nein! Das ist eindeutig ein Fall für den Tierschutz! Wenn wir oder Sie da hingehen, gibt das nur Ärger." Problem: die Mutter der Frau ist beim Tierschutzverein sehr aktiv. Da brauche ich eigentlich erst gar nicht anzurufen. Sein Rat: direkt ans Veterinäramt herantreten. Dafür war es heute zu spät. - Und ich wollte doch möglichst nichts mit Behörden hier zu tun haben, weil man nie weiß, auf welche undurchsichtigen Seilschaften man da stößt, aber ich bin regelrecht geschockt von diesem Anblick: so schlimm war kein Kettenhund auf dem Dorf meiner frühen Kindheit während des zweiten Weltkriegs dran, wie dieses arme Vieh. Dass junge Menschen heute noch sowas machen! - Zum die Wände hochgehen.
Inse
Da kriegt in der Nachbarschaft ein Pärchen letztes Jahr im April ein Töchterlein - als zweites Kind, Mama legt sich einen Labrador-Welpen zu fürs Spazierengehen zu und nimmt ein Jahr lang Mutterschaftsurlaub. Seit Anfang Mai 2015 muss sie wieder zurück in den Job.
Ruft mich heute, als ich im Garten bin, ein Nachbar und bittet mich mitzukommen: die junge Hündin ist angekettet an die Hauswand, Kette etwa 3-4m lang, Hundehütte an der Hauswand, Wassernapf daneben, der Hund verfängt sich in den Tischbeinen und im Schirmständer der Gartenmöbel. Wir sind rein und haben die Kette erst mal "entwickelt". Am liebsten hätte ich den Hund losgemacht und mitgenommen: Kettenhaltung ist in Deutschland schließlich schon lange verboten, aber wenn sowas vor Gericht geht, zieht man im Zweifelsfall den Kürzeren.
Der Garten ist klein, außer der Terrasse gibts noch ein Handtuch mit Rasen. Die Kette ist so kurz, dass der Hund den Rasen nicht erreicht: soll wohl sauber bleiben für die Kinder. Die - nicht mehr so ganz - Kleine jammerte heftig.
Gemeinsam ist uns der Tierarzt. Den habe ich angerufen und gefragt, ob er sich nach Praxisschluss die Zeit nimmt, zusammen mit mir zu den Leuten zu gehen und mit ihnen zu reden. Er meinte: "Nein! Das ist eindeutig ein Fall für den Tierschutz! Wenn wir oder Sie da hingehen, gibt das nur Ärger." Problem: die Mutter der Frau ist beim Tierschutzverein sehr aktiv. Da brauche ich eigentlich erst gar nicht anzurufen. Sein Rat: direkt ans Veterinäramt herantreten. Dafür war es heute zu spät. - Und ich wollte doch möglichst nichts mit Behörden hier zu tun haben, weil man nie weiß, auf welche undurchsichtigen Seilschaften man da stößt, aber ich bin regelrecht geschockt von diesem Anblick: so schlimm war kein Kettenhund auf dem Dorf meiner frühen Kindheit während des zweiten Weltkriegs dran, wie dieses arme Vieh. Dass junge Menschen heute noch sowas machen! - Zum die Wände hochgehen.
Inse
