04.11.13, 08:38
Für mich waren/sind Winterhärtezonen-Angaben nie besonders interessant, denn es kommt meist viel mehr auf das Kleinklima an und das kann schon in ein und demselben Garten (je nach Standort) sehr unterschiedlich sein.
Beispiel Zéphirine Drouhin: Im l´âge bleu Rosenpark hatte sie nach dem letzten Winter (für eine Öfterblühende) erstaunlich wenige Schäden, bei einige Meter weiter (in derselben Reihe) stehenden Albas dagegen waren ein Drittel bis zur Hälfte der Triebe erfroren. - Wahrscheinlich hatte ZD mehr (auch Wind-) Schatten von der großen Straßenlinde.
Beispiel Paul´s Lemon Pillar (im Hausgarten): Diese Sorte wollte ich wegen ihrer bekannten Frostempfindlichkeit eigentlich nie pflanzen (bzw. traute mich nicht). Seit ca. fünf Jahren steht sie an der Südwand des Hauses und hat dort - als einzige Kletterrose - die letzten Winter ganz (bzw. fast: Im letzten sind ein paarTriebspitzen erfroren) schadlos überlebt. Auch hier liegt es höchstwahrscheinlich am Windschatten eines Baums, in diesem Fall der Hauslinde.
Allgemeine Klimazonen-Angaben können daher nie auf alle klimatischen Gegebenheiten einer Region (oder sogar eines einzigen Gartens) anwendbar sein....
In Alte Rosen - alte Zeiten gibt es aber (m. E. zum erstenmal in einem Rosenbuch überhaupt) Angaben über relative Frostempfindlichkeit oder eben Frostunempfindlichkeit: Christine hat diesbezüglich dankenswerterweise ihre langjährigen Erfahrungen aus dem extrem kalten Diedorfer Garten eingebracht. - Auch wenn die kleinklimatischen Bedingungen dort sich sicherlich in einigen Punkten von denen anderer Gärten in der Groß-Klimazone unterscheiden, sind die Angaben dazu für viele ein guter Anhaltspunkt, der in vergleichbaren Büchern komplett fehlt.
Was mich an dem Buch vor allem begeistert, sind aber (neben den schwelgerischen Fotos natürlich
) die akribischen (und auch für "erfahrenere" Sammler teilweise neuen und überraschenden) Quellenfunde und -auswertungen sowie die Sortenportraits und-erkenntnisse und die (nicht nur rosen-) geschichtlichen Details. - Es handelt sich hier nicht "nur" um ein wunderschönes Buch zum Träumen an langen Winterabenden sondern gleichzeitig um ein Werk mit wissenschaftlichem Anspruch und Wert. Von daher ist für alle etwas dabei, das die Anschaffung lohnt 
Hier nochmal ein besserer Link: http://www.rosenmeile.de/
PS: Daß Christine und Udo nun in einer klimatisch günstigeren Gegend und in einem weniger arbeitsintensiven Garten gärtnern können freut mich sehr für die beiden. Zumal sie den Diedorfer Garten in wirklich treusorgende Hände übergeben konnten und die weitere Existenz der dortigen Rosen also gesichert ist
Beispiel Zéphirine Drouhin: Im l´âge bleu Rosenpark hatte sie nach dem letzten Winter (für eine Öfterblühende) erstaunlich wenige Schäden, bei einige Meter weiter (in derselben Reihe) stehenden Albas dagegen waren ein Drittel bis zur Hälfte der Triebe erfroren. - Wahrscheinlich hatte ZD mehr (auch Wind-) Schatten von der großen Straßenlinde.
Beispiel Paul´s Lemon Pillar (im Hausgarten): Diese Sorte wollte ich wegen ihrer bekannten Frostempfindlichkeit eigentlich nie pflanzen (bzw. traute mich nicht). Seit ca. fünf Jahren steht sie an der Südwand des Hauses und hat dort - als einzige Kletterrose - die letzten Winter ganz (bzw. fast: Im letzten sind ein paarTriebspitzen erfroren) schadlos überlebt. Auch hier liegt es höchstwahrscheinlich am Windschatten eines Baums, in diesem Fall der Hauslinde.
Allgemeine Klimazonen-Angaben können daher nie auf alle klimatischen Gegebenheiten einer Region (oder sogar eines einzigen Gartens) anwendbar sein....
In Alte Rosen - alte Zeiten gibt es aber (m. E. zum erstenmal in einem Rosenbuch überhaupt) Angaben über relative Frostempfindlichkeit oder eben Frostunempfindlichkeit: Christine hat diesbezüglich dankenswerterweise ihre langjährigen Erfahrungen aus dem extrem kalten Diedorfer Garten eingebracht. - Auch wenn die kleinklimatischen Bedingungen dort sich sicherlich in einigen Punkten von denen anderer Gärten in der Groß-Klimazone unterscheiden, sind die Angaben dazu für viele ein guter Anhaltspunkt, der in vergleichbaren Büchern komplett fehlt.
Was mich an dem Buch vor allem begeistert, sind aber (neben den schwelgerischen Fotos natürlich
) die akribischen (und auch für "erfahrenere" Sammler teilweise neuen und überraschenden) Quellenfunde und -auswertungen sowie die Sortenportraits und-erkenntnisse und die (nicht nur rosen-) geschichtlichen Details. - Es handelt sich hier nicht "nur" um ein wunderschönes Buch zum Träumen an langen Winterabenden sondern gleichzeitig um ein Werk mit wissenschaftlichem Anspruch und Wert. Von daher ist für alle etwas dabei, das die Anschaffung lohnt 
Hier nochmal ein besserer Link: http://www.rosenmeile.de/
PS: Daß Christine und Udo nun in einer klimatisch günstigeren Gegend und in einem weniger arbeitsintensiven Garten gärtnern können freut mich sehr für die beiden. Zumal sie den Diedorfer Garten in wirklich treusorgende Hände übergeben konnten und die weitere Existenz der dortigen Rosen also gesichert ist

