19.03.18, 11:11
Ich hab das mal aus den dusseligen Fragen rüber geholt...:
Heute kam Sohn von sich aus nach dem Mittagessen und meinte, es sei an der Zeit, mit dem Hund ´ne Runde zu laufen. "Dann zieh Du schon mal den Hund an, während ich in die Stiefel steige," schlug ich vor. Er macht das mit Sicherheit sanfter und vorsichtiger als ich. Aber der Hund stimmte ein Gebrüll an, dass sogar Tigra alarmiert war. Die letzten Handgriffe habe ich dann erledigt, dann gings lange raus. Kaum zuhause, wollte Hund aus Mantel und Geschirr raus. Ich ließ ihn von der Leine, Sohn holte ihn aufs Sofa zum Ausziehen: Jammergeschrei, dass einem die Ohren zufallen konnten, dann war der Hund ausgezogen, ich räumte die Sachen auf ihren Platz und stellte entsetzt fest, dass der Kleine vor Angst aufs Sofa gepinkelt hatte: noch ´ne Waschmaschine...
Heute früh ist mir aufgefallen, dass er die Treppe auf drei Beinen runter gelaufen ist (normalerweise läuft er da hinter mir), die rechte Hinterpfote blieb angezogen oben. Ich mag noch nicht mit ihm zum TA, weil er noch bei jeder Kleinigkeit ein riesiges Angsttheater veranstaltet und ich mit Angaben zu Macken zuverlässig präzise sein möchte: in der Praxis zeigt er Vieles sicher nicht (Zahnarzteffekt). Mein Sohn meinte, er fürchte sich vor dem Geräusch, das der Klettverschluss des Mantels beim Öffnen macht. Glaube ich nicht. Ich dachte erst, es sei das Klickgeräusch beim Schließen des Geschirrs: ist es definitiv nicht.
Kürzlich gab es mal eine Sekundenszene, in der ich den Eindruck hatte, dass er öfter mal am Bein festgehalten worden sein könnte, wenn man ihn fangen wollte, dass er davor Angst hat und vor allem, dass das zu Verletzungen geführt hat, die ihm oft Schmerzen bereiten, seine Angst also durchaus begründet ist, die Panikreaktion aber alles nur verschlimmert. Auffallend war vorhin, dass er bei mir weniger Geschrei macht als bei meinem Sohn - und Ruhe gab, nachdem ich ihn "runtergeholt" hatte durch kräftiges Anschreien: "Schluss jetzt! Sitz!". Danach konnte ich ihm das Geschirr ohne jeden Widerstand ausziehen: typische Pinscher-Hysterie! Außerdem waren wir alle Drei ziemlich müde nach der langen Lauferei im nervigen Wind.
Inse
Gestern, 19:01
Beitrag: #26 Moonfall
RE: Dusselige Fragen 2
Unser Hund läuft auch auf 3 Beinen die Kellertreppe hinunter. Das geht wohl einfach schneller als mit vier.
Ob es was mit der Rasse zu tun hat, kann ich nicht sagen. Er ist angeblich ein Pinscher-Dackel-Terrier-Mix, optisch mehr Terrier.
Gestern, 20:42
Beitrag: #27 Wildhummel
RE: Dusselige Fragen 2
Ich habe das bei 2 Dackeln beobachtet. die eine Dackeldame lief, bzw. hoppelte bestimmt zu 35 % in dieser Haltung, und das ihr gesamtes Leben lang.
Das linke, hintere Bein hat sie dann einfach nicht benutzt.
Gestern, 20:42
Beitrag: #28 vanda
RE: Dusselige Fragen 2
Unser Pinscher ist besonders anfällig für stellenweise abgelöste Pfotenhaut. Kommt alle paar Monate nach heftigem Toben oder Bremsen auf hartem Untergrund vor.
Dann wird auch immer auf drei Beinchen gehoppelt. Inzwischen weiß ich ja, wo ich hinschauen muss, aber am Anfang war die Aufregung immer groß, weil ich nix am Fuss gefunden habe.
Zitat Ende
Dieser Hund macht mich fertig: die Treppe läuft er tatsächlich immer auf drei Beinen runter, rechts hinten wird geschont.
Aber er läuft nicht nur Treppen blitzgeschwind runter, oh nein! Der Schreck sitzt mir noch tief in den Knochen: Sohn musste eilig ins Labor nach Berlin - mit dem Bus. Er tigerte los, kam zurück, weil er was vergessen hatte, rannte eilig wieder die Treppe runter, ließ die Wohnzimmertür auf, ich lief ihm nach, um hinter ihm die Haustür zu schließen, damit er den Bus noch bekommt - und prompt schoss der Hund aus der Haustür, rannte über die Wiese und die Straße (!!!), tobte über die Wiese an der Kirche bei der Feuerwehr, zwei Männer, die an einem Feuerwehrauto am Motor bastelten, schauten erschrocken auf, der Hund rannte weiter um die Ecke, ich lief ohne Mantel in Puschen hektisch rufend hinter dem Köter her, mein Sohn kam nach mit der Hundeleine und spurtete dann zum Bus. Dodo überlegte, ob er wieder über die Straße düsen oder endlich auf mich hören sollte, entschloss sich zu Letzterem und kam freudig erregt zu mir gerannt. "Fein!" Krallender Griff ans Halsband, Leine eingehakt: "Sauhund! Was fällt Dir ein?!" Er warf sich auf den Rücken und ging dann "Fuß" mit mir zurück ins Haus. Der Bus hatte Verspätung, Sohn bekam also noch mit, dass der Kleine wieder eingefangen war.
Das ist jetzt eine Stunde her, aber ich habe immer noch Herzklopfen vor Schreck.
Inse
Heute kam Sohn von sich aus nach dem Mittagessen und meinte, es sei an der Zeit, mit dem Hund ´ne Runde zu laufen. "Dann zieh Du schon mal den Hund an, während ich in die Stiefel steige," schlug ich vor. Er macht das mit Sicherheit sanfter und vorsichtiger als ich. Aber der Hund stimmte ein Gebrüll an, dass sogar Tigra alarmiert war. Die letzten Handgriffe habe ich dann erledigt, dann gings lange raus. Kaum zuhause, wollte Hund aus Mantel und Geschirr raus. Ich ließ ihn von der Leine, Sohn holte ihn aufs Sofa zum Ausziehen: Jammergeschrei, dass einem die Ohren zufallen konnten, dann war der Hund ausgezogen, ich räumte die Sachen auf ihren Platz und stellte entsetzt fest, dass der Kleine vor Angst aufs Sofa gepinkelt hatte: noch ´ne Waschmaschine...
Heute früh ist mir aufgefallen, dass er die Treppe auf drei Beinen runter gelaufen ist (normalerweise läuft er da hinter mir), die rechte Hinterpfote blieb angezogen oben. Ich mag noch nicht mit ihm zum TA, weil er noch bei jeder Kleinigkeit ein riesiges Angsttheater veranstaltet und ich mit Angaben zu Macken zuverlässig präzise sein möchte: in der Praxis zeigt er Vieles sicher nicht (Zahnarzteffekt). Mein Sohn meinte, er fürchte sich vor dem Geräusch, das der Klettverschluss des Mantels beim Öffnen macht. Glaube ich nicht. Ich dachte erst, es sei das Klickgeräusch beim Schließen des Geschirrs: ist es definitiv nicht.
Kürzlich gab es mal eine Sekundenszene, in der ich den Eindruck hatte, dass er öfter mal am Bein festgehalten worden sein könnte, wenn man ihn fangen wollte, dass er davor Angst hat und vor allem, dass das zu Verletzungen geführt hat, die ihm oft Schmerzen bereiten, seine Angst also durchaus begründet ist, die Panikreaktion aber alles nur verschlimmert. Auffallend war vorhin, dass er bei mir weniger Geschrei macht als bei meinem Sohn - und Ruhe gab, nachdem ich ihn "runtergeholt" hatte durch kräftiges Anschreien: "Schluss jetzt! Sitz!". Danach konnte ich ihm das Geschirr ohne jeden Widerstand ausziehen: typische Pinscher-Hysterie! Außerdem waren wir alle Drei ziemlich müde nach der langen Lauferei im nervigen Wind.
Inse
Gestern, 19:01
Beitrag: #26 Moonfall
RE: Dusselige Fragen 2
Unser Hund läuft auch auf 3 Beinen die Kellertreppe hinunter. Das geht wohl einfach schneller als mit vier.

Ob es was mit der Rasse zu tun hat, kann ich nicht sagen. Er ist angeblich ein Pinscher-Dackel-Terrier-Mix, optisch mehr Terrier.
Gestern, 20:42
Beitrag: #27 Wildhummel
RE: Dusselige Fragen 2
Ich habe das bei 2 Dackeln beobachtet. die eine Dackeldame lief, bzw. hoppelte bestimmt zu 35 % in dieser Haltung, und das ihr gesamtes Leben lang.
Das linke, hintere Bein hat sie dann einfach nicht benutzt.
Gestern, 20:42
Beitrag: #28 vanda
RE: Dusselige Fragen 2
Unser Pinscher ist besonders anfällig für stellenweise abgelöste Pfotenhaut. Kommt alle paar Monate nach heftigem Toben oder Bremsen auf hartem Untergrund vor.
Dann wird auch immer auf drei Beinchen gehoppelt. Inzwischen weiß ich ja, wo ich hinschauen muss, aber am Anfang war die Aufregung immer groß, weil ich nix am Fuss gefunden habe.Zitat Ende
Dieser Hund macht mich fertig: die Treppe läuft er tatsächlich immer auf drei Beinen runter, rechts hinten wird geschont.
Aber er läuft nicht nur Treppen blitzgeschwind runter, oh nein! Der Schreck sitzt mir noch tief in den Knochen: Sohn musste eilig ins Labor nach Berlin - mit dem Bus. Er tigerte los, kam zurück, weil er was vergessen hatte, rannte eilig wieder die Treppe runter, ließ die Wohnzimmertür auf, ich lief ihm nach, um hinter ihm die Haustür zu schließen, damit er den Bus noch bekommt - und prompt schoss der Hund aus der Haustür, rannte über die Wiese und die Straße (!!!), tobte über die Wiese an der Kirche bei der Feuerwehr, zwei Männer, die an einem Feuerwehrauto am Motor bastelten, schauten erschrocken auf, der Hund rannte weiter um die Ecke, ich lief ohne Mantel in Puschen hektisch rufend hinter dem Köter her, mein Sohn kam nach mit der Hundeleine und spurtete dann zum Bus. Dodo überlegte, ob er wieder über die Straße düsen oder endlich auf mich hören sollte, entschloss sich zu Letzterem und kam freudig erregt zu mir gerannt. "Fein!" Krallender Griff ans Halsband, Leine eingehakt: "Sauhund! Was fällt Dir ein?!" Er warf sich auf den Rücken und ging dann "Fuß" mit mir zurück ins Haus. Der Bus hatte Verspätung, Sohn bekam also noch mit, dass der Kleine wieder eingefangen war.
Das ist jetzt eine Stunde her, aber ich habe immer noch Herzklopfen vor Schreck.
Inse
