10.04.13, 23:13
Es nützt ja nichts, wenn ich damit warte:
Das Hundele ist am 4. April verstorben.
Am 5. April habe ich einen 12-jährigen Mischling (Berner Sennhund+Jack Russel) aus "problematischer Haltung" geholt. Vor jeder Art von Knipse incl. Handy hat er panische Angst, dafür ein Gebirge an Erfahrungen mit gewalttätigen Alkoholikern und keifenden Weibern. Für mich eigentlich zu groß, zu schwer, zu kräftig. Aber als ich den 40cm breiten Pfad, der in der Einraumwohnung vom Fernseher zur Tür führte, bis zur Türklinke zurückgelegt hatte, fühlte ich zwei sanfte Hundepfoten im Rücken, drehte mich um und schaute in zwei flehende Augen: Leine, Impfbuch, tschüs.
Tags darauf Tierarzt. Der "Eigentliche" ist in Urlaub. Der Vertreter betritt, schwungvoll einen Plastikkäfig mit einer betäubten Katze schwenkend, das Wartezimmer. Hund blafft los. Tierarzt bellt zurück. Hund wird lauter. Tierarzt auch. Hund wird noch lauter. Tierarzt ebenfalls. Ich hole tief Luft, richte mich kerzengerade auf und brülle aus Leibeskräften: "Schluss!" - Ruhe ward, beidseits - und über die Gesichter der Wartenden glitt ein amüsiertes Grinsen.
Wir waren dran: Hund ist gesund und hat gute Zähne, wiegt ca 2kg zuviel. Er ist friedlich, lieb, gutmütig, inteliigent, lebhaft und genießt sichtlich sein neues Zuhause - nur, dass er nicht ins Bett darf und die Katzen unfreundlich sind, stört ihn. (Das Hundele hatte - da kupiert - keinen Schwanz, mit dem es wedeln konnte, ergo müssen die Katzen erst lernen, dass der neue Hund eine andere Gebärdensprache hat als der alte). Die ersten Tage hatte ich statt Schmusekatzen zwei beleidigte Dachbalkenreiter. Aber das gibt sich inzwischen. Vor allem: seit er da ist, fressen beide wieder. Das vor allem war der Grund dafür, sofort einen neuen Hund ins Haus zu holen. Ich hatte gehofft, dass sie das von der Trauer um Kalle ablenken würde. Rosi hatte ja seit dem 17. März nicht mehr gefressen.
Inzwischen werden Grenzen ausgetestet. Der Gute gehorcht nämlich bislang nur, wenn es ihm passt oder ein "Gewitter" droht. Appell hat er Null, dafür aber einen gesegneten Appetit. Wenn er Futter möchte, klappert er geräuschvoll mit seinem Teller. Wenn ich Klarinette spiele, flüchtet er: die hohen Töne - furchtbar. Er spielt wie ein Welpe - und macht ein Spielzeug nach dem anderen binnen Minuten kaputt. Bislang haben nur ein mittelgroßer Ball, ein winziges Quietschehühnchen und ein Stück Holz überlebt - und eine Art Gummiknochen, der gut für die Zahnpflege sein soll: den bespielt er nämlich nicht. Und:
Er achtet sehr darauf, nicht im Weg zu liegen. 
Inse
Das Hundele ist am 4. April verstorben.
Am 5. April habe ich einen 12-jährigen Mischling (Berner Sennhund+Jack Russel) aus "problematischer Haltung" geholt. Vor jeder Art von Knipse incl. Handy hat er panische Angst, dafür ein Gebirge an Erfahrungen mit gewalttätigen Alkoholikern und keifenden Weibern. Für mich eigentlich zu groß, zu schwer, zu kräftig. Aber als ich den 40cm breiten Pfad, der in der Einraumwohnung vom Fernseher zur Tür führte, bis zur Türklinke zurückgelegt hatte, fühlte ich zwei sanfte Hundepfoten im Rücken, drehte mich um und schaute in zwei flehende Augen: Leine, Impfbuch, tschüs.
Tags darauf Tierarzt. Der "Eigentliche" ist in Urlaub. Der Vertreter betritt, schwungvoll einen Plastikkäfig mit einer betäubten Katze schwenkend, das Wartezimmer. Hund blafft los. Tierarzt bellt zurück. Hund wird lauter. Tierarzt auch. Hund wird noch lauter. Tierarzt ebenfalls. Ich hole tief Luft, richte mich kerzengerade auf und brülle aus Leibeskräften: "Schluss!" - Ruhe ward, beidseits - und über die Gesichter der Wartenden glitt ein amüsiertes Grinsen.
Wir waren dran: Hund ist gesund und hat gute Zähne, wiegt ca 2kg zuviel. Er ist friedlich, lieb, gutmütig, inteliigent, lebhaft und genießt sichtlich sein neues Zuhause - nur, dass er nicht ins Bett darf und die Katzen unfreundlich sind, stört ihn. (Das Hundele hatte - da kupiert - keinen Schwanz, mit dem es wedeln konnte, ergo müssen die Katzen erst lernen, dass der neue Hund eine andere Gebärdensprache hat als der alte). Die ersten Tage hatte ich statt Schmusekatzen zwei beleidigte Dachbalkenreiter. Aber das gibt sich inzwischen. Vor allem: seit er da ist, fressen beide wieder. Das vor allem war der Grund dafür, sofort einen neuen Hund ins Haus zu holen. Ich hatte gehofft, dass sie das von der Trauer um Kalle ablenken würde. Rosi hatte ja seit dem 17. März nicht mehr gefressen.
Inzwischen werden Grenzen ausgetestet. Der Gute gehorcht nämlich bislang nur, wenn es ihm passt oder ein "Gewitter" droht. Appell hat er Null, dafür aber einen gesegneten Appetit. Wenn er Futter möchte, klappert er geräuschvoll mit seinem Teller. Wenn ich Klarinette spiele, flüchtet er: die hohen Töne - furchtbar. Er spielt wie ein Welpe - und macht ein Spielzeug nach dem anderen binnen Minuten kaputt. Bislang haben nur ein mittelgroßer Ball, ein winziges Quietschehühnchen und ein Stück Holz überlebt - und eine Art Gummiknochen, der gut für die Zahnpflege sein soll: den bespielt er nämlich nicht. Und:
Er achtet sehr darauf, nicht im Weg zu liegen. 
Inse
