14.07.15, 11:07
Auflösung:

Die Nacht verlief ruhig. Zum Frühstück gabs einen groooooßen Topf Grießbrei mit Hackfleisch: Hmmmmmmmmm. Dann wurde Durst gemeldet - aber bitte kein sauberes Leitungswasser aus der Schüssel, sondern die Beinwelljauche aus dem Eimer im Hof, etwas verdünnt halt, weil vorgestern halbfrisch angesetzt, und zum Nachtisch ein paar Knochen ...
Dann habe ich mir den Hundekamm gegriffen und begonnen, die Bagage durchzukämmen. Überraschung: die vermeintliche Mama ist ein Rüde - eindeutig. Dann nahm ich mir den Rüden und Dux vor, um mit den beiden eine Runde zu drehen. Dazu musste ich erst mal an die Nähmaschine und ein abgelegtes Halsband von Dux soweit verkürzen, dass es dem Rüden passte.
Der Rüde zeigte große Angst vor der Straße und wollte nur eins: sofort zurück ins Haus. Also gings zurück. Dann griff ich mir die beiden Welpen, die leinenführig waren, und ging mit denen. Unterwegs gabs mehrere Stops, weil ich die Info streuen wollte: Kfz-Werkstatt, Umweltamt, Dorftratsche. Es fing an zu regnen. Eigentlich wollte ich noch zu einem Großbauern, aber der Regen hielt mich ab.
Auf dem Heimweg hielt ein Auto neben mir: "Ich glaube, sie haben da zwei von meinen Hunden!" stellte eine junge Frau fest. Die freudige Begrüßung der beiden mit dem dritten Welpen, den die Frau auf dem Schoß hatte, war eindeutig. Sie vermisste vier Hunde. "Na, dann ist ja alles gut. Ich habe gestern abend vier eingesammelt. Fahren Sie mal vor auf den Parkplatz vor der ehemaligen Dorfkneipe. Ich komme nach. Den Rest besprechen wir dann."
Sie war mehr als erleichtert, die Wiedersehensfreude war groß. Das korpulente Rabenaas mit dem Sensor war die Mama, der Größere der Papa, die zwei anderen zwei von drei Welpen. Beim Reinholen war die Mama nochmal eben schnell abgehauen, die anderen hinterher, nur der ängstlichste Welpe war zurückgekommen. Die Hunde leben auf einem Bauernhof mit Pferden und waren durch den offenstehenden Pferdestall über die Weide ausgebüchst. Da die Mama öfter mal eigene Wege geht, hatte sie den Sensor, aber der reagiert nur im Umkreis von 100m. Sie wird nun wohl an die Schleppleine kommen und die wird jeweils angebunden - bis zu einer besseren Lösung.
Wir haben dann noch die Feuerwehr angerufen. Die Hundehalterin hat ihre Daten hinterlassen und wird eine Rechnung von der Feuerwehr bekommen. Anschließend wurden alle fünf Hunde ins Auto verfrachtet und sie fuhr heim. Wir haben gründlich gekehrt, gestaubsaugt und die Schlafdecken in die Waschmaschine gesteckt. Langsam kehrt wieder Ruhe ein. Tigra ist noch angesäuert, Dux sucht die anderen.
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