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Tomatensaison 2026
greta
Weiser Krauterer
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Beiträge: 10.507
Themen: 45
Registriert seit: 11 2012
#51
14.03.26, 14:03
Ich gieße meine Aussaaten nach dem Pikieren mit Regenwasser ...hab gerade wieder reichlich und meine Kanne  aufgefüllt. Sie steht natürlich drinnen, damit das Wasser nicht so kalt ist. Seit kurzem gieße ich von unten.

Ich hatte ja diesmal Tomaten- und Gemüseerde mit Kokoserde zum pikieren genommen, fand dieser Tage paar Trauermücken, die ich alle eliminieren konnte. Obenauf liegt nun Kokoserde und das, was ich dem Beutel Gemüseerde entnommen und rein geholt hatte, ist gleich raus geflogen. Das Zeug verwende ich nicht mehr, werde es im Hochbeet unterharken, sah ohnehin ganz fies aus. Es gibt sicher auch gute Gemüseerden, mein Beutel gehörte nicht dazu.

Grüße von
Barbara aus NRW
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Melly
Weiser Krauterer
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#52
15.03.26, 11:14
Die Chilierde, die ich diese Saison verwende, ist ohne Beigabe von Trauermücken. Aber auch der Professional GrowMix von Floragard hat sich hier bewährt, vor allem haben beide Erden eine feine Struktur, sind aber nicht torffrei. Das Chilisubstrat beinhaltet außerdem Kokosfasern und Perlite, der GrowMix ebenso Perlite und einen natürlichen Pilz, der die Pflanze stärken soll. Die torffreien Erden bestehen oft aus Kokos- und Holzfasern, was sich in der Struktur zeigt und das preisliche Segment ist auch nicht ohne. Ich hatte zuvor auch Aldi torffreie Erden, die sehr grob waren. Daher nehme ich für die Anzucht der Keimlinge lieber eine feinere Erde und greife erst ab gewissem Wachstum zu torffreiem Substrat. Man könnte natürlich auch selbst mischen mit 1/3 Kompost, 1/3 Kokos, 1/3 Perlite oder Sand. Beim Kompost besteht allerdings die Gefahr, dass sich Trauermücken entwickeln durch die Wärme in der Wohnung. Gut, dann könnte man direkt mit Vogelsand abdecken. 
Ich bevorzuge die feinstrukturierten Erden für die Anzucht, da sie meist den ersten Dünger beinhalten.

Liebe Grüße
M.
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Melly
Weiser Krauterer
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Registriert seit: 03 2013
#53
15.03.26, 18:35
Mich würd' mal interessieren, ab wann Ihr die Jungpflanzen düngt bzw. ob überhaupt.

Liebe Grüße
M.
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daki
Weiser Krauterer
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Beiträge: 835
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Registriert seit: 08 2019
#54
15.03.26, 19:13
Ich bin ja irgendwie total anders unterwegs Melly  :whistling: .
Ich lese mit großem Interesse über eure Anzuchten und die diversen Erden bzw. Erdmischungen, aber bin weit entfernt davon.
All mein selbst gesätes und gezogenes Gemüse, auch Tomaten, kommt in Gartenerde. Die allerdings entnehme ich nicht einem der Hochbeete, sondern kaufe eine gute Universal Gartenerde.
Drauf gekommen bin ich, weil im Hochbeet nach dem Winter Tomaten aufgegangen sind - offenbar fiel eine Tomate runter, wurde nicht bemerkt und hat sich in die Erde verzogen.
Wenn eine solche nach einem Winter willig keimt, braucht es kein Brimborium mit Anzuchterde.  wink 
Heute wurden meine Tomaten in Töpfchen vereinzelt, wieder in diese Gartenerde und dann braucht es keinen extra Dünger.
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greta
Weiser Krauterer
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Beiträge: 10.507
Themen: 45
Registriert seit: 11 2012
#55
15.03.26, 21:20
daki, als Brimborium würde ich Anzuchterde nicht bezeichnen, ich verwende sie oder Kräutererde oder Kokossubstrat für alle Aussaaten. Zum pikieren in Einzeltöpfe mische ich magere mit gehaltvollerer Erde.
Unter Gartenerde verstehe ich die Erde in den Beeten und meine ist lehmig-schwer - meine Hochbeete für den Gemüseanbau sind nicht mit Lehm befüllt.

Melly, bisher gab ich keinen Dünger, hab nur später in andere Erde größer getopft.

Grüße von
Barbara aus NRW
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Orchi
Schnäägschniss
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Registriert seit: 09 2011
#56
16.03.26, 10:37
(15.03.26, 19:13)daki schrieb:  Drauf gekommen bin ich, weil im Hochbeet nach dem Winter Tomaten aufgegangen sind - offenbar fiel eine Tomate runter, wurde nicht bemerkt und hat sich in die Erde verzogen.
das passiert hier immer wieder, in den Tomatenkübeln genau so wie in der Gartenerde wenn ich dort Kompost auffülle, voriges Jahr hatte ich einen ganzen Tomatenkindergarten zwischen den Möhren, weil ich in die Reihen Kompost gefüllt hatte  wink
Tomaten dünge ich in der Regel auch erst wenn sie an ihrem letzten Standort angekommen sind
Vorher gibt es nur größere Töpfe und frische Erde, das passiert heute mit den Mrs. Schlaubaugh's die sind in der Anzuchterde riesig geworden und brauchen einen höheren Topf

LG Orchi

Ich bin der Sklave meines Gartens, aber noch bin ich es gerne  wink
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Melly
Weiser Krauterer
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#57
16.03.26, 11:49
"Liebe Grüße nach Österreich, Daki." Das "Brimborium" ist bei Dir im pannonischen Klima tatsächlich unnötig - da wächst die Tomate quasi aus Versehen, weil sie sich bei Eurer Hitze und Trockenheit wie in ihrer Heimat fühlt. 
Im Sauerland spielen wir allerdings auf einem anderen Schwierigkeitsgrad; während Du im Mai die Grillkohle rausholst, kämpfen wir mit Licht und Wärme. Wir haben nur ein winziges Zeitfenster. Bei Euren 500 mm Niederschlag verzeiht die Tomate jede Erde, bei unseren 1200 mm und der hohen Luftfeuchtigkeit ist die Struktur der Erde, also die Belüftung der Wurzeln, unsere einzige Versicherung gegen Kraut- und Braunfäule. Die Sauerstoffversorgung der Wurzeln ist hier im Sauerland oft kritisch und diese "Spezialerden" enthalten mineralische Anteile, die das Substrat auch bei Dauerregen locker  halten sollen. In Pannonien trocknet Universalerde schnell ab, im Sauerland wird sie bei 100 % Luftfeuchtigkeit schnell zu modrigen Klumpen, die die Wurzeln ersticken. In Pannonien mag die Universalerde reichen, im Sauerland brauchen wir Substrate mit hohem Luftporenvolumen, damit die Pflanzen bei der hohen Feuchtigkeit nicht wegfaulen.

Du siehst, Daki, durch die pannonische Region hast Du im Vergleich zu uns einen massiven Startvorteil, den wir mit Technik und Substrat ausgleichen müssen. Das "Brimborium" ist im Sauerland kein Luxus sondern Risikomanagement.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.03.26, 12:00 von Melly.)

Liebe Grüße
M.
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daki
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#58
16.03.26, 14:01
Greta und Melly, ihr habt ja recht.
Mit Brimborium meine ich eher diese Verkaufsstrategien der Hersteller. Die ist für mich ähnlich suspekt wie die Strategien für Hundefutter.

Gut, wir haben das Klima und keinen Lehmboden. Dort hinein würde ich auch nichts säen.
Wir haben Steinboden, also nicht kleine Steinchen sondern faustgroße Brocken. Bezeichnenderweise heißt unsere Gegend Steinfeld.
Das ist der Hauptgrund, warum einerseits alles an Gemüse in den Hochbeeten wächst, aber andererseits alle Kräuter und Pflanzen aus dem Mittelmeerraum wuchern wie Unkraut.
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Melly
Weiser Krauterer
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#59
16.03.26, 15:19
Die Verkaufsstrategie der Hersteller hebt insbesondere bei der Anzuchterde ja hervor, dass sie nährstoffarm und keimfrei ist, um das Wurzelwachstum zu fördern. Im Anschluss daran kommt die Umweltstrategie, der Trend geht zu torffreien Substraten, um Schutz der Moore und Klimawandel zu berücksichtigen. Aufgrund unserer klimatisch nicht gerade günstigen Lage habe ich viele Erden ausprobiert im Laufe der Jahre, bin letztendlich an zwei Substraten "hängen geblieben". Interessant fand ich bei einem Substrat, dass man vor der Cannabis-Legalisierung direkt den "Gemüsegärtner" ansprach, nach der Legalisierung ging die Richtung mehr in den Hanfanbau. Hat mich erst etwas irritiert, bis ich nach Durchsicht der Inhaltsstoffe feststellte, dass sich da nichts verändert hatte, Hanf ein entspr. Starkzehrer ist genau wie Tomate und Co.  tongue 
Ich schaue, gerade was Erden angeht, auch gern in andere Foren rein, um mich dort zu informieren.

Liebe Grüße
M.
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Melly
Weiser Krauterer
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Registriert seit: 03 2013
#60
17.03.26, 11:54
Es gibt bei mir immer wieder Tomaten, die nicht so wollen wie ich, in diesem Jahr Pascal de Picardie und Tegucigalpa Yellow. Ersterer ärgert mich ganz besonders dieses Jahr. Der Samen keimt willig, entwickelt ein schönes Keimblatt und das nächste Blattpaar. Und dann entwickelt sich das Pflänzchen zurück; fängt mit den Keimblättchen an, die schlapp herunterhängen, bevor sie verenden. Momentan bin ich im 3. Versuch, die Pflanze anzuziehen, und wieder will sie sich verabschieden. Jetzt steht eine versuchsweise im Wo-Zi auf der Fensterbank, die andere im Bad unter der Lampe, beide schwächeln. Damit das Substrat die Pflanze nährstoffmäßig in diesem jungen Stadium nicht überlastet, bekam sie eine Extraportion Kokos. Scheint aber nichts zu bringen. Mein Samen ist fast aufgebraucht. 


Tegucigalpa Yellow gehörte auch zu den Verweigerern, die konnte ich inzwischen dazu überreden zu keimen. Sie hat etwas länger im Kamillebad verweilt. Irgendwie betrifft diese Verweigerung des Keimens/Wachstums immer Sorten, wo der Samen knapp bzw. aufgebraucht ist.  wink 
Die anderen Tomatenpflänzchen entwickeln sich problemlos, da fragt man sich doch, woran es liegen könnte. Wenn ich noch Samen von Pascal finde, werde ich nochmal einen Versuch in Perlite starten, quasi als Hydrokultur.

Liebe Grüße
M.
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