03.02.13, 17:44
Ach, Ihr Lieben, sooo geht das nicht, denn:
* Buggy zum Mitnehmen? Was mach im Lebensmittelladen? Ihn draußen lassen? Da kann ich ihn auch ins Auto auf den Rücksitz packen und da zetern lassen. Da friert er wenigstens weniger. Dafür finde ich dann nen Zettel an der Windschutzscheibe, dass mich ein anonym bleibender, selbsternannter Tierschützer wegen Tierquälerei anzeigt, weil die Wagenfenster seiner Meinung nach nicht weit genug aufgelassen worden seien (Schon mal passiert - alle 4 Fenster waren da jeweils 5mm offen.) und der arme Hund wegen Allein-gelassen-Werdens im Auto in Panik gerate. De facto hat diese dämliche Knalltüte den Hund zur Raserei gebracht, weil sie an die Scheibe geklopft und bemitleidend auf den Hund eingeredet hat - hat mir ein Zeuge erzählt, der meinte, ich solle mir nichts draus machen, es gäbe halt so´ne Typen.
* Ihn entscheiden lassen, ob er mit will oder nicht? Gerne. Er entscheidet:"Ich denke gar nicht dran, freiwillig einen Fuß vor die Tür zu setzen. Ich will auf mein Sofa. Und ich will nicht, dass Du weggehst." Allein bleibt er nicht: Sohn ist ja da. Aber der hat bei ihm nichts zu sagen. Den akzeptiert er nicht als Autorität. Da schon eher Tigra, die ihn gelegentlich auch mal in den Hals beißt, wenn er für ihren Geschmack zuviel Theater macht: Katzen können sehr gut unterscheiden, ob ein Kind oder ein Tier plärrt, weil es was hat oder weil es was durchsetzen möchte... Aber Tigra vertreibt sich die Zeit lieber draußen als neben einem plärrenden Hund auf dem Sofa.
* Aus Frischluft-Phobie in die Wohnung gemacht hat er kürzlich einmal, Strafpredigt inbegriffen. Seither reißt er sich zusammen - auch bei heftigem Regen. Wenn nicht, mache ich ihm lautstark Beine.
* Dass Sohn ihn entnervt ohne Mantel ausgesperrt hat, hat eine leichte Erkältung zur Folge: Hund hustet derzeit und bekam deshalb einen Halswickel (abgeschnittene Socke). Das fand er ätzend und hat wieder aufgehört zu keuchen wie eine alte Dampfmaschine: war also auch viel Anstellerei, - aber nicht nur.
* Heute habe ich Glück gehabt: erst musste er mit mir "Dadachen gehen" (grumpf!): zu Fuß, laut jammernd 10m über die Wiese gezogen, dann Pause. Danach wieder 10m gezogen. Danach ein paar Schritte selbständig gelaufen. Dann zwei Schritte auf Aufforderung, danach auf den Po gesetzt und sich ziehen lassen - "Jaaaaul!" - Pause. Anziehen: er läuft 5m. Pause. Anziehen. Er läuft ein paar Schritte. Pause. Er beschließt zu schnüffeln. Markierung. Ein paar Schritte. Pause. Winseln. "Nein. Du kommst jetzt mit!" Winseln. Anziehen. Er läuft. Nach ungefähr 200m hatte er begriffen, dass die Jaulerei nicht hilft, sein Klagegesang und die Porutscherei auch nicht. Er trottete langsamst hinter mir her. Dann ließ ich ihn von der Leine. Er schüttelte sich und trottete zufrieden weiter in Laufrichtung - mit vielen Schnüffelpausen - o.k.
Nach gut 500m habe ich dann gefragt, ob er heimgehen möchte? Jaaaa! - Und dann gings ohne Pausen gemächlichen Schritts heimwärts. Mantel ausziehen, ab aufs Sofa. Zudecken. Danach war ich eine Stunde allein unterwegs ohne dass er gemeckert hätte. Aber das kann ich als Vorspiel nur mit ihm machen, wenn es trocken und nicht zu kalt ist - bei Regen, Schnee oder Matschwetter geht das nicht - abgesehen von dem Zeitaufwand, der erheblich ist.
Das Ganze ist eine Mischung aus Machtkampf und Bequemlichkeit. Überfordert ist er nicht. Ich werde Sohn mal den Tipp mit dem Nackengriff + deutlichem Verweis geben. Vielleicht gibt er dann Ruhe, wenn ich nicht da bin. Dass er derzeit nicht ohne Mantel ausgesperrt werden darf, haben wir zwischenzeitlich geklärt...
Inse
* Buggy zum Mitnehmen? Was mach im Lebensmittelladen? Ihn draußen lassen? Da kann ich ihn auch ins Auto auf den Rücksitz packen und da zetern lassen. Da friert er wenigstens weniger. Dafür finde ich dann nen Zettel an der Windschutzscheibe, dass mich ein anonym bleibender, selbsternannter Tierschützer wegen Tierquälerei anzeigt, weil die Wagenfenster seiner Meinung nach nicht weit genug aufgelassen worden seien (Schon mal passiert - alle 4 Fenster waren da jeweils 5mm offen.) und der arme Hund wegen Allein-gelassen-Werdens im Auto in Panik gerate. De facto hat diese dämliche Knalltüte den Hund zur Raserei gebracht, weil sie an die Scheibe geklopft und bemitleidend auf den Hund eingeredet hat - hat mir ein Zeuge erzählt, der meinte, ich solle mir nichts draus machen, es gäbe halt so´ne Typen.
* Ihn entscheiden lassen, ob er mit will oder nicht? Gerne. Er entscheidet:"Ich denke gar nicht dran, freiwillig einen Fuß vor die Tür zu setzen. Ich will auf mein Sofa. Und ich will nicht, dass Du weggehst." Allein bleibt er nicht: Sohn ist ja da. Aber der hat bei ihm nichts zu sagen. Den akzeptiert er nicht als Autorität. Da schon eher Tigra, die ihn gelegentlich auch mal in den Hals beißt, wenn er für ihren Geschmack zuviel Theater macht: Katzen können sehr gut unterscheiden, ob ein Kind oder ein Tier plärrt, weil es was hat oder weil es was durchsetzen möchte... Aber Tigra vertreibt sich die Zeit lieber draußen als neben einem plärrenden Hund auf dem Sofa.
* Aus Frischluft-Phobie in die Wohnung gemacht hat er kürzlich einmal, Strafpredigt inbegriffen. Seither reißt er sich zusammen - auch bei heftigem Regen. Wenn nicht, mache ich ihm lautstark Beine.
* Dass Sohn ihn entnervt ohne Mantel ausgesperrt hat, hat eine leichte Erkältung zur Folge: Hund hustet derzeit und bekam deshalb einen Halswickel (abgeschnittene Socke). Das fand er ätzend und hat wieder aufgehört zu keuchen wie eine alte Dampfmaschine: war also auch viel Anstellerei, - aber nicht nur.
* Heute habe ich Glück gehabt: erst musste er mit mir "Dadachen gehen" (grumpf!): zu Fuß, laut jammernd 10m über die Wiese gezogen, dann Pause. Danach wieder 10m gezogen. Danach ein paar Schritte selbständig gelaufen. Dann zwei Schritte auf Aufforderung, danach auf den Po gesetzt und sich ziehen lassen - "Jaaaaul!" - Pause. Anziehen: er läuft 5m. Pause. Anziehen. Er läuft ein paar Schritte. Pause. Er beschließt zu schnüffeln. Markierung. Ein paar Schritte. Pause. Winseln. "Nein. Du kommst jetzt mit!" Winseln. Anziehen. Er läuft. Nach ungefähr 200m hatte er begriffen, dass die Jaulerei nicht hilft, sein Klagegesang und die Porutscherei auch nicht. Er trottete langsamst hinter mir her. Dann ließ ich ihn von der Leine. Er schüttelte sich und trottete zufrieden weiter in Laufrichtung - mit vielen Schnüffelpausen - o.k.
Nach gut 500m habe ich dann gefragt, ob er heimgehen möchte? Jaaaa! - Und dann gings ohne Pausen gemächlichen Schritts heimwärts. Mantel ausziehen, ab aufs Sofa. Zudecken. Danach war ich eine Stunde allein unterwegs ohne dass er gemeckert hätte. Aber das kann ich als Vorspiel nur mit ihm machen, wenn es trocken und nicht zu kalt ist - bei Regen, Schnee oder Matschwetter geht das nicht - abgesehen von dem Zeitaufwand, der erheblich ist.
Das Ganze ist eine Mischung aus Machtkampf und Bequemlichkeit. Überfordert ist er nicht. Ich werde Sohn mal den Tipp mit dem Nackengriff + deutlichem Verweis geben. Vielleicht gibt er dann Ruhe, wenn ich nicht da bin. Dass er derzeit nicht ohne Mantel ausgesperrt werden darf, haben wir zwischenzeitlich geklärt...
Inse
