28.03.18, 16:49
Heute war es sein Teddy, den er geleert hat, während ich einkaufen war. Der wird nun also eine Jeanshose appliziert bekommen...
Was mich an diesem Verhalten so entsetzt, ist die Erinnerung an das, was mein Traumhund diesbezüglich angerichtet hat. Seine schlimmsten Ausfälle haben sich zwar im Nachhinein gesehen oft positiv ausgewirkt, aber im Grundsatz ist das eine ausgesprochen negative Angewohnheit, die ich möglichst gar nicht erst aufgkommen lassen möchte.
Mein damaliger Zwergpinscher hatte definitiv große Verlustängste: er kam mit 17 Monaten zu mir und hatte schon mindestens (!!!) vier Vorbesitzer gehabt. Mir ist er dann mal geklaut und wegen seiner Zerstörungswut zurückgegeben worden: ein zerfetztes Sofa, eine durchgebissene Zarge, ein durchgebissener Holzfensterrahmen, eine von der Feuerwehr aufgebrochene Wohnungstür reichten der Diebin.
Bei mir war seine schlimmste (und mir angenehmste) Untat, dass er die Stofftasche samt Akteninhalt total zerfetzt hat, die ich nach der Rückkehr von einem Studienaufenthalt in Japan im Flur abgestellt hatte - samt anderem Gepäck, um anschließend sofort einkaufen zu fahren, weil keinerlei Lebensmittel - incl. Tierfutter - im Haus waren. Der Japanaufenthalt war eine Katastrophe gewesen, ich hatte mehr als nur eine Stinkwut über das, was da geschehen war (weil man hatte erreichen wollen, dass meine Hochschule wegen dieser Geschehnisse die Partnerschaft aufkündigt) und der Hund hatte die gesamten Forschungsunterlagen aufgefressen bzw. zu Konfetti verarbeitet, die ich trotz der unkollegialen Verhinderungspolitik dort mit Hilfe von nicht intrigierenden japanischen Studenten hatte zusammentragen können. Ohne diese Unterlagen war es - ehmm - schwierig, einen Forschungsbericht zu schreiben. Ansonsten hat der Hund mir damit einen großen Gefallen getan, weil die Angelegenheit dann mit einem Kurzbericht abgeschlossen werden konnte. Die Stofftasche habe ich liebevoll repariert und noch heute in Gebrauch: die Erinnerung lebt.
Und ganz ehrlich: bei ihm habe ich das aufgrund seiner bösen Vorgeschichte verstanden, aber Dodo hat sowas nicht erlebt und soll sich das jetzt bitte gar nicht erst angewöhnen.
Er trägt auch so schon ein dickes Bündel Unarten mit sich rum. Heute haben wir Schneeregen und er meinte wieder, der Teppich im Wohnzimmer sei ausreichend für sein Geschäft: angebrüllt kniff er sofort seinen Auspuff zusammen und eilte nach draußen.
Morgens lasse ich ihn jetzt immer gleich nach dem Aufstehen raus, die Türen von Veranda und Küche bleiben auf, in der Küche liegt ein guter, dicker wollener Vorleger und so kann er rein und raus und sich beschäftigen, bis ich oben fertig bin und runterkomme, Frühstück machen - auch für ihn.
Auf diese Weise stört er die Katzen nicht beim Frühstück im OG und mich nicht beim Waschen und Anziehen. Aber am zweiten Tag fing er an, in der Küche zu zetern. Gestern kam ich auf die Idee, wenn wir ihn oben hören, kann er mich unten auch hören und habe mir lautstark das Gekläffe verbeten: er schwieg. Heute hat er erst gar nicht gekläfft
. Er lernt also schnell. Aber wenn ich außer Haus bin, kann ich ihn nicht von Ferne antadeln, weil er Zirkus macht. Mein Sohn sagt, er habe ihn angemeckert wegen seiner Jaulerei, das habe ihn aber nicht beeindruckt. Und das ist auch so ein Punkt: Sohn gehört zum Rudel und ist der Ranghöhere, der Köter ist nicht alleine, was, zum Kuckuck, muss er da rumjaulen und Zeug zerfetzen - und so tun, als sei mein Sohn Luft?!
Außerdem hat er heute Pech, ich bin sowieso verärgert: wollte die Regensäule im Hof fertig machen, habe alle Teile gekauft und dann zuhause festgestellt, dass ich fünf verschiedene, aber keinen einzigen passenden Topfbohrer habe, also die Reparatur nicht durchführen kann.
Morgen bekomme ich Besuch - und muss dann morgens früh nochmal "schnell" in die Stadt fahren, nach einem passenden Topfbohrer suchen. Grmpf!
Inse
Was mich an diesem Verhalten so entsetzt, ist die Erinnerung an das, was mein Traumhund diesbezüglich angerichtet hat. Seine schlimmsten Ausfälle haben sich zwar im Nachhinein gesehen oft positiv ausgewirkt, aber im Grundsatz ist das eine ausgesprochen negative Angewohnheit, die ich möglichst gar nicht erst aufgkommen lassen möchte.
Mein damaliger Zwergpinscher hatte definitiv große Verlustängste: er kam mit 17 Monaten zu mir und hatte schon mindestens (!!!) vier Vorbesitzer gehabt. Mir ist er dann mal geklaut und wegen seiner Zerstörungswut zurückgegeben worden: ein zerfetztes Sofa, eine durchgebissene Zarge, ein durchgebissener Holzfensterrahmen, eine von der Feuerwehr aufgebrochene Wohnungstür reichten der Diebin.
Bei mir war seine schlimmste (und mir angenehmste) Untat, dass er die Stofftasche samt Akteninhalt total zerfetzt hat, die ich nach der Rückkehr von einem Studienaufenthalt in Japan im Flur abgestellt hatte - samt anderem Gepäck, um anschließend sofort einkaufen zu fahren, weil keinerlei Lebensmittel - incl. Tierfutter - im Haus waren. Der Japanaufenthalt war eine Katastrophe gewesen, ich hatte mehr als nur eine Stinkwut über das, was da geschehen war (weil man hatte erreichen wollen, dass meine Hochschule wegen dieser Geschehnisse die Partnerschaft aufkündigt) und der Hund hatte die gesamten Forschungsunterlagen aufgefressen bzw. zu Konfetti verarbeitet, die ich trotz der unkollegialen Verhinderungspolitik dort mit Hilfe von nicht intrigierenden japanischen Studenten hatte zusammentragen können. Ohne diese Unterlagen war es - ehmm - schwierig, einen Forschungsbericht zu schreiben. Ansonsten hat der Hund mir damit einen großen Gefallen getan, weil die Angelegenheit dann mit einem Kurzbericht abgeschlossen werden konnte. Die Stofftasche habe ich liebevoll repariert und noch heute in Gebrauch: die Erinnerung lebt.
Und ganz ehrlich: bei ihm habe ich das aufgrund seiner bösen Vorgeschichte verstanden, aber Dodo hat sowas nicht erlebt und soll sich das jetzt bitte gar nicht erst angewöhnen.
Er trägt auch so schon ein dickes Bündel Unarten mit sich rum. Heute haben wir Schneeregen und er meinte wieder, der Teppich im Wohnzimmer sei ausreichend für sein Geschäft: angebrüllt kniff er sofort seinen Auspuff zusammen und eilte nach draußen.
Morgens lasse ich ihn jetzt immer gleich nach dem Aufstehen raus, die Türen von Veranda und Küche bleiben auf, in der Küche liegt ein guter, dicker wollener Vorleger und so kann er rein und raus und sich beschäftigen, bis ich oben fertig bin und runterkomme, Frühstück machen - auch für ihn.Auf diese Weise stört er die Katzen nicht beim Frühstück im OG und mich nicht beim Waschen und Anziehen. Aber am zweiten Tag fing er an, in der Küche zu zetern. Gestern kam ich auf die Idee, wenn wir ihn oben hören, kann er mich unten auch hören und habe mir lautstark das Gekläffe verbeten: er schwieg. Heute hat er erst gar nicht gekläfft
. Er lernt also schnell. Aber wenn ich außer Haus bin, kann ich ihn nicht von Ferne antadeln, weil er Zirkus macht. Mein Sohn sagt, er habe ihn angemeckert wegen seiner Jaulerei, das habe ihn aber nicht beeindruckt. Und das ist auch so ein Punkt: Sohn gehört zum Rudel und ist der Ranghöhere, der Köter ist nicht alleine, was, zum Kuckuck, muss er da rumjaulen und Zeug zerfetzen - und so tun, als sei mein Sohn Luft?!
Außerdem hat er heute Pech, ich bin sowieso verärgert: wollte die Regensäule im Hof fertig machen, habe alle Teile gekauft und dann zuhause festgestellt, dass ich fünf verschiedene, aber keinen einzigen passenden Topfbohrer habe, also die Reparatur nicht durchführen kann.
Morgen bekomme ich Besuch - und muss dann morgens früh nochmal "schnell" in die Stadt fahren, nach einem passenden Topfbohrer suchen. Grmpf!Inse
